19.11.2025 – In kaum einem anderen westlichen Land ist Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland – und die Schere geht immer weiter auf. Das Buch von Martyna Linartas zeigt das schockierende Ausmaß der Ungleichheit – aufgrund steigender Mieten und Lebensmittelpreise, weil heute eine Lehrerin prozentual mehr von ihrem Lohn abgibt als ein Milliardär, vor allem aber weil Steuern auf Vermögen heruntergeschraubt wurden.
Dass die Vermögen der Reichen von Generation zu Generation immer weiter wachsen, während jeder Sechste in Armut lebt, ist gesellschaftliches Dynamit.
Reichtum durch Arbeit? Fast unmöglich. Jeder ist seines Glückes Schmied? Nur im Märchen. Der Neoliberalismus kann sein Versprechen des Wohlstands für alle nicht einlösen. Deutschland ist zu einer Erbengesellschaft verkommen, in der es nicht länger in erster Linie um Leistung geht. Martyna Linartas zeigt, dass es von unserem politischen Willen abhängt, daran etwas zu ändern, und wie eine gerechte Lösung aussehen könnte.
In dieser hellsichtigen und fundierten Analyse wird das brisante Thema seziert: Dass wir die Reichen nicht besteuern, gefährdet unseren Wohlstand, unsere Umwelt und unsere Demokratie. Aber es geht auch anders – wenn wir nur wollen! Anhand von exklusiven Interviews mit der mächtigen Wirtschaftselite über Ungleichheit und das Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik sowie einer einmaligen historischen Analyse zeigt sich, wie eine Besteuerung von Überreichen funktionieren kann und dass Steuern das wichtigste, aber nicht einzige Werkzeug sind.
Unverdiente Ungleichheit
Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann
Martyna Linartas
Rowohlt Verlag 2025, Hardcover, 320 Seiten
ISBN 978-3-498-00735-5
24 Euro
















































