CO2-Preis in den Koalitionsvertrag!

Jörg Lange ist Vorstand des CO2 Abgabe e.V.
Jörg Lange ist Vorstand des CO2 Abgabe e.V.

Ein sektoren­übergreifender CO2-Preis von anfänglich 30 bis 50 Euro je Tonne organisiert den Ausstieg aus der Kohle, trägt zur Entbürokratisierung des zu kompliziert gewordenen Energierechtes bei und könnte damit wesentlich zum Gelingen einer möglichen Jamaikakoalition beitragen.

13.11.2017 – Eine effiziente Klimaschutzpolitik ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. In der aktuellen Legislaturperiode müssen daher unbedingt die grundlegenden Weichenstellungen vorgenommen werden, um die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris zu erreichen und den Reduktionspfad für Treibhausgase (Dekarbonisierung) noch rechtzeitig einschlagen zu können.

Da alle Bemühungen (z.B. über einen Emissionshandel) bisher nicht zu den dringend notwendigen CO2-Reduktionen geführt haben, setzt sich der im März 2017 gegründete CO2 Abgabe e.V. dafür ein, eine wirkungsvolle CO2-Bepreisung gesetzlich zu verankern.

Die Durchsetzung wirkungsvoller CO2-Preise auf alle fossilen Energieträger und über alle Sektoren (Strom, Wärme, Verkehr) muss zeitnah gelingen, denn die Zeitspanne für ein wirkungsvolles Handeln wird stetig kleiner. Es geht dabei um keine neue Steuer, denn die CO2-Bepreisung kann aufkommensneutral mit einer angemessen ansteigenden Abgabe auf fossile Energieträger wie Kohle, Öl & Erdgas erhoben werden. Mit den Erlösen können viele Steuern & Umlagen, wie z.B. die EEG-Umlage, finanziert werden. Bürger und mittelständische Unternehmen zahlen damit insgesamt nicht mehr und es profitiert, wer sich klimagerecht verhält.

Ein sektorenübergreifender CO2-Preis von anfänglich 30 bis 50 Euro je Tonne organisiert nicht nur völlig marktkonform, technologieneutral und sozial austariert den Ausstieg aus der Kohle, sondern kann auch erheblich zur Entbürokratisierung des zu kompliziert gewordenen Energierechtes und der derzeitigen Fördermaßnahmen beitragen. Er erfüllt damit die wesentlichen Kriterien, die CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen an verschiedenen Stellen ihrer Parteiprogramme für die Umsetzung der Klimaschutzziele formuliert haben. Eine grundsätzliche Einigung auf eine umfassende CO2-Bepreisung könnte den Weg zur Jamaikakoalition erleichtern.

Angemessen steigende CO2-Preise sind die verlässlichen Rahmenbedingungen, die es braucht, um Investitionen in Effizienz, Erneuerbare Energie und Innovationen zu lenken sowie um Strukturbrüche zu vermeiden. Teile des Finanzmarktes und der Wirtschaft haben die Notwendigkeit angemessener CO2-Preise erkannt und rechnen bereits heute CO2-Preise von 30 bis 40 Euro je Tonne in ihre kommenden Projekte ein. Ausreichende und längerfristig kalkulierbare CO2-Preissignale sind in den allermeisten Fällen die bessere Alternative zu komplizierten Förderprogrammen und Verboten.

Das genau berechnete Konzept des CO2 Abgabe e.V zeigt, wie eine aufkommensneutrale CO2-Bepreisung ausgestaltet werden kann, um die bestehenden Steuern und Umlagen am Klimaschutz neu auszurichten. Eine rechtliche Bewertung (national, europäisch, Welthandel GATT, WTO) belegt, dass eine nationale CO2-Abgabe gesetzeskonform umgesetzt werden kann. Auch zu den zu Recht gestellten Fragen nach der Versorgungssicherheit, dem möglichen Import von Atom- und/oder Kohlestrom, der möglichen Verlagerung von Produktion und damit Treibhausgasen ins Ausland (Carbon leakage) liegen ausreichend konkrete Lösungsansätze vor.

Eine pragmatische und erfolgreiche europäische Klimapolitik wird den Europäischen Emissionshandel (EU-ETS) um wirksame preisbasierte Instrumente ergänzen und damit die Energiewende für Bürger und Unternehmen transparenter gestalten und Planungssicherheit wieder herzustellen.

Jörg Lange ist Vorstand des CO2 Abgabe e.V.

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  1. Eitel Heck 19.11.2017, 12:05 Uhr
    Selbstverständlich habe ich die Studie der Wissenschaftsakademieen durchgelesen.
    Die Energiewende ist von einer kaum noch zu überblickenden Anzahl von Studien von Wissenschaftlern begleitet, die nicht mehr lesbar sind.
    In Deutschland war es bisher üblich, das als Grundlage für Entscheidungen zur Realisierung eines komplexen Inmvestitionsvorhabens der wissenschaftliche Vorlauf zu klären ist und die Investitionsaufwendungen festzulegen und auszuspezifizieren sind, als Grundlage für Ausschreibungen.
    Das war das Erfolgsrezept für den Wirtschafsstandort Deutschland.
    Das war auch das Erfolgsrezept für das komplexe Investitionsvorhaben " Deutsche Einheit", wodurch die Infrastruktur im deutschen Osten teilweise besser ist, als in einigen Gegenden im deutschen Westen.
    Bei der Energiewende ist es anders.
    Die Windkraftanlagen mit der volatilen Stromerzeugung werden ausgebaut und im nachhinein sollen die Probleme des wissenschaftlichen Vorlaufs im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus grundlastfähigen Kraftwerken geklärt werden.
    Beispiele:
    -Groß- und Langzeitspeicher für überschüssigen Strom( FE-Leistungen, Kostenbewertungen)
    -Entsorgung der Rotorbätter nach Abbau und Entsorgung der WKA nach 20 Jahren.
    Die kürzlich offiziell ausgewiesenen zusätzlichen Kosten für überschüssigen Windstrom ,die zunehmend kritischen Hinweise von prominenten Persönlichkeiten( Wirtschaftsweisen, Johannisberger Appell) und die schwierigen Jamaikaverhandlungen zeigen, dass ein Umsteuern in der Energiewende notwendig ist.
    Ich bin der Auffassung, dass das Programm von Bündnis 90/ Die Grünen, das auf Klimaschutz ausgerichtet ist, in Wirklichkeit die Erfüllung der Klimaziele behindert.
    Andere Länder zeigen, wie mit innovativen Technologien der Stromerzeugung neben Wind und Photovoltaik, die Klimaziele realisierbar sind.
    Warten wir die Jamaikaverhandlungen ab.
    Ich beende hiermit unsere ausufernde Diskussion.
  2. Rudolf Tarantik 18.11.2017, 23:11 Uhr
    Herr Heck, lesen Sie doch einfach die Stellungnahme der Wissenschaftsakademien und Sie werden verstehen, das 50% EE überhaupt kein Problem sind.
    https://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2017/kw46/stellungnahme-der-wissenschaftsakademien-sektorkopplung-optionen-fuer-die-naechste-phase-der-energiewende.html
  3. Eitel Heck 18.11.2017, 10:40 Uhr
    Herr Tarantik.
    bei der Diskussion, wie 50% erneuerbare Stromerzeugung möglich sind, sollten Expertenmeinungen, wie beispielsweise der Johannisberger Appell zur vernünftigen Enegieerzeugung, unterzeichnet von über 100 Hochschulprofessoren, zur Sprache kommen.
    Auch die Europäische Physikalische Gesellschaft als Expertengremium hat hierzu einen Standpunkt.
    Die Ihnen genannten fast 40 % erneuerbare Stromerzeugung am Strom-Mix müssen unterteilt werden in:
    1.grundlastfähige, kontinuierliche Stromproduktion wie
    Wasserkraftwerke, Geothermiekraftwerke, Biomasse- und Biogaskraftwerke,
    Diese Kraftwerke tragen zur Zeit neben den konventionellen Kraftwerken zur Versorgungssicherheit bei und verhindern Dunkelflauten und Strom-Blackauts.
    Österreich orientiert auf den Ausbau von Wasserkraftwerken auf 50% und Windkraftanlagen auf 20% am Strom-Mix, das ist neben dem Ausbau von Biomasse- und Biogaskraftwerken und etwas Photovoltaik ein technisch-ökonomisch vertretbarer Strom-Mix.
    2.volatile Stromerzeugung durch Windkraft- und Photovoltaikanlagen( diffuse Sonneneinstrahlung in Deutschland 120W/m² im Zeitmittel), die nicht grundlastfähig sind und das eigentliche Problem einer zukünftigen, kontinuierlichen Stromerzeugung bei Ausstieg aus den grundlastfähigen Kernkraft- und Kohlekraftwerken darstellen.
    Es muss doch einen Grund haben, wenn
    -wenn die Wirtschaftsweisen ein ökonomisch sinnvolles Umsteuern der Energiewende wünschen,
    -Professoren der Theoretischen Physik und Elektrotechnik auf Gesetze der Physik verweisen,
    -fast alle anderen Länder der Pariser Klimavereinbarung neben Wind und Photovoltaik auf andere Technologien der Stromerzeugung ohne CO2-Emission orientieren.
    Ich weise noch mal darauf hin, das die von mir ins Gespräch gebrachten Kernreaktoren der 4.Generation in ihrer Sicherheit und Effizienz sich erheblich von Kernkraftwerken mit Druckwasserreaktoren unterscheiden.
    Für die Ablehnung ist Wissen notwendig.
  4. Rudolf Tarantik 18.11.2017, 08:54 Uhr
    Herr Heck,
    wir sollten konstruktiv und zielführend diskutieren, wie 50% erneuerbarer Stromanteil am effizientesten und preisgünstigsten zu erreichen ist, denn 40% sind ja schon fast erreicht.
    Alles andere lenkt nur von den wirklich wichtigen anstehenden Aufgaben ab. Stichwort Sektorkopplung.
  5. Eitel Heck 17.11.2017, 21:10 Uhr
    Herr Tarantik,
    Sie versuchen sich herauszuwinden.
    Atom- und Fusionsvisionen entstammen anerkannten Wissenschaftlern in vielen Industrieländern, darunter in China, das in diesem Portal mit Artikeln für ihre Klimapolitik zur Reduzierung der CO2-Emission mehrfach positiv bewertet wurde.
    Die Forschung auf dem Gebiet der Kernfusion, darunter die Versuchsanlage in Greifswald, wird durch das Bundeswirtschaftsministrium gefördert.
    Ihr Gegenkommentar zu meinem Kommentar mit Erläuterung der Kernfusion bei einem anderen Artikel vor wenigen Tagen zur Atomenergie liegt unterhalb des Abiturwissens.
    Selbsverständlich ist die Energiewende langfristig ausgerichtet, denn im Zusammenhang mit Technologieoffenheit sind Entscheidungen für Forschungsarbeiten für effiziente Technologien zu treffen
    Das EEG-Gesetz behindert nach Ansicht von Experten die Technologieoffenheit.
    In diesem Zusammenhang erinnerte ich an folgende Dokumente:
    1.Untersuchungsbericht des Bundesrechnungshofes,
    2. Jahregutachten der Wirtschaftsweisen, das der Bundeskanzlerin am 28.8. 2017 übergeben wurde,
    3. Johannisberger Appell für eine vernünftige Energiepolitik, unterzeichnet von über 100 Hochschulprofessoren,
    4.Veröffentlichung eines Professors für Theoreitische Phydsik der TU Dresden,mit der Warnung, dass dem weiteren Ausbau der volatilen Windstromproduktion bei Stillegung von Kohlekraftwerken ohne bezahlbare Groß- und Langzeitspeicher für überschüssigen Strom Gesetze der Physik(Kirchhoffscher Knotenssatz, Gaußsches Verteilungsgesetz) entgegenstehen.
    Den von Ihnen dargestellten reellen Chancen für 70 % EEG bei heutiger Technik stehen die Gesetze der Physik gegenüber.
    Diese Einschätzung stammt nicht von mir, sondern entstammt der Einschätzung der Europäischen Physikalischen Gesellschaft und von Professoren mit den Fachgebieten Elektrotechnik und Theoretische Physik.
  6. Rudolf Tarantik 17.11.2017, 15:50 Uhr
    Herr Heck,
    ich habe in meinen Kommentaren nirgends auf 100% Erneuerbare hingewiesen, weil dieses Ziel viel zu weit entfernt ist, und ähnlich futuristisch und vage wie Ihre endlos wiederholten Atomvisionen und - Fusionen. Ausgiebig habe ich aber über die reellen Chancen von 70% EE mit heutiger Technik hingewiesen.
    Und nun wird vom Wirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur bestätigt, dass 7 GW Kohlekraftwerke sofort problemlos stillgelegt werden können. Mich interessiert die Gegenwart und nicht futuristisches Gelabere.
  7. Eitel Heck 17.11.2017, 10:55 Uhr
    Herr Tarantik, wenn ich das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzargentur gemeint hätte, hätte ich sie auch genannt.
    ich beziehe mich ausschließlich auf Ihre Gegenkommentare, aus denen ich keine fachliche Kompetenz erkenne.
    Sie versuchten in mehreren Kommentaren nachzuweisen, dass durch Sektorkopplung und Flexibilisierung eine kontinuierliche Stromversorgung mit 100% volatiler Stromerzeuigung möglich ist.
    Dieser Aussage stehen Gesetze der Physik entgegen.
    Sektorkopplung und Flexilisierung sind aber zur effizienten Nutzung der Energie gut und notwendig.
    In einem Kommentar habe ich mich auf den Newsletter des Bundesmisteriums zu den Kosten der überschüssigen Windstromproduktion bezogen.
    Ihre Gegenkommentare zu meinen Kommentatren, die sich auf Expertenmeinungen berufen, sind in den meisten Fällen fachlich inkompetent.
    Das betrifft beispielsweise die CCS-Technologie.
    Ihre Aussage zur CCS-Technologie steht im Widerspruch zu den Gesetzen der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland, obwohl noch Forschungsarbeiten und Kostenbewertungen notwendig sind, um eine endgültige Entscheigung für Deutschland zu treffen.
    Offensichtlich sind in Deutschland Linde und RWE und international beispielsweise China, Indien, Norwegen, Kanada und Australien von dieser Technologie überzeugt.
    Die CCS-Technologie könnte auch eingesetzt werden zur Reduzierung der großen CO2-Emission in der Papier-,Zement-,Roheisen-, Stahl-und chemischen Industrie.
    Die CCS-Technologie könnte auch für das CO2-Recycling in der Agrarwirtschaft genutzt werden.Ein indisches Kohlekraftwerk nutzt die CCS-Technologie, um Backpulver herzustellen.
    Die CCS-Technologie wäre auch denbar,
    -für die Erdölförderung aus leer gepumpten Erdölfeldern,
    -für die Erdgasförderung, darunter aus Kohlegruben durch das in-situ-Verfahren.
    Warten wir die Jamaikaverhandlungen ab.
    Die in diesem Portal mehfach kritisierte FDP, darunter von Ihnen, zeigt in dieser Frage mehr Sachverstand.
  8. Rudolf Tarantik 16.11.2017, 22:01 Uhr
    Herr Heck,
    das meinen Sie doch nicht im Ernst, dass das Wirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur Blödsinn erzählen, nur weil sie das allgemeine Wissen bestätigen, dass 7 GW der ältesten und ineffizientesten Kohlekraftwerke sofort abgeschaltet werden können.
  9. Eitel Heck 16.11.2017, 13:50 Uhr
    Ich konzentriere mich in meinen Kommentaren auf Expertenmeinungen und Veröffentlichungen von Konzernen.
    Die letzten beiden Gegenkommentare tendieren in Richtung technischer Blödsinn.
    1.CCS-Technologie
    Gesetze der Europäischen Union und in Deutschland mit Begründung ihrer Bedeutung.
    Es gibt zur CO2-Abscheidung und Speicherung unterschiedliche Technologien, zu denen noch Forschungsarbeiten mit Kostenbewertungen erforderlich sind.
    In Deutschland erkennen Linde und RWE die Bedeutung und führen Forschungsarbeiten durch.
    CCS ist in Norwegen, Kanada und Indien bereits Realität.
    CCS hätte auch Bedeutung für Industriezweige mit großer CO2-Emission außerhalb der Stromerzeugung( Zement-, Papier, Eisen-, Stahl- und chemische Industrie).
    CCS könnte genutzt werden zur:
    -zur Erdölgewinnung in leergepumten Erdölfeldern,
    - zur Erdgasgewinnung, darunter aus Kohlevorkommen.
    2.Stilllegung der Kohlekraftwerke
    Es liegt noch kein technisch-ökonomisch tragfähiges Konzept zur Stromversorgung nach Kohleausstieg vor. Auch die Reservehaltung von Kohlekraftwerken ist keine ökonomisch, tragfähige Lösung.
    Die Stromversorgung durch Ausbau der volatilen Windstromerzeugung(WKA) wird überschätzt und berücksicht nicht grundlegende physikalische Gesetze zur Stromerzeugung und -verteilung.
    Die jahresgemittelte Einspeiseleistung von WKA ist proportional zur Standortabweichung. Mit dem Zubau der WKA vergrößert sich die Standortabweichung( Fluktuation wird größer).
    Trotz Zubau der WKA bleibt das Minimum der Einspeiseleistung bei Null.
    Die Einspeiseleistung die am häufigsten vorkommt, wächst bei WKA-Zubau nicht in gleichem Maße.
    Das sind Aussagen von Experten der Elektrotechnik und der Theoretischen Physik auf der Grundlage der Gesetze der Physik als wesentliche Antwort zum Gegenkommentar, der auf Studien verweist.
  10. Rudolf Tarantik 15.11.2017, 17:41 Uhr
    Was sagt denn da ganz aktuell die Bundesnetzagentur, die es wirklich wissen muss:
    Das Abschalten von Kohlekraftwerken würde die Stromnetze in Deutschland entlasten. «Der Großteil der Kohlekraftwerke hat heute eine belastende Wirkung auf das Netz», zitiert die Nachrichtenagentur dpa aus einem gemeinsamen Papier des Bundeswirtschaftsministeriums und der Bundesnetzagentur. Wenn Kohlekraftwerke abgeschaltet würden, könnte dies die Versorgungssicherheit steigern. Selbst bei Dunkelflauten – also wenn sowohl Photovoltaik- als auch Windkraftanlagen kaum Strom produzieren – wäre die Versorgung in Deutschland nicht gefährdet, wenn Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von sieben Gigawatt stillgelegt würden.
    https://www.pv-magazine.de/2017/11/15/kohlekraftwerke-belasten-deutsches-stromnetz/
  11. Rudolf Tarantik 14.11.2017, 19:51 Uhr
    Wenn sich CCS wirklich rentiert, dann wird sie ganz von alleine, ohne Zuschüsse und Subventionen eingesetzt werden.
    Für die ältesten und giftigsten (EU-Nachrüstungsbeschluss) Kraftwerke wird sich das aber garantiert nicht mehr rechnen. Es bleibt rein betriebswirtschaftlich gesehen also nur die Stillegung.
    Und für die Uraltmeiler muß man sich nun wirklich nicht ins Zeug legen.
  12. Eitel Heck 14.11.2017, 11:26 Uhr
    Bei meinen Kommentaren konzetriere ich mich auf Expertenmeinungen.
    RWE und die Linde AG sind auch Konzerne, die Entwicklungsarbeiten zur CCS-Technologie durchführen. Ich gehe davon aus, dass sie die Kosten bewerten können.
    Aus diesem Grund hat,
    -RWE hat in Niederaußen eine Pilotanlage zur CO2-Abscheidung realisiert, deren Praxisergebnisse optimistisch stimmen.
    Die Linde AG hätte doch nicht in Schanghai, China eine Forschungs- und Entwicklungszentrum zur CCS-Technologie aufgebaut, wenn dieser Konzern nicht vom Klimaschutz im Zusammenhang mit den Kosten überzeugt wäre.
    Bei der Kostenbetrachtung der CCS-Technologie muss das CO2-Recycling einbezogen werden.
    Marktfähig ist das CO2-Recycling von Linde für die Agrarwirtschaft.
    Linde versorgt über Rohrleitungen über 500 Gewächshäuser in den Niederlanden mit CO2. Jedes Jahr werden so 350.000 to CO2 wiederverwerdet.
    Die CCS-Technologie des Kohlekraftwerkes bei Tuticorin, Indien, arbeitet ohne Subventionen. Die Anlage ist laut Betreiber trotzdem wirtschaftlich. Das gespeicherte CO2 wird zur Herstellung von Backpulver genutzt.
    In Norwegen würde doch nicht ein Großprojekt zur CCS-Technologie realisiert werden(1. Phase Speicherung von 1,5 Mio to CO2), wenn dieses Vorhaben uneffizient wäre.
    Die Rückstände bei den Klimazielen in Deutschland sind auch entstanden aus meiner Sicht durch Ausblenden der Probleme der volatilen Windstromerzeugung und der Chancen der CCS-Technologie.
    Der Gegenkommentar und unausgereifte grüne Programme zum Klimaschutz sind Mosaiksteine, warum Rückstände bei der Realisierung der Klimaziele entstanden sind.
    Zu den Kosten der Erweiterung der volatilen Windstromproduktion gibt es Expertenmeinungen.
    -Bundeswirtschaftsmisterium: zusätzliche Kosten von ca. 1 Mrd. EURO/a durch überschüssigen Windstrom(Phantomstom), die auf die Verbrauer umgelegt wurden,
    -Bundesrechnungshof weist auf ineffizient Förderprogramme hin,
    -Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen, ökonomisches Umsteuern;
  13. Rudolf Tarantik 13.11.2017, 17:39 Uhr
    CCS-Technologie wird sich alleine wegen der enormen Kosten und dem sehr hohen Energieaufwand nicht durchsetzen. Die Konzerne wissen das, die Politiker brauchen es nur zur Ablenkung vom Thema.
    http://www.klimaretter.info/tipps-klima-lexikon/2511-ccs-technologie?device=
  14. Eitel Heck 13.11.2017, 12:51 Uhr
    Die CO2-Bepreisung zur Aufnahme in den Koalitionskoalitionsvertrag erfordert eine technisch-ökomische Bewertung dieser Forderung für alle Technologie und Industriebereiche mit CO2-Emission im Vorfeld zur Aufnahme in den Koalitionsvertrag.
    Eine CO2-Bepreisung könnte einen posiven Einfluss ausüben auf die Einführung der CCS-Technologie( CO2-Abscheidung und Speicherung) zur drastischen Senkung der CO2-Emission von Kohlekraftwerken, die als Voraussetzung zur Sicherung der Stromversorgung noch in einem längeren Zeitraum in Betrieb sind. Mit CCS-Technologie ausgestattete Kohlekraftwerke könnten sogar die CO2-Emissionswerte der gegenwärtigen Gas- und Biomassekraftwerke unterboten werden.
    RWE und die Linde AG orientiert auf die CCS-Technologie als bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz.
    Das Recycling des gespeicherten CO2 hat nicht nur ökonomische Bedeutung, sondern ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz.
    Das Kohlekraftwerk in Tuticorin,Indien stellt aus gespeichertem CO2 Backpulver her.
    Die Linde AG versorgt in den Niederlanden mit CO2 mehr als 500 Gewächshäuser mit CO2( über 350.000 to/a).
    Natürlich gibt es Industriezweige außerhalb der Energieerzeugung mit großer CO2-Emission, die durch die CO2-Bepreisung beinflusst werden, wie beispielsweise
    -Stahlherstellung( Eisenerz+Steinkohlenkohle= Roheisen+klimaschädliches Treibhausgas CO/CO2 u.a.,darunter die gewaltige Stahlerzeugung für Windkrafttürme.
    -Solarmodule(Quarzsand+Steinkohlenkoks= Rohsilizium+CO/Co2-Emission).Die CO2-Bepreisung beeinflusst vielleicht den billigen Import der Solarmodule aus China.
    -Betonherstellung mit CO2-Emission, darunter die große Betonerzeugung für Windkrafttürme.
    Im Verkehr könnte die CO2-Bepreisung einen Einfluss auf die Produktion von Fahrzeugen mit geringerer oder keiner CO2-Emission ausüben.
    -Hybridfahrzeuge,
    -Elektrofahrzeuge,
    -Brennstoffzellenfahrzeuge.
    Also eine komplexe Aufgabe, die technich-ökonomisch zu bewerten ist.

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