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Meinung der Woche
14. Juli 2015

Griechenlandrettung mit Photovoltaik

Photovoltaik-Rettungspaket anstatt Finanzspritze: Photovoltaik macht Länder reich und unabhängig, egal ob in Deutschland oder in Griechenland und als Nebeneffekt wird der Klimawandel verlangsamt durch vermiedenen CO2 Ausstoß.

Alois ElsnerDiplom-IngenieurPV-Gutachter

Alois ElsnerDiplom-IngenieurPV-Gutachter
Alois Elsner ist Ingenieur und PV-Gutachter. (Foto: privat)
Alois Elsner ist Ingenieur und PV-Gutachter. (Foto: privat)

14.07.2015 – Durch PV-Anlagen in Deutschland wird Wertschöpfung in Gemeinden und Städten generiert. Das Kapital bleibt im Land und fließt nicht ins Ausland ab für Rohstoffimporte, wie Gas und Öl. Es reduziert sich die Energieabhängigkeit des Landes. Dennoch sinkt aufgrund gravierender politischer Fehlentscheidungen die neu installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland seit Anfang 2013. Dabei ist mittlerweile bekannt, dass nur mit Hilfe von Sonnen- und von Windstrom sich Deutschland von Kohle und Gas befreien kann, durch Power-to-Gas, Power-to-Liquid und vielen dezentralen Sonnenbatterien.

Griechenlandrettung mit Hilfe von Photovoltaik

Mit Photovoltaik sollte man auch Griechenland fördern. Nicht mit weiteren Milliarden, sondern mit einer Förderung für Photovoltaikanlagen. Dies würde Arbeitsplätze schaffen und den CO2-Ausstoß reduzieren. Anstatt das dritte Rettungspaket als Finanzspritze auszuzahlen hätte man für die 50 Milliarden Euro besser 50 Millionen Kilowattpeak Photovoltaik neu in Griechenland installieren können. Diese PV-Anlagen könnten in Griechenland ca. 60 Milliarden Kilowattstunden jährlich produzieren. Das entspricht der jährlichen Stromproduktion von sieben Kernkraftwerken. Griechenland könnte mit Hilfe von Power-to-Gas-Anlagen aus Strom Gas produzieren. Mit dem Verkauf von Gas könnte Griechenland so seine Schulden abbauen.

Politischer Handlungsbedarf für neue Förderung für mehr PV-Anlagen

Die Vorteile von PV-Anlagen müssen an die Betreiber der PV-Anlagen weitergereicht werden. Damit Deutschland möglichst schnell das Ziel von 100 % erneuerbare Energien, erreicht müssen neue Fördermaßnahmen ins Leben gerufen werden.

Nachfolgend die Aufzählung von Förderungen, welche geschaffen werden könnten:

  • Vor-Ort-Wertschöpfungsbonus (für jährlich vermiedene 6 Milliarden Euro Ausgaben für Energieimporte)
  • Gewerbesteuerbonus (Befreiung aller PV-Anlagen unter 200 kWp von der Gewerbesteuer)
  • CO2-Vermeidungsbonus direkt an PV-Anlagen-Betreiber also an die eigentlichen CO2-Vermeider auszahlen, anstatt der CCO2-Zertifikate
  • Gesundheitsbonus (denn schlechte Luftqualität ist die Hauptursache umweltbedingter vorzeitiger Todesfälle)
  • Klima- und Umweltschäden-Vermeidungsbonus
  • Merit-Order-Effekt-Bonus (Kostensenkungsbonus für reduzierte Börsenstrompreise dank PV-Anlagen)
  • Netz-Stabilisierungsbonus (für die stabilisierende Wirkung von PV-Strom im Netz)
  • Vorreiter- und Vorbildbonus (viele weitere Länder haben das erfolgreiche Erneuerbare-Energien-Gesetze (EEG) übernommen)
  • Ewigkeitskostenvermeidungsbonus (Atom- und Kohlekraftwerke verursachen Ewigkeitskosten, regenerative Energiequellen hingegen nicht)

Irrweg Hochspannungstrassen und Offshorewindkraft

Die Offshore-Windanlagenhaftung, muss jeder Bürger mit dem Strompreis bezahlen, derzeit 0,25 Cent/kWh. Offshore-Haftung ist für die dezentrale Energiewende und für den Bürger nicht zielführend. Zusätzlich müssen für diesen Strom teure Hochspannungstrassen quer durch Deutschland gebaut werden. Nicht zu vergessen sind die immensen Durchleitungsgebühren die der Stromverbraucher an die Netzbetreiber bezahlt. Die Durchleitungsgebühren betragen ca. 25 Prozent des Strompreises. Mit dezentralen Photovoltaikanlagen kombiniert mit Stromspeichern wird der Netzausbau überflüssig.

Abschaffung der Sonnensteuer

Die Politik bestraft den Neubau von Photovoltaikanlagen durch die Einführung der Sonnensteuer. Seit 1. August 2014 wird Eigenverbrauch mit einer anteiligen EEG-Umlage besteuert bei PV-Anlagen größer 10 kWp. Auf die Energie unserer lieben Sonne darf keine Sonnensteuer erhoben werden. Dies ist gegen die Moralvorstellung, gegen den gesunden Menschenverstand und vermutlich gegen das Grundgesetz. Stattdessen muss eine Politikersteuer für verkorkste Politik eingeführt werden.

Diplom-Ingenieur Alois Elsner ist PV-Gutachter und betreibt ein Ingenieurbüro in Neukirchen-Balbini in der Oberpfalz.




Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

heinbloed 14.07.2015, 23:00:35

+151 Gut Antworten

Betr. " Photo­voltaik macht Länder reich und un­abhängig,.."

 

In Wales bietet Vattenfall gratis PV-Panele an und die Leute koennen ihre Schafe auch behalten

 

http://renews.biz/91763/vattenfall-enters-uk-solar/

 

Warum kommen die nicht in Ostdeutschland auf die Idee?!

Stattdessen oder weil wegen der Kapazitaetsreserve ....

 

Betr. Griechenland:

 

Der Nulltarif der Stromkonsumenten hat auch Vorteile, den Stinkern geht das Geld aus, neue KKWs sind nicht mehr drin:

 

http://www.pennenergy.com/articles/pei/2015/07/greek-power-sector-suffers-as-referendum-fallout-hits-new-coal-fired-power-plant.html

Ulf Plawer 15.07.2015, 08:46:52

+160 Gut Antworten

Voll aus der Seele gesprochen!

Damit würde in Griechenland wieder die Sonne scheinen und doppelten Nutzen erbringen.

Leider ist dies nicht im Sinne der politischen Gewaltigen, diese müssen sich an den Lobbyisten der Energieriesen orientieren.

Sonnige Grüße!

Sonnenstromer 15.07.2015, 19:15:12

+153 Gut Antworten

Ich finde das auch ein tolle Idee. Da könnte die europäische Solarindustrie belebt werden. Wir hätte alle etwas davon...

 

Von den ersten Millarden, die Merkel brachte, mussten die Griechen U-Boote in Deutschland kaufen.

Schwachsinniger gehts gar nicht.

Hauptsache unser Industrielobby ist zufrieden.

Andi 16.07.2015, 15:23:00

+173 Gut Antworten

spricht mir auch aus dem Herzen. Gerade solche Ländern, in denen die besten Voraussetzungen vorliegen, wird die alternative Energieerzeugung oft links liegen gelassen und das im Artikel genannte Wertschöpfungspotential völlig ignoriert. Ich war vor kurzem auf Mallorca und hab mich einfach nur gewundert, warum ich keine einzige Freiflächen-PV-Anlage gesehen habe, geschweigedenn Auf-Dach-Anlagen. Nach Internetrecherche habe ich herausgefunden, dass es doch ein zwei Freiflächenanlagen gibt, diese aber natürlich nicht viel Anteil haben am Gesamtmarkt. Stattdessen wird wie blöd nach Öl gebohrt und hirnlos verbrannt. Jeden Tag scheint die Sonne, aber es gibt keine Anlage, die sie auffangen würde. Fatale Ignoranz in meinen Augen.

solarworldeconomy 18.05.2017, 14:56:05

+165 Gut Antworten

Stimmt alles.

Leider gilt für viele "Mächtige": „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Albert Einstein

Und leider überwiegt weltweit der Lobbyismus zentralistischer gigantischer fossiler Energieunternehmen mit ihrem "Maximalen-Gewinn-jetzt-um-jeden-Preis"-"nach-mir-die-Sintflut-Denken". Das Klima ließe sich imho am günstigsten (für kommende Generationen) retten indem die UNO weltweit eine PVA-Pflicht für Dächer beschließt. Dadurch würden die Gewinne aus dem Enegieerzeugungsbereich natürlich von Oligopol in die Taschen von vielen kleinen Dacheigentümern fliessen. Lobby- und Staastsouveränitats-bedingt kann das praktisch nicht funktionieren.

Ergo sah ich mich gezwungen autodidaktisch zu handeln, d. h. (zum Nachmachen, die Zinsen sind niedrig!) Plus-Energie-Bausatz!-Haus: 80 qm Wohnflächen-EFH mit Süd-Pultdach, großen Dachüberständen und vollfächiger 27 KWp PVA. Ergebnis pA: ca. 32000 Kwh Erzeugung und ca. 5000 Kwh Verbrauch (Heizung/WW per LW-Wp, sämtl. Haushaltsstrom und Mobilitäts-E-Bike-Strom) und somit 27000 Kwh sauberer Strom für das Netz. Wohn am Fuß der Schwarzwaldberge im Winter (Inversionswetterlage) leider oft im Nebel. Sobald der Sono-Motors Sion (Stella Lux wohl leider nicht!) käuflich ist wird dann tagsüber mit dieser mobilen PVA 12 km auf den Berg gefahren und der Sion dort zum Stromsammeln in die Sonne gestellt. Sonnenspazieren und abends mit dem Sion-Strom gekocht und geheizt. Wir Menschen mit gesundem Menschenverstand sollten uns wieder mehr aufs Sammeln konzentrieren und weniger aufs Verbrauchen (das wollen die Mächtigen von uns!). Sowohl beim Auto als auch beim Haus (über die Fallrohrfilter sammle ich natürlich auch noch das Regenwasser für WC, Waschmaschine und Bio-Nutzgarten (hab keinen Rasen sondern Hochbeete!)

solarworldeconomy 18.05.2017, 14:56:06

+167 Gut Antworten

Stimmt alles.

Leider gilt für viele "Mächtige": „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Albert Einstein

Und leider überwiegt weltweit der Lobbyismus zentralistischer gigantischer fossiler Energieunternehmen mit ihrem "Maximalen-Gewinn-jetzt-um-jeden-Preis"-"nach-mir-die-Sintflut-Denken". Das Klima ließe sich imho am günstigsten (für kommende Generationen) retten indem die UNO weltweit eine PVA-Pflicht für Dächer beschließt. Dadurch würden die Gewinne aus dem Enegieerzeugungsbereich natürlich von Oligopol in die Taschen von vielen kleinen Dacheigentümern fliessen. Lobby- und Staastsouveränitats-bedingt kann das praktisch nicht funktionieren.

Ergo sah ich mich gezwungen autodidaktisch zu handeln, d. h. (zum Nachmachen, die Zinsen sind niedrig!) Plus-Energie-Bausatz!-Haus: 80 qm Wohnflächen-EFH mit Süd-Pultdach, großen Dachüberständen und vollfächiger 27 KWp PVA. Ergebnis pA: ca. 32000 Kwh Erzeugung und ca. 5000 Kwh Verbrauch (Heizung/WW per LW-Wp, sämtl. Haushaltsstrom und Mobilitäts-E-Bike-Strom) und somit 27000 Kwh sauberer Strom für das Netz. Wohn am Fuß der Schwarzwaldberge im Winter (Inversionswetterlage) leider oft im Nebel. Sobald der Sono-Motors Sion (Stella Lux wohl leider nicht!) käuflich ist wird dann tagsüber mit dieser mobilen PVA 12 km auf den Berg gefahren und der Sion dort zum Stromsammeln in die Sonne gestellt. Sonnenspazieren und abends mit dem Sion-Strom gekocht und geheizt. Wir Menschen mit gesundem Menschenverstand sollten uns wieder mehr aufs Sammeln konzentrieren und weniger aufs Verbrauchen (das wollen die Mächtigen von uns!). Sowohl beim Auto als auch beim Haus (über die Fallrohrfilter sammle ich natürlich auch noch das Regenwasser für WC, Waschmaschine und Bio-Nutzgarten (hab keinen Rasen sondern Hochbeete!)


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