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E-Autos: Forscher arbeiten an 1.000 Kilometer Reichweite

InCar plus ist die Forschungs- und Entwicklungsplattform von ThyssenKrupp rund um das Automobil und umfasst mehr als 40 Lösungen für Energieeffizienz, Elektromobilität, Leichtbau sowie Sicherheit und Komfort. (Foto: © thyssenkrupp AG, http://media.thy
InCar plus ist die Forschungs- und Entwicklungsplattform von ThyssenKrupp rund um das Automobil und umfasst mehr als 40 Lösungen für Energieeffizienz, Elektromobilität, Leichtbau sowie Sicherheit und Komfort. (Foto: © thyssenkrupp AG, http://media.thyssenkrupp.com/images/press/thyssenkrupp_p_1541.jpg)

Ein Forschungskonsortium arbeitet an einer neuen Generation von Lithium-Ionen Batterien für Elektrofahrzeuge. Sie sollen nicht nur kompakter, preiswerter und langlebiger sein, sondern auch eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern ermöglichen.

15.03.2016 – Bisher sprechen für viele Verbraucher zwei wesentliche Gründe gegen die Anschaffung eines E-Autos: Die Reichweite ist zu gering und die Anschaffungskosten zu hoch. Genau dies versuchen Experten mit dem Projekt EMBATT nun zu ändern. Die drei Projektpartner ThyssenKrupp System Engineering GmbH, der IAV GmbH und des Fraunhofer IKTS wollen mit ihren neuen Batteriezellen für E-Autos eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern realisieren. Mithilfe intelligenter Systemarchitektur und zukunftsweisender Leichtbaugehäuse soll ein Optimum an Kosten, Performance und Lebensdauer erreicht werden.

„Produktionsforschung leistet einen entscheidenden Beitrag, wenn es darum geht, intelligente Batteriekonzepte von der Idee bis in die Industrialisierung zu überführen“, sagt Bernd Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung von ThyssenKrupp. So sollen Lithium-basierte Hochleistungsbatterien entwickelt werden, die direkt in das Chassis eines E-Autos integrieren werden können. Damit besteht der Stromspeicher nicht mehr wie bisher aus vielen kleinen einzelnen Zellen, sondern aus einer kompakten und besonders leistungsfähigen Batterie.

Gesteigerte Energiedichte bei geringeren Kosten

Die Batterie der Premium-Elektrolimousine Model S von Tesla besitzt eine geschätzte Energiedichte von 220 bis 250 Wattstunden pro Liter und erzielt damit eine Reichweite von bis zu 550 Kilometern. Das Forschungskonsortium möchte diesen Wert jedoch deutlich überbieten. Mit dem neuen deutlich kompakteren Batteriekonzept soll ein Energievolumen von 450 Wattstunden pro Liter erreicht werden. Das würde für eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern reichen.

Durch ihre spezifischen Erfahrungen und Kompetenzen wollen die drei Projektpartner ihr Wissen in dem gemeinsamen Projekt bündeln. „Durch diese erfolgversprechende Verbindung von Werkstoff- und Technologie-Know-how der Kooperationspartner sollen die Systemkosten von Lithium-Ionen-Batterien auf 200 €/kWh reduziert werden“, so Mareike Wolter, Gruppenleiterin Mobile Energiespeichersysteme am Fraunhofer IKTS.

Insgesamt wird das Entwicklungsprojekt über einen Zeitraum von drei Jahren laufen und durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch den Freistaat Sachsen unterstützt. Ziel der Partner ist es, am Ende des Forschungsprojekts die neue Generation der Lithium-Ionen-Batterien soweit zu entwickeln, dass diese im großen Maßstab für den Einsatz in E-Autos produziert werden können. jk

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