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Rekordabsatz im Jahr 2017Weltweit mehr als 1 Millionen Elektroautos verkauft

Allein in China wurden 2017 knapp 580.000 Elektroautos verkauft. (Foto: pixabay.com, CC0 Creative Commons)

Politische Entscheidungen sowie sinkende Kosten bei der Batterieproduktion haben laut der IEA 2017 erneut zu einem Rekordabsatz von Elektroautos geführt. Allerdings nicht in Deutschland. Hierzulande betrug der Marktanteil nur 1,6 Prozent.

22.06.2018 – Insgesamt ist die Zahl an Elektro- und Plug-in-Hybrid-Autos im vergangen Jahr weltweit auf mehr als drei Millionen angestiegen. Gegenüber 2016 entspricht das einer Zunahme von über 50 Prozent. Das geht aus dem Global Electric Vehicle (EV) Outlook 2018 der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Haupttreiber dieser positiven Entwicklung ist erneut vor allem China. So wurden hier 2017 immerhin knapp 580.000 Elektroautos verkauft, mehr als 70 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Zukünftig dürfte die positive Entwicklung in der Volksrepublik auch weiter anhalten, da bereits im kommenden Jahr eine feste Elektroauto-Quote eingeführt wird.

In Deutschland hat sich die Zahl der neu zugelassenen Stromer zwar immerhin mehr als verdoppelt, trotzdem wurden im vergangenen Jahr insgesamt nur 55.000 Fahrzeuge verkauft. Damit hatten die Elektroautos immer noch einen eher geringen Marktanteil von 1,6 Prozent an den gesamten Verkäufen. In Norwegen waren immerhin stolze 39,2 Prozent aller verkauften Autos mit einem Elektromotor ausgestattet. Damit bleibe Norwegen auch weiterhin der weltweit am weitesten fortgeschrittene Markt für Elektroautos, so die IEA. Den zweithöchsten Marktanteil verzeichnete Island mit 11,7 Prozent, gefolgt von Schweden (6,3 Prozent) und China (2,2 Prozent).

Das Wachstum im Bereich der Elektromobilität hat sich im vergangenen Jahr allerdings nicht nur auf Autos beschränkt. So stieg der Bestand an Elektrobussen von 345.000 Stück im Jahr 2016 auf 370.000. Auch die Zahl der elektrischen Zweiräder erhöhte sich auf rund 250 Millionen. Dabei entfiel ein Großteil der elektrifizierten Fahrzeuge auf China. 99 Prozent der E-Busse sowie E-Zweiräder waren auf den Straßen der Volksrepublik unterwegs.  

Politische Entscheidungen und Kostensenkungen waren Haupttreiber

Zu dem Wachstum hätten weitgehend politische Entscheidungen beigetragen, so die IEA. Haupttreiber waren demnach öffentliche Beschaffungsprogramme, die Generierung finanzieller Anreize, Verschärfungen von Normen für Kraftstoffeinsparungen sowie Vorschriften für die Emissionen von Schadstoffen. Eine große Rolle haben außerdem auch die Fortschritte bei der Verbesserung der Leistung und Senkung der Kosten von Lithium-Ionen-Batterien gespielt.

„Der Bericht belegt erneut: Die Musik spielt in China“, urteilt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. „Wenn die Bundesregierung bei der E-Mobilität weiter so schlurft, verlieren wir auch noch vollends den Anschluss an die Schrittmacher“. Union und SPD würden damit die Zukunft des größten Industriezweigs in Deutschland und Hunderttausende Arbeitsplätze riskieren, so Hofreiter weiter. „Wir brauchen in Deutschland endlich echte Kaufanreize für E-Autos und ein flächendeckendes, kostengünstiges und bedienungsfreundliches Ladenetz.“ jk


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