Zur Kampagne

North Dakota: Fracking versalzt Landschaft

In North Dakota sind drei Millionen Gallonen Fracking-Abwasser aus einem Leck in einem Rohrsystem ausgelaufen. Angrenzende Flüsse wie der Yellowstone River und der Missouri River sind gefährdet. Das Gebiet soll „zehnmal so salzig wie das Meer“ sein.

27.01.2015 – In North Dakota sind drei Millionen Gallonen Sole aus einer undichten Pipeline ausgelaufen. Wie EcoWatch berichtet, soll es nach Angaben offizieller Stellen der folgenschwerste Unfall seit Beginn des Fracking-Booms in den USA sein. Die salzige Flüssigkeit ist auch als „Fracking-Abwasser“ bekannt. Eine Gefährdung  der menschlichen Gesundheit soll nicht bestehen, doch man geht von schweren Schäden für die Umwelt aus. So erklärte Geochemiker Avner Vengosh gegenüber dem Medium Marketplace, die Umgebung um den Unfall sei nun zehnmal so salzig wie das Meer. Dadurch seien das Leben in den nahen Flüssen und die Bäume gefährdet. Zudem enthalte die Sole Ammonium und radioaktive Elemente.

In North Dakota werden große Mengen Schiefergas mittels Fracking gefördert. 2004 erlebte North Dakota seine Fracking-Premiere, heute gibt es etwa 8.000 Bohrlöcher. In 20 Jahren könnten es bis zu 50.000 sein, so eine Schätzung. Besonders bedeutend ist die Ausbeutung des Bakken-Schieferfeldes, das den Bundesstaat an der Grenze zu Kanada zum zweitgrößten Öl-Bundesstaat der USA machte.

Hydraulic Fracturing, auch kurz Fracking genannt, wird von dem englischen Wort to fracture („aufbrechen“, „aufreißen“) abgeleitet. Es ist eine Methode zur Erzeugung, Weitung und Stabilisierung von Rissen im Gestein einer Lagerstätte im tiefen Untergrund, mit dem Ziel, die Durchlässigkeit der Lagerstättengesteine zu erhöhen. Dadurch sollen darin befindliche Gase oder Flüssigkeiten leichter und beständiger zur Bohrung fließen und so gewonnen werden. rr

Kommentare

Sabine am 27.01.2015

+410 Gut Antworten

Na herzlichen Glückwunsch. Und warum nochmal genau soll diese Technologie so revolutionär, toll, fortschrittlich und was weiß ich alles sein???

Andi am 28.01.2015

+375 Gut Antworten

Mich wundert immer wieder welch ein Risiko eingeganen wird, nur um noch die letzten Reste an Brennstoffen etc. aus der Erde zu quetschen, statt für das selbe Geld in nachhaltige Energien zu investieren. Die Menschliche Dummheit scheint grenzenlos und durchdringt mittlerweile sogar dichtestes Gestein. Na denn gute Nacht

Neue Antwort auf Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

max 2.000 Zeichen