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Bündnis empfiehlt G20-Staaten eine CO2-Bepreisung

Vom 15. bis zum 16. November tagten die G20-Staaten im Jahr 2014 in Brisbane, Australien. Kurz vor dem diesjährigen G20-Gipfel in China haben sich das MCC, Germanwatch sowie der BDI gemeinsam für einen Beschluss von CO2-Preisen ausgesprochen. (Foto: <a
Vom 15. bis zum 16. November tagten die G20-Staaten im Jahr 2014 in Brisbane, Australien. Kurz vor dem diesjährigen G20-Gipfel in China haben sich das MCC, Germanwatch sowie der BDI gemeinsam für einen Beschluss von CO2-Preisen ausgesprochen. (Foto: DoC / GovernmentZA, CC BY-ND 2.0)

Kurz vor dem G20-Gipfel in China und der deutschen G20-Präsidentschaft sprechen sich das MCC, Germanwatch sowie der BDI für einen Beschluss von CO2-Preisen aus. Das ungewöhnliche Bündnis sieht dadurch eine große Chance für den globalen Klimaschutz.

03.09.2016 – Es ist eine ungewöhnliche Allianz, die sich aus einem Wirtschaftsverband, einer Forschungseinrichtung sowie einer Umweltorganisation gebildet hat. Doch alle drei fordern die G20-Staaten gemeinsam dazu auf, bei dem an diesem Wochenende in der chinesischen Stadt Hangzhou stattfindenden G20-Gipfel eine Bepreisung von CO2 zu beschließen. Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) sieht zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie der Umweltorganisation Germanwatch die Chance, den globalen Klimaschutz mit einer Initiative für ein starkes Preissignal für CO2 voranzutreiben.

„Wir hoffen, dass es der Bundesregierung gelingt, die Einführung – und auf mittlere bis längere Frist die schrittweise Anhebung – von abgestimmten CO2-Preisen in der G20 auf die Agenda zu setzen“, so Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. „Mit einem international abgestimmten Preissignal können Wettbewerbsverzerrungen zwischen den größten Wettbewerbern verhindert werden“, sagt Lösch weiter. Wenn das Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung dabei aber von einer „schrittweisen Anhebung“ und „abgestimmten CO2-Preisen“ sowie von der Verhinderung von Wettbewerbsverzerrungen spricht, wird deutlich, dass der BDI sich wohl eher aus Sorge um die deutsche Wirtschaft als aus ökologischen Interessen an der Allianz beteiligt.

G20-Staaten verursachen 75 Prozent der globalen CO2-Emissionen

„Deutschland und die anderen großen Volkswirtschaften würden mit wirksamen und allmählich steigenden Preisen an Verbraucher und Investoren ein klares Signal senden, dass sie die Pariser Klimaschutzziele wirkungsvoll umsetzen wollen“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. Er gibt allerdings auch zu, dass die drei Mitglieder des Bündnisses bei der entsprechend notwendigen Klimapolitik nicht immer einer Meinung seien. Da die G20-Staaten zusammen für rund dreiviertel der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, wäre ein Beschluss wie er von der Allianz gefordert wird für die Umsetzung der ambitionierten Paris-Ziele äußerst wichtig. jk

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