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Australien erreicht traurigen Emissionsrekord

Eine Kreuzung in Melbourne. Durch fehlende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur ist der CO2-Ausstoß im Transportsektor zuletzt immer weiter angestiegen. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/kreuzung-melbourne-cbd-verkehr-2262239/" target="_blank">doctor-a / pixabay.com</a>, CC0 Creative Commons)
Eine Kreuzung in Melbourne. Durch fehlende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur ist der CO2-Ausstoß im Transportsektor zuletzt immer weiter angestiegen. (Foto: doctor-a / pixabay.com, CC0 Creative Commons)

In Australien sind die Treibhausgasemissionen durch den Energieverbrauch derzeit höher als je zuvor. Schuld daran sei vor allem der immer weiter gestiegene CO2-Ausstoß im Transportsektor durch fehlende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur.

11.10.2017 – In Australien werden durch den Energieverbrauch zurzeit so viele Treibhausgasemissionen ausgestoßen, wie nie zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt der Think Tank The Australia Institute in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Die CO2-Emissionen sind damit nicht nur über den bisherigen Spitzenwert im Jahr 2009 geklettert, sondern übersteigen sogar den Ausstoß von Treibhausgasen aus dem Jahr 1990. Doch während in der politischen Diskussion meist die Stromerzeugung als der Haupttreiber australischer Emissionen angesehen wird, deutet die nun veröffentlichte Analyse auf einen ganz anderen Hauptverursacher hin.

Das Land habe versäumt, Investitionen in effiziente Verkehrsinfrastruktur wie etwa den Schienenverkehr zu tätigen, so der Autor und renommierte Energiespezialist Hugh Saddle. Das habe dazu geführt, dass die Emissionen aus Dieselkraftstoffen in den letzten Jahren wieder kräftig angestiegen sind. Trotz eines zuletzt sinkenden CO2-Ausstoßes im Elektrizitätssektor führe dies wahrscheinlich dazu, dass Australien seine internationalen Klimaverpflichtungen nicht erfüllen könne.

So sind die insgesamt ausgestoßenen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2014 zunächst um etwa zwei Prozent gegenüber 2011 abgesunken. Von da an stiegen sie jedoch unaufhörlich an und erreichten nun in diesem Jahr ihren neuen Höchstwert. Während dabei die Emissionen aus der Stromerzeugung um knapp acht Prozent abgesunken sind, stiegen die von Gaskraftwerken um über vier Prozent an. Der CO2-Ausstoß von auf Erdöl basierenden Brennstoffen stieg hingegen stetig und lag nun in diesem Jahr rund sieben Prozent über dem Wert von 2011. jk


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