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Sorge um GasversorgungEffizienzreserve aktivieren statt fossile Importabhängigkeit erhöhen

Schneebedeckte Rohre im Schnee
Die Sorge um die Energieversorgung für den nächsten Winter wächst, Deutschland ist noch abhängig von Gaslieferungen. (Foto: Getty Images Für Unsplash+ on Unsplash)

Deutschland steht erneut vor der Entscheidung, wie die Erdgasspeicher für den nächsten Winter gesichert werden. Der Speicherverband INES schlägt eine strategische Gasreserve in einer Größenordnung von 78 TWh vor, die DENEFF ein Effizienz-Sofortpaket.

31.03.2026 –Das Problem einer ausreichenden Energieversorgung mit Gas wird Europa nicht so schnell los. Die deutsche Regierung steht erneut vor der Aufgabe, Deutschlands Erdgasspeicher für den kommenden Winter zu sichern. Der Speicherverband INES hat eine strategische Gasreserve in einer Größenordnung von rund 78 TWh ins Gespräch gebracht, die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) hält dagegen und schlägt einen weiteren, dauerhaft günstigeren und wirksamen Ansatz vor: Die Aktivierung einer „strategischen Effizienzreserve“.

Ein breites Bündel bereits einfacher Effizienzmaßnahmen könnte den Energieverbrauch in Deutschland in ähnlicher Größenordnung pro Jahr senken. Umso fataler ist aus Sicht der DENEFF, dass ausgerechnet parallel zur aktuellen Energiekrise zentrale Energiesparpolitiken wie das Gebäudeenergiegesetz oder das Energieeffizienzgesetz zur Disposition zu stehen scheinen. Eine Abschwächung dieser Instrumente wäre das falsche Signal zur falschen Zeit.

Heimische Wertschöpfung statt Energieimporte

Eine physische Gasreserve von 78 TWh würde Schätzungen zufolge zwei bis vier Milliarden Euro zusätzliche kosten. „Wir sollten nicht immer weiter Milliarden für den Import fossiler Energie aus dem Ausland binden, um damit Löcher in einem ineffizienten System zu stopfen“, sagt Christian Noll, Geschäftsführer der DENEFF.

Durch eine konsequente Effizienz-Offensive würde das Kapital weg von Energieimporten in die heimische Wertschöpfung gelenkt: in Handwerk, Ingenieursdienstleistungen und Technologien und Produkte "Made in Germany and Europe". Das entlastet Verbraucherinnen und Verbraucher und Bundeshaushalt dauerhaft und macht Unternehmen resilient gegenüber künftigen Preisschocks.

Bereits im März 2022 legte die Initiative ein umfassendes Diskussionspapier für ein Historisches Energiesparpaketvor. „Wir zahlen jetzt die Rechnung für die politischen Versäumnisse der letzten Jahre.

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Schnell umsetzbare Maßnahmen

Die DENEFF schätzt eine dauerhafte jährliche Entlastungaus einfachen, schnell umsetzbaren Maßnahmenin derselben Größenordnung,wie dieder diskutierten Gasreserve. Etwa ein Drittel dieser Einsparungen ließe sich bereits innerhalb der ersten 12 Monate realisieren, die volle Wirkung nach spätestens zwei bis drei Jahren.  

  • Gebäude: Heizungssteuerung und -optimierung oder andere schnell umsetzbare Maßnahmen für effizientere Gebäudetechnik und Gebäudehüllen könnten bis zu 10 TWh bereits im ersten Jahr einsparen. 
  • Industrie: Effizientere Nutzung von Wärme und Strom (z.B. bei Druckluft, Prozesswärme, Abwärme und Antriebstechnik) aus vorliegenden Audits könnte die Resilienz ebenfalls bereits im ersten Jahr ebenfalls um bis zu 10 TWh steigern.
  • Verkehr: Weitere einfache Maßnahmen im Verkehrssektor könnten das Paket ergänzen und zusätzlich die Abhängigkeit von Ölimporten reduzieren.

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Damit diese Potenziale schnell realisiert werden, schlägt die DENEFF vor, vor allem bestehende Effizienzanforderungen konsequent umzusetzen und gerade jetzt nicht aufzuweichen; Förderprogramme zu vereinfachen sowie Energiedienstleister und Contracting-Modelle, die die Umsetzung beschleunigen können, endlich bei Förderung und Vorgaben mit der Eigenumsetzung gleichzustellen.

Die möglichen Maßnahmen können dabei aus einem breiten Fundus an schnell umsetzbaren Maßnahmen schöpfen. Im Rahmen der Konsultation zum Kraftwerkssicherheitsgesetz hatte die DENEFF 2024 noch höhere Einsparpotenziale (damals weit über 100 TWh mit Fokus auf den Kraftwerkspark) dargestellt.
Fazit: Effizienz ist nationale Sicherheit 
„Energieeffizienz ist nationale Sicherheit“, erklärt Noll weiter. „Gerade deshalb wäre es ein gefährliches Signal, bestehende Effizienzregeln jetzt zu schwächen. Wer über strategische Gasreserven diskutiert und gleichzeitig Effizienzgesetze aufweicht, spielt mit der Versorgungssicherheit.“

Kommentare

Stefan Wehmeier vor 4 Tagen

2001: Odyssee im Weltraum, Vorwort: "Es handelt sich nur um einen Roman. Die Wahrheit wird – wie stets – weit erstaunlicher sein." Kapitel 47: "Vor ihm schwebte – wie ein glitzerndes Spielzeug, dem kein Sternenkind widerstehen konnte – die Erde mit ihren Bewohnern. Er war rechtzeitig zurückgekehrt. Unten auf dem überfüllten Globus zuckten Radarsignale über die Bildschirme, die Riesenteleskope suchten den Himmel ab – und die »Weltgeschichte«, wie die Menschheit sie kannte, näherte sich ihrem Ende. Tausende Kilometer unter ihm ballte sich eine todbringende Ladung zusammen und begann träge, ihre Bahn zu durchlaufen. Er nahm sie deutlich wahr und wusste, dass ihre schwachen Energien ihm nicht gefährlich werden konnten. Doch er bevorzugte einen klaren Himmel. Durch die Kraft seines Willens entfesselte er eine lautlose Explosion der kreisenden Megatonnen, und eine kurze trügerische Dämmerung fiel über die schlafende Erdkugel. Dann hing er unschlüssig seinen Gedanken nach und grübelte über seine noch unerprobte Macht. Obwohl zum Herrn der Welt geworden, war er sich nicht im Klaren darüber, was er jetzt unternehmen sollte. Doch eines stand fest: Er würde auch den nächsten Schritt tun."

 

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