Agentur für Erneuerbare Energien: Energiesicherheit ist Sicherheitspolitik

Zentrale Energiesysteme, die auf fossilen Brennstoffen basieren, sind verwundbar – das zeigt die aktuelle geopolitische Lage. Eine Publikation der AEE verdeutlicht, wie Erneuerbare Energien und kommunale Partnerschaften unsere Demokratie schützen.
08.05.2026 – Kriege, Konflikte, Energiekrise und gezielte Angriffe auf kritische Energieinfrastrukturen – die aktuelle geopolitische Lage führt uns einmal mehr unsere Abhängigkeit von fossilen Energieimporten vor Augen und zeigt:Erneuerbare Energien sind weit mehr als Klimaschutz-Instrumente – sie sind die Basis für eine krisenfeste und unabhängige Energieversorgung.
Ihr Ausbau und die Stärkung internationaler Partnerschaften zwischen Kommunen wirken als Schutzschild unserer Demokratie, heißt es im neuen Renews-Paper der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) „Die Rolle internationaler Partnerschaften bei der Stärkung der Energiesicherheit in Zeiten von Krisen“. Ein diversifizierter, kleinteiliger Erzeugermix erhöht die Resilienz gegenüber physischen Sabotagen sowie geopolitischen Erpressungsversuchen und führt somit zur Unabhängigkeit von nicht-demokratischen Regimen – statt deren Kriegskassen zu füllen.
Energiewende über Grenzen
Entstanden ist die Publikation im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts Energiewende Partnerstadt. Seit zwei Jahren begleitet die AEE die Städtepartnerschaften aus Deutschland, der Ukraine, Bosnien-Herzegowina und der Republik Moldau – Stuttgart/Bălți, Greifswald/Goražde, Düsseldorf/Czernowitz und Hoyerswerda/Novovolynsk – auf ihren Pfaden der Energiewende. „Über das Wissen um Erneuerbare Energien, Systemtransformation und Akzeptanzarbeit sind die acht Kommunen zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen“, sagt AEE-Geschäftsführer Robert Brandt. Eine Gemeinschaft, die besonders auch in Krisenzeiten unbürokratischen, agilen Wissensaustausch ermögliche.
Voneinander lernen und profitieren
Das Arbeitspapier lebt von wertvollen Erfahrungen aus Kommunen, die bereits heute unter extremen Bedingungen ihre Resilienz unter Beweis stellen müssen oder dies in der Vergangenheit mussten. Der schnelle internationale Wissenstransfer soll als „Beschleuniger“ fungieren, bei dem Kommunen von den bereits gemachten Erfahrungen anderer lernen, ohne jeden Prozess mühsam selbst durchleben zu müssen.
Die Publikation mahnt, die Adaptionsgeschwindigkeit zugunsten sofortiger Handlungsfähigkeit zu erhöhen. Dies stärke auch das Vertrauen der Bürger in die Fähigkeit ihrer Politiker und somit die soziale Resilienz. Die neue Sicherheitsarchitektur ist ein Dreiklang aus dezentralen, unabhängigen Erneuerbaren Energien, internationalen Städtepartnerschaften und Agilität, heißt es im Papier.






















































