Menü öffnen

Frankreich soll mehr Energiewende wagen

Frankreich hätte viel Sonne, Wind und viel freies Land für Solaranlagen und Windkraftanlagen. (Bild: © Solon / Adsoba)
Frankreich hätte viel Sonne, Wind und viel freies Land für Solaranlagen und Windkraftanlagen. (Bild: © Solon / Adsoba)

Die französische Regierung will ein Gesetz für mehr Energiewende auf den Weg bringen. Dazu gehörten laut Umweltministerium vor allem die Senkung von Energie-Importen und eine Begrenzung für Atomstrom sowie die Förderung der Erneuerbaren Energien.

20.06.2014 – Es klingt erstmal gut: Der Energieverbrauch soll im Hexagon bis 2050 um 50 Prozent gesenkt werden – dazu will die Umweltministerin Ségolène Royal ein umfassendes Maßnahmenpaket durchsetzen, das den Energieverbrauch im Land senken und gleichzeitig Erneuerbare Energien fördern soll.

Dazu stellte Royal am vergangenen Mittwoch im Kabinett einen Entwurf für ein Energiewende-Gesetz vor, mit dem der Klimawandel bekämpft und die Abhängigkeit von Atomkraft und Energie-Importen gesenkt werden soll. Im Maßnahmenpaket finden sich etwa Steuererleichterungen für energetische Sanierungen, die in der Folge zu großen Energieeinsparungen führen sollen, eine ganze Menge neuer Ladestationen für Elektroautos, sowie eine Obergrenze für die Produktion von Atomstrom. Das klingt alles recht bescheiden und eine Begrenzung von Atomstrom würde zudem einen viel schnelleren Ausbau Erneuerbarer Energien voraussetzen.

Wie aber sehen die realen Zahlen aus? Laut einer Statistik der nationalen Energie- und Klimaschutzbehörde DGEC (Direction Générale de l’Energie et du Climat) betrug die französische Stromproduktion im Jahr 2013 insgesamt 545 Terawattstunden (TWh) – davon stammten 96 TWh aus Erneuerbaren Energien – das sind 17,64 Prozent der gesamten Stromproduktion des Landes.

74,11 Prozent der französischen Stromproduktion stammen immer noch aus Atomkraft – bei 58 Atomkraftwerken im Hexagon keine Überraschung – und 8,26 Prozent aus fossilen Kraftwerken. Bei den erneuerbaren Energiequellen stammen 69,5 TWh aus Wasserkraft, 15,8 TWh aus Windkraft und bescheidene 4,6 TWh aus Photovoltaik. na


Mehr zum Thema


Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

(wird nicht veröffentlicht)
max 2.000 Zeichen


energiezukunft