Menü öffnen

Grün, grüner, Costa Rica

Schule in Costa Rica. (Bild: © Dieter Schütz/ pixelio.de)
Schule in Costa Rica. (Bild: © Dieter Schütz/ pixelio.de)

Costa Rica ist in Sachen Umweltschutz Vorbild für viele Länder. Nicht nur wegen des Ökotourismus, auch die Stromversorgung war in den ersten 75 Tagen des Jahres zu 100 Prozent grün. Doch neue Staudämme sind umstritten, deswegen sind Alternativen wichtig.

21.03.2015 – Costa Rica hat Regenwälder, ein hohe Artenvielfalt, und erzielt hohe Einnahmen mit umweltfreundlichem Ökotourismus. Das kleine Land ist nicht nur im ökonomisch-sozial angeschlagenen Lateinamerika Vorbild, sondern weltweit. Kaum ein Staat dieser Erde wirtschaftet so ökologisch. Auch die Stromversorgung soll grün werden.  

Die ersten 75 Tage dieses Jahres hat Costa Rica seinen Strombedarf vollständig aus regenerativen Energiequellen wie Wasserkraft und Geothermie gedeckt. Wie der staatliche Stromversorger Instituto Costarricense de Electricidad (ICE) mitteilte, sei es bislang in diesem Jahr noch nicht notwendig gewesen, fossile Energiequellen zur Stromerzeugung einzusetzen.

Das Rückgrat der Stromversorgung bildet die Wasserkraft. Die größte Rolle spielen die vier Talsperren Arenal, Cachí, La Angostura und Pirrís. Aufgrund starker Regenfälle in den ersten Wochen des Jahres sind diese gut gefüllt. Hinzu kommen weitere, kleinere Wasserkraftwerke sowie geothermische Anlagen, Windparks, Solar- und Bioenergieanlagen. Da die Wasserreserven und die aktuelle Ausgangslage so gut seien, gehe man davon aus, dass man die Strompreise für die Konsumenten um bis zu 15 Prozent senken könne, erklärte ICE.

Im Gegensatz zu vielen anderen lateinamerikanischen Ländern werden in Costa Rica 99,4 Prozent aller Haushalte mit Strom versorgt. Lediglich Uruguay erreicht im hispanoamerikanischen Raum höhere Werte der Versorgungssicherheit. Einer Studie des WWFs von 2014 zufolge ist Costa Rica in Sachen Energiewende das engagierteste Land Lateinamerikas, auch, weil es sich nicht alleine auf die Wasserkraft verlässt, sondern in eine Diversifizierung seiner grünen Erzeugungstechnologien investiert.

Alternativen zu Staudämmen sind auch sehr wichtig, denn gegen den Bau weiterer Talsperren gibt es Proteste. Besonders umstritten: Das von ICE geplante Staudamm-Projekt El Diquis, für das knapp 7000 Hektar Regenwald im Terraba-Tal überflutet werden muss – Heimatland der Teribe. Das indigene Volk kämpft seit Jahren erbittert gegen seine Zwangsumsiedlung. rr


Mehr zum Thema


Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Brigitte 23.03.2015, 03:39:30

+102 Gut Antworten

Und wieso ist Strom in CR soooooo sau teuer wie in vielen Ländern dieser Welt nicjt? Monopol!!


Neuen Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

(wird nicht veröffentlicht)
max 2.000 Zeichen



energiezukunft