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IEA prognostiziert Energiemix 2040

Die großen Städte der Erde verbrauchen nachts so viel Licht, dass sie bis ins Weltall leuchten. (Bild: NASA/ Wikimedia Commons)

Der Energiehunger der Menschen steigt rasant. Die Internationale Energieagentur zeigt in Zahlen wie der Energiemix 2040 aussehen könnte. Erneuerbare Energien machen dabei ein Fünftel aller Energie aus. Studien zufolge wäre allerdings mehr möglich.

14.11.2014 – Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur IEA wird der weltweite Bedarf an Primärenergie bis 2040 um 37 Prozent steigen. Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum werden die Energiesysteme und damit nicht zuletzt den Planeten und das Klima noch stärker unter Druck setzen. Energieeffizienz wird eine zentrale Rolle spielen, um den globalen Energiehunger und damit den Stress für die Umwelt zu senken.

Der Anteil regenerativer Energien an der weltweit verbrauchten Primärenergie wird laut IEA bis zum Jahr 2040 knapp ein Fünftel betragen. Demnach würden die Erneuerbaren, die im Jahr 2012 rund 13 Prozent des Verbrauchs stellten, bis dahin 19 Prozent des Mixes ausmachen. Die IEA geht davon aus, dass Kohle, Gas, Öl und Atomkraft weiterhin eine große Rolle in der Energieversorgung spielen werden. Laut ihrem „World Energy Outlook 2014“ werden die installierten Kapazitäten an Kernkraft bis 2040 um 60 Prozent steigen, und zwar fast ausschließlich in den Ländern Indien, China, Russland und Korea. Die Nachfrage nach Gas wird bis 2040 um über 50 Prozent zunehmen. Der Kohleverbrauch steigt um 15 Prozent, mit besonders hohen Steigerungsraten in China und Indien. Der Verbrauch an Erdöl wird laut IEA auf 104 Millionen Barrel pro Tag klettern.

Was der „World Energy Outlook 2014“ der IEA außer Acht lässt, ist die Tatsache, dass zumindest eine Stromversorgung zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien möglich ist. Zahlreiche Studien sind zu diesem Schluss gekommen. Wissenschaftler der Universität von Delaware und des Delaware Technical College etwa haben festgestellt, dass die 100-Prozent-Versorgung in den USA bereits bis 2030 machbar wäre. Das grüne System soll den Forschern zufolge zu vergleichbaren Kosten Strom herstellen können wie der heutige US-Kraftwerkspark. Es besteht aus einem Mix aus Wind- und Solarkraft, Brennstoffzellen und Stromspeichern auf Wasserstoffbasis. Auch in Deutschland wäre eine Vollversorgung aus reinem Ökostrom möglich, wie unter anderem eine Studie des Umweltbundesamtes aufzeigt. rr


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Kommentare

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Martin Widmer 22.09.2016, 12:44:14

+201 Gut Antworten

Die Amerikanische Studie beweist das genaue Gegenteil: "[...] we add in pollution's external costs to third parties...[...]". D.h. die Studie addiert zu den aktuellen Kosten der fossilen Energieerzeugung einen beliebigen Phantasiebetrag für die externen Kosten der verursachten Umweltverschmutzung. Dieser kann je nach Annahmen und Studie beliebig hoch gewählt werden was dieser Studie automatisch zu einer 100% möglichen Abdeckung des Verbrauchs zu "heutigen Kosten" verhilft. Die "heutigen Kosten" sind aber ein vielfaches davon, was wir heute für den Strom bezahlen. Schon wieder verarscht.. gell?


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