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Photovoltaik-Branche in Frankreich warnt die Politik

Die vor 2012 installierten Solaranlagen rentieren sich noch – schade, dass die solare Erfolgsgeschichte jetzt erstmal gestoppt wird. (Foto: © Adsoba)
Die vor 2012 installierten Solaranlagen rentieren sich noch – schade, dass die solare Erfolgsgeschichte jetzt erstmal gestoppt wird. (Foto: © Adsoba)

Nachdem die Nachfrage nach Photovotaikanlagen in Frankreich im zweiten Quartal drastisch zurückgegangen ist, fordert die Solarbranche nun ein zügiges Handeln. Die Regierung in Paris müsse die Reform der Einspeisevergütung schneller vorantreiben.

29.07.2014 – Der Entwurf zur Änderung der Energiegesetzgebung in Frankreich wurde vor über einem Monat von der Energieministerin Ségolène Royal eingebracht, das Ergebnis der Beratungen von Seiten der Regierung steht noch aus. Französische Solarunternehmen mit dem Branchenverbrand Enerplan warnen vor einem kompletten Einbruch der Solarindustrie wenn nicht schnell ein Ergebnis vorliege, um weiter planen zu können. Es sei wichtig, dass die Einspeisevergütung noch in diesem Jahr reformiert und wieder Planungssicherheit hergestellt werde. Die französischen Photovoltaikunternehmen könnten mit den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht mehr arbeiten, warnt der Verband.

Trotz des Markteinbruchs hat die CRE die Einspeisetarife für die Monate Juli, August und September bereits gesenkt. Für die gebäudeintegrierten Anlagen mit einer Leistung bis neun Kilowatt sinkt die Vergütung um zwei Prozent auf 27,37 Cent pro Kilowattstunde, für mittelgroße Aufdachanlagen mit einer Leistung bis 100 Kilowatt um 1,5 Prozent auf 13,24 Cent pro Kilowattstunde.

Anders als in Deutschland, wo Hunderttausende kleine Anlagen bis 10 kWp auf Dächern installiert sind, weisen im Hexagon rund 75 Prozent der Photovoltaikanlagen eine Kapazität von 36 kWp bis 250 kWp aus. Damit kam Frankreich rasch auf heute 4,6 Gigawatt landesweit installierte Solarleistung. Nach den bereits im Jahr 2012 verordneten Kürzungen der Einspeisetarife kam dieser Ausbau dann aber genauso schnell ins Stocken. Der Ausbau von Freiflächen-Anlagen war stark rückläufig und kommt nun quasi zum Erliegen. Diese Anlagen erhalten künftig nur noch 7 Cent pro kWh, ältere Anlagen die vor 2012 installiert wurden erhalten im Vergleich noch auf 20 Jahre 30 Cent pro kWh.

Laut Zahlen der französischen Energieregulierungsbehörde CRE wurden im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 83 Prozent weniger Dachanlagen mit einer Leistung bis 100 Kilowatt neu installiert. Auch bei den kleinen gebäudeintegrierten PV-Anlagen war der Rückgang mit 40 Prozent weniger Installationen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum recht deutlich. na


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