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Tschernobyl-Schutzhülle: Fertigstellung noch nicht gesichert

Der neue 108 Meter hohe, 162 Meter lange und 257 Meter breite Betonschirm ist dringend notwendig. Die alte Schutzhülle ist stark einsturzgefährdet. (Foto: Carl Montgomery, wikimedia.commons, CC BY 2.0)
Der neue 108 Meter hohe, 162 Meter lange und 257 Meter breite Betonschirm ist dringend notwendig. Die alte Schutzhülle ist stark einsturzgefährdet. (Foto: Carl Montgomery, wikimedia.commons, CC BY 2.0)

Der 1986 zerstörte Atomreaktor in Tschernobyl benötigt dringend eine neue Schutzhülle. Der Bau soll 2015 abgeschlossen sein, doch dem halbfertigen Beton-Sarkophag geht das Geld aus. Deutschland muss während seiner G7-Präsidentschaft schnell handeln.

17.10.2014 – Die alte Schutzhülle bröckelt, ist einsturzgefährdet und muss schnellstens erneuert werden. Doch die Bauarbeiten an dem neuen Sarkophag könnten Ende 2014 stoppen, dann ist das Geld alle. Die dann nur halbfertige Schutzhülle würde neue Kosten verursachen und zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden. Der 1997 von den G7, den westlichen Industrienationen, aufgesetzte Fonds für die Errichtung des riesigen Beton-Sarkophags reicht nicht aus. Es fehlen 615 Millionen Euro um das Projekt zu Ende zu bringen.

Nun will die Bundesregierung unter der derzeitigen deutschen G7-Präsidentschaft Bewegung in die Sache bringen. Denn über die dringende Notwendigkeit des 108 Meter hohen, 162 Meter langen und 257 Meter breiten Betonschirms besteht kein Zweifel. Zugleich ist die Hülle die Voraussetzung um die gesamte Region endlich in einen ökologisch sicheren Zustand zu bringen.

Deutschland gibt 80 Millionen

„Deutschland ist der nuklearen Sicherheit verpflichtet. Wir werden daher einen substantiellen nationalen Beitrag aufbringen und unsere Partner überzeugen, Gleiches zu tun“, erklärte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Nachdem die G7-Arbeitsgruppe für Nuklearfragen (Nuclear Safety and Security Group, NSSG) einen Kriterienkatalog als Vorbereitung für weitere Zahlungen erarbeitet hat, wird nun das Verhandlungsgeschick der deutschen G7-Präsidentschaft gefragt sein.

Mithilfe der Arbeit der NSSG sei es nun den G7-Partnern und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) möglich, Zahlungen vorzubereiten, hieß es aus dem Bundesumweltministerium. Insbesondere sei nun durch vertragliche Risikoverteilungen ausgeschlossen, dass substantielle finanzielle Nachschüsse für die Schutzhülle erforderlich werden.

Deutschland hat sich bislang mit 80 Millionen Euro an der 42.000 Quadratmeter großen neuen Schutzhülle über den havarierten Kernreaktor Tschernobyl im Norden der Ukraine beteiligt. cw


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