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Umweltverbände fordern stärkere EU-Kreislaufwirtschaft

Die deutschen Umweltverbände DUH, NABU, BUND und DNR fordern von Umweltministerin Hendricks, sich im EU-Rat für eine ambitioniertere Kreislaufwirtschaft einzusetzen. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/m%C3%BCll-container-papierkorb-abf%C3%A4lle-9331
Die deutschen Umweltverbände DUH, NABU, BUND und DNR fordern von Umweltministerin Hendricks, sich im EU-Rat für eine ambitioniertere Kreislaufwirtschaft einzusetzen. (Foto: tookapic / pixabay.com, CC0 Public Domain)

Mehrere Umweltorganisationen fordern von Umweltministerin Hendricks einen resoluten Einsatz im EU-Rat für eine ambitionierte Kreislaufwirtschaft. Zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung und zum Ressourcenschutz seien verbindliche Regelungen nötig.

21.04.2017 – Zurzeit werden in Europa die Richtlinien der Abfall- und Kreislaufwirtschaft überarbeitet. Mehrere deutsche Umweltverbände nehmen das zum Anlass, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in einem offenen Brief dazu aufzufordern, sich im Europäischen Rat für eine ambitionierte Kreislaufwirtschaft einzusetzen. Dabei soll sie neben verbindlichen Regelungen zur Abfallvermeidung auch einen stärkeren Schutz der Ressourcen sowie eine verbesserte Wiederverwendung vertreten.

Bereits im März hatte das EU-Parlament einige Änderungsvorschläge zum Entwurf des Kreislaufwirtschaftspakets der Europäischen Kommission eingebracht. Obwohl das Konzept aus Sicht der deutschen Umweltverbände sowieso bereits stark verbesserungswürdig sei, zeichne sich im Europäischen Rat nun auch noch eine Position für die weitere Aufweichung des Entwurfs ab. Daher ist jetzt auch eine Stellungnahme der deutschen Umweltministerin gefragt, die sich nun für eine Stärkung der europäischen Kreislaufwirtschaft einsetzen kann.

Verbindliche Ziele für Abfallvermeidung nötig

Dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) ist neben einem Fortschritt beim Recycling vor allem eine Verbesserung der Abfallvermeidung wichtig. Demnach sollen in der EU verbindliche Vermeidungsziele für unterschiedliche Abfälle eingeführt werden, was im Entwurf der Kommission bisher nicht vorgesehen war. Der NABU fordert daher, dass bis 2030 nur noch 100 Kilo Restabfälle sowie maximal 90 Kilo Verpackungsabfälle pro Kopf und Jahr anfallen dürfen. „Zum Vergleich: In Deutschland fielen 2014 ca. 175 Kilo Restmüll pro Kopf und Jahr an“, teilt der NABU mit.

Die Einführung von Mehrwegsystemen wird im Kreislaufwirtschaftspaket der EU ebenfalls noch nicht berücksichtigt. Die deutschen Umweltverbände fordern daher, dass für unterschiedliche Branchen jeweils separate Quoten zur Wiederverwendung festgelegt werden müssen. Neben dem Getränkebereich sollen dabei auch die Transport-, Verkaufs-, Textil- und Elektrogerätebranche berücksichtigt werden.

Lebensmittelabfälle immer noch zu hoch

Da immer noch große Mengen an Lebensmitteln im Müll landen, fordern die Umweltorganisationen ab 2030 eine verbindliche Reduzierung der Abfälle um 50 Prozent. Dadurch ließen sich die Überproduktion sowie auch der verschwenderische Umgang mit Nahrungsmitteln eindämmen.

Außerdem sollten recyclingfähige Abfälle ab dem Jahr 2025 nicht mehr deponiert oder verbrannt werden. Dafür müsse die EU zum Beispiel ein Verbot für die Verbrennung unsortierter Abfälle verhängen, da ansonsten durch den Bau von Verbrennungsanlagen die Kreislaufwirtschaft für Jahrzehnte geschwächt wird. Eine Auflistung weiterer Forderungen der Umweltverbände DUH, NABU, BUND und DNR sind in dem offenen Brief an Umweltministerin Hendricks zusammengefasst. jk


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