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USA setzen auf Solarenergie

Auch US-Präsident Barack Obama und sein Vize Joe Biden interessieren sich für Solarenergie. Hier besichtigen sie die Solaranlage auf dem Gebäude des Denver Museum of Nature and Science in Denver, Colorado (Foto: The White House)
Auch US-Präsident Barack Obama und sein Vize Joe Biden interessieren sich für Solarenergie. Hier besichtigen sie die Solaranlage auf dem Gebäude des Denver Museum of Nature and Science in Denver, Colorado (Foto: The White House)

Die USA entdecken das gewaltige Potenzial der Sonnenkraft, immer mehr Bundesstaaten fördern den Bau neuer Solarstromanlagen. In den letzten vier Jahren wuchs die installierte Leistung um 418 Prozent. Die Amerikaner haben aber noch viel aufzuholen.

02.05.2014 – Der Solarsektor in den USA befindet sich seit zwei Jahren in einem regelrechten Rausch. Zunehmend erkennen auch Regierungen und Parlamente das Potenzial der immer günstiger werdenden, klimafreundlichen Technologie. Nun hat der US-Bundesstaat New York angekündigt den Ausbau der Solarenergie mit einer Milliarde US-Dollar zu fördern. Die NY-Sun Initiative soll Investoren aus der ganzen Welt anlocken und neue Sonnenkraftwerke an der Ostküste entstehen lassen.

Dabei setzen die New Yorker ähnlich wie die meisten anderen US-Bundesstaaten vor allem auf großflächige Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. So hatte im Februar dieses Jahres das weltgrößte solarthermische Kraftwerk seinen Betrieb in der kalifornischen Mojave-Wüste aufgenommen. Der bevölkerungsreichste Bundesstaat im Südwesten der USA ist gleichzeitig auch mit Abstand der größte Produzent von Solarenergie in den USA. Von den im Jahr 2013 landesweit neu installierten 4,75 Gigawatt (GW) Solarleistung entfielen 55 Prozent auf Kalifornien.

Boom auf niedrigem Niveau

Dabei gibt es auch in anderen Regionen der USA große Veränderungen: Neben den ebenfalls im Südwesten gelegenen und mit viel Wüste ausgestatteten Arizona und Nevada  wächst der Solarmarkt z.B. im Südosten. North Carolina und Georgia verzeichneten deutliche Zuwächse, auch Texas und New Jersey bauen ihre Solarleistung aus.

Mittlerweile sind die USA zum drittgrößten Photovoltaik-Markt nach China und Japan aufgestiegen. Obwohl die installierte Solarleistung nach Angaben der amerikanischen Energieagentur binnen der letzten vier Jahre um 418 Prozent stieg, bewegen sich die Zahlen auf einem derzeit noch niedrigen Ausgangsniveau. Mit 12 GW beträgt die installierte Gesamtleistung nur rund ein Drittel der in Deutschland installierten 36 GW. Allerdings schwächelt der deutsche Markt. 2013 wurden lediglich 3,3 GW Solarstromleistung neu zugebaut.

Die Wachstumsaussichten für die USA sind weiterhin sehr gut, für die nächsten Jahre erwarten Branchenexperten hohe Wachstumszahlen – auch weil die Kosten weiter sinken werden. „Die Kunden haben die Technologien rasch angenommen, sie werden außerdem gefördert, Finanzierungen sind besser geworden. Der Markterfolg hat Investoren und der Bevölkerung die Vorteile der Solarenergie-Nutzung vor Augen geführt“, kommentiert Shayle Kann vom Branchendienst GTM Research aus Boston. cw


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Kommentare

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pseudoruprecht 02.05.2014, 14:11:53

+176 Gut Antworten

"Dabei setzen die New Yorker ähnlich wie die meisten anderen US-Bundesstaaten vor allem auf großflächige Photovoltaik- und Solarthermieanlagen."

 

Ich denke, die Zahl der großflächigen Solarthermie(!)anlagen dürfte sich in New York in Grenzen halten. Der Satz ist zwar eine elegante Überleitung zum dann Folgenden, inhaltlich aber etwas verunglückt ;)


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