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Schweizer stimmen für Atomausstieg

Mit einer deutlichen Mehrheit hat sich die Schweizer Bevölkerung am Sonntag für einen Ausstieg aus der Atomenergie und eine stärke Förderung der Erneuerbaren ausgesprochen. Die Windenergie hat aktuell noch einen sehr geringen Anteil am Strommix. (Foto: lukasbieri / pixabay.com, CC0 Public Domain)
Mit einer deutlichen Mehrheit hat sich die Schweizer Bevölkerung am Sonntag für einen Ausstieg aus der Atomenergie und eine stärke Förderung der Erneuerbaren ausgesprochen. Die Windenergie hat aktuell noch einen sehr geringen Anteil am Strommix. (Foto: lukasbieri / pixabay.com, CC0 Public Domain)

Mit einer deutlichen Mehrheit hat sich die Schweizer Bevölkerung am Sonntag für einen Ausstieg aus der Atomenergie und eine stärke Förderung der Erneuerbaren ausgesprochen. Damit dürfen nun auch in der Schweiz keine neuen AKWs mehr gebaut werden.

23.05.2017 – Vor etwas über sechs Jahren entschied die deutsche Bundesregierung, bis 2022 stufenweise aus der Atomenergie auszusteigen. Die Schweiz ist diesem Beispiel nun gefolgt – wenn auch auf einem anderen Weg: Bei einer Volksabstimmung hatten am vergangenen Sonntag 58,2 Prozent der Wähler für die Einführung eines neuen Energiegesetzes votiert, berichtet das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Damit hat sich eine breite Mehrheit für den Atomausstieg sowie eine stärkere Förderung der Erneuerbaren Energien ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,3 Prozent.

Laut dem ab 2018 geltenden Gesetz dürfen nun in der Schweiz keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut werden. Die fünf bestehenden AKWs müssen vorerst noch am Netz bleiben, solange sie von der Atomaufsicht als sicher eingestuft werden können. Demnach wird es wohl auch noch einige Jahre dauern, bis tatsächlich kein Atomstrom mehr in der Schweiz erzeugt wird.

Endgültige Abschaltung erst in 10 bis 15 Jahren

„Bis das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet wird, kann es noch zehn bis fünfzehn Jahre dauern“, sagt Rolf Wüstenhagen, Professor für Management erneuerbarer Energien an der Universität St. Gallen, der Deutschen Presse-Agentur. In der „Energiestrategie 2050“ wurde bereits festgelegt, dass die Schweizer AKWs noch so lange am Netz bleiben dürfen, bis die nationale Atomaufsichtsbehörde sie als unsicher einstuft. Das 1971 in Betrieb genommene Atomkraftwerk Mühleberg soll 2019 als erstes abgeschaltet werden.

Zudem sieht das Gesetz auch eine vermehrte Förderung von regenerativen Energiequellen wie Wind- und Solarenergie vor. Aktuell stammen bereits 60 Prozent des Stroms aus Schweizer Steckdosen aus Erneuerbaren Energien, so das Bundesamt für Energie (BFE). Rund die Hälfte davon entfällt auf Wasserkraftwerke. Photovoltaik, Wind und Biomasse haben aktuell noch einen sehr geringen Anteil am Strommix. jk

   

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