Neue Batterie-Sammelboxen ab 2014

Seit 1998 stehen in fast allen Supermärkten und Drogerien die grünen Sammelboxen für alte Batterien und Akkus. Ab 2014 kommen gelbe Sammelbehälter für Hochenergiebatterien hinzu. (Foto: GRD Batterien)
Seit 1998 stehen in fast allen Supermärkten und Drogerien die grünen Sammelboxen für alte Batterien und Akkus. Ab 2014 kommen gelbe Sammelbehälter für Hochenergiebatterien hinzu. (Foto: GRD Batterien)

Die Rücknahme und das Recycling von alten Batterien und Akkus sind seit 15 Jahren geregelt, die grünen Sammelboxen stehen in fast allen Supermärkten und Drogerien. Ab 2014 gibt es nun auch gelbe Sammelbehälter für Akkus von Laptops oder Smartphones.

02.10.2013 – Ob in Supermärkten, Drogerien, Kommunen oder im Fachhandel: Überall sind heute die grünen Sammelbehälter zu finden, in denen sowohl Batterien als auch Akkus fachgerecht entsorgt werden. Mehr als 170.000 Rückgabestellen gibt es inzwischen deutschlandweit – die grüne Sammelbox ist zum Synonym für Batterierecycling geworden. Die Stiftung GRS Batterien, die von den Firmen der Branche und dem Zentralverband der Elektrotechnik und Elektronikindustrie gegründet wurde, ist seit 1998 dafür verantwortlich. Seit In-Kraft-Treten der Batterieverordnung am 1. Oktober 1998 übernimmt die Stiftung die Batterierücknahme und -entsorgung in Deutschland.

Vor 15 Jahren war die ordnungsgemäße Entsorgung von Batterien und Akkus keine Selbstverständlichkeit. Eine schwierige Aufgabe, der sich die Stiftung gestellt hat. Mit wachsendem Erfolg: Denn dem Non-Profit-Unternehmen ist es gelungen, den Anteil recycelter Energiespeicher kontinuierlich auszubauen. Für das Jahr 2012 konnte eine Sammelquote von 43,6 Prozent erzielt werden. Ein Wert, mit dem die für 2014 gesetzlich vorgegebene Quote von 40 Prozent bereits übererfüllt ist und die ab 2016 geltenden 45 Prozent schon fast erreicht sind. Insgesamt 14.511 Tonnen Batterien und Akkus hat GRS Batterien allein im vergangenen Jahr zurück genommen (1999: 8.336 Tonnen) – und liegt somit (bezogen auf die Sammelmenge) im aktuellen Berichtsjahr an der Spitze der leistungsfähigsten Rücknahmesysteme für Altbatterien in Europa. Insgesamt wurden seit Stiftungsgründung mehr als 170.000 Tonnen Batterien gesammelt.

Doch es gibt noch einiges zu tun. Die Nachfrage nach kabellosen Elektrogeräten steigt kontinuierlich, das Recycling muss angepasst werden. Ob Laptops, Smartphones oder Akkuschrauber: In vielen Geräten stecken leistungsfähige Energiespeicher, so genannte Hochenergiebatterien. Dadurch stellen sich sowohl bei Rücknahme als auch Verwertung von Altbatterien zunehmend höhere und sicherheitstechnische Anforderungen. Deshalb wird mit Beginn des kommenden Jahres deutschlandweit ein neues Sicherheitskonzept für Hochenergiebatterien eingeführt. Altbatterien werden bei der Rücknahme künftig in drei Sicherheitsklassen differenziert:

  1. Herkömmliche Batterien,
  2. Hochenergiebatterien und
  3. Beschädigte Hochenergiebatterien.

Die Annahme von Hochenergiebatterien soll dabei in einer kontrollierten Umgebung geschehen. Für beschädigte Hochenergiebatterien wiederum gelten besondere Sicherheits- und Transportvorschriften. Unter anderem werden ab 2014 nun auch gelbe Sammelbehälter eingeführt, in der Hochenergiebatterien separat von herkömmlichen Gerätebatterien erfasst werden. GRS Batterien/cw

   

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