Strom- und Wärmesystem ganzheitlich planen

(Grafik: © AEE)
(Grafik: © AEE)

Eine erfolgreiche Energiewende erfordert ein effizientes Zusammenspiel von Strom- und Wärmeversorgung. Die AEE hat eine Metaanalyse dazu veröffentlicht: Effizienz und Flexibilität sind die zentralen Anforderungen an das Energiesystem der Zukunft.

24.07.2017 – Die verstärkte Nutzung von Strom zur Wärme- und Kälteversorgung werde in Zukunft eine Schlüsselrolle für das Gelingen der Energiewende spielen, erläutert Nils Boenigk, stellvertretender AEE-Geschäftsführer, das Ergebnis der von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) veröffentlichten Metaanalyse „Zusammenspiel von Strom- und Wärmesystem“, die 32 wissenschaftliche Studien und Datenquellen von führenden Instituten untersucht und vergleicht.

Vor allem Wind- und Solarstrom könnten fossile Energieträger in der Wärmeversorgung ersetzen. „Dabei muss jedoch Wert auf Effizienz und Flexibilität der neuen Anwendungen gelegt werden, um den Stromverbrauch nicht unnötig in die Höhe zu treiben“, betont Boenigk. Hierbei können, laut der Metaanalyse, Wärmenetze und Wärmespeicher eine wichtige Rolle spielen. Sie helfen, Schwankungen bei der Stromproduktion auszugleichen und verschiedene Strom- und Wärmeerzeuger effizient einzubinden.

Um die wachsende Lücke zwischen den politischen Zielen für Klimaschutz und der tatsächlichen Entwicklung zu schließen, sind wirksamere Instrumente und Maßnahmen als bisher erforderlich: Die energetische Sanierung des Gebäudebestands, der Ausbau erneuerbarer Wärmetechnologien sowie die Modernisierung und der Ausbau von Wärmenetzen und -speichern werden nur dann erfolgreich vorankommen, wenn entsprechende Anreize für Erzeuger und Verbraucher geschaffen werden.

Die Metaanalyse ist ab sofort online auf der AEE-Webseite Forschungsradar einsehbar.

   

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