Durch Investitionen den Klimaschutz stärken

Investitionen in Erneuerbare Energien leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Ein Leitfaden vom Umweltbundesamt zeigt nun Kriterien für klimafreundliche Investitionen in diese Technologien. (Foto: entrondesign / pixabay.com, CC0 Creative Commons)
Investitionen in Erneuerbare Energien leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Ein Leitfaden vom Umweltbundesamt zeigt nun Kriterien für klimafreundliche Investitionen in diese Technologien. (Foto: entrondesign / pixabay.com, CC0 Creative Commons)

Gezielte Investitionen in den Bereichen Energie, Transport und Gebäude leisten einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Ein Leitfaden vom Umweltbundesamt zeigt daher Kriterien für klimafreundliche Investitionen und gibt Divestment-Empfehlungen.

13.10.2017 – Zurzeit spricht vieles dafür, dass Deutschland seine selbst gesteckten Klimaziele wohl verfehlen wird. Zu hoch sind die CO2-Emissionen und zu gering die Fortschritte bei der Energiewende – vor allem im Wärme- und Verkehrssektor. Dabei könnten gezielte Investitionen in Erneuerbare Energien – oder aber auch der Abzug von Geldern aus fossilen Energien, also Divestment – einen großen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Doch vielen öffentlichen Finanzinstitutionen fehlt das entsprechende Wissen über die Möglichkeiten, die ihnen durch ihre Geldanlagen zur Verfügung stehen.

Deshalb hat das Umweltbundesamt (UBA) in dieser Woche nun einen Leitfaden für klimafreundliche Investitionen vorgestellt, der ein klares Ziel verfolgt: Die Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius. Dafür müssen jedoch gezielt Geldanlagen in die Bereiche Energie, Transport und Gebäude gelenkt und vermehrt kohlenstoffarme Vermögenswerte und Projekte unterstützt werden. Die UBA-Studie zeigt daher zum Beispiel für Entwicklungsbanken auf, welche Kriterien für Investitionen wichtig sind und welche Projekte am besten gar nicht mehr finanzier werden sollten.

„Die nachhaltige und klimafreundliche Ausrichtung der globalen Investitions- und Finanzflüsse ist eines der Ziele des Pariser Klimaabkommens“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes. „Zukünftige Investitionen sollten sich an dem von uns entwickelten Leitfaden orientieren.“

Wichtige Rolle der Entwicklungsbanken

Dabei richtet sich die Studie „Entwicklung 2 Grad-kompatibler Investitionskriterien“ explizit an öffentliche Finanzinstitutionen. Mit einem Anteil von rund einem Drittel an der weltweiten öffentlichen Klimafinanzierung können insbesondere die Entwicklungsbanken eine große Rolle für den weltweiten Klimaschutz spielen.

Laut dem UBA gebe es schon jetzt einige Technologien, die vollständig im Einklang mit der Erreichung des Zwei-Grad-Ziels stehen. Bestes Beispiel hierfür sind etwa unterschiedliche Erneuerbare-Energien-Projekte. Die Planung neuer Kohlekraftwerke sei hingegen klar inkompatibel mit dem Klimaschutz. Allerdings gibt es auch eine Vielzahl von Projekten, die für viele Institutionen deutlich schwieriger einzuordnen sind. Deshalb finden in der Studie auch Investitionen in Gaskraftwerke – die durchaus im Einklang mit der Zwei-Grad-Obergrenze und einer nationalen Dekarbonisierungsstrategie stehen können – oder in die Transportinfrastruktur Erwähnung. jk

   

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