Erneuerbare bremsen Nachfrage nach Öl, Gas und Kohle

Aufgrund starker Kostensenkungen bei der E-Mobilität und Solarenergie soll die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen ab 2020 stagnieren. (Foto:  Bilfinger SE / flickr.com, CC BY-ND 2.0)
Aufgrund starker Kostensenkungen bei der E-Mobilität und Solarenergie soll die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen ab 2020 stagnieren. (Foto: Bilfinger SE / flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Aufgrund starker Kostensenkungen bei der E-Mobilität und Solarenergie soll die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen ab 2020 stagnieren, zeigt eine aktuelle Studie. Innerhalb von zehn Jahren könnte dies deren Marktanteil um zehn Prozent reduzieren.

03.02.2017 – Bereits ab 2025 soll Solarenergie im weltweiten Durchschnitt günstiger als Kohlestrom hergestellt werden können, schätzen Experten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF). Seit 2009 seien die Kosten schon um 62 Prozent gefallen. Nun hat der Think Tank Carbon Tracker Initiative (CTI) zusammen mit dem Londoner Grantham Institut die Entwicklung der zukünftigen Kosten von Elektroautos und der Photovoltaik-Technologie analysiert. Dabei wurden nicht nur die Regierungsstrategien unterschiedliche Länder mit einbezogen, sondern auch der Einfluss des Transportwesens und des Energiesektors.

Die fallenden Kosten der E-Mobilität und der Solarenergie sollen das Nachfragewachstum von Erdöl und Kohle ab 2020 zum Stillstand bringen, berichtet Reuters. Die fossilen Energieträger könnten dann innerhalb von zehn Jahren einen Marktanteil von rund zehn Prozent verlieren. Während der Absatz von Elektroautos zunehmen soll, fallen gleichzeitig die Kosten für Energiespeicher und Solarpanels.

Die Autoren der Untersuchung gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Kohle bereits 2020 ihren Höhepunkt erreichen wird. Verglichen mit dem Jahr 2012 könnte sie dann bis 2050 nur noch halb so groß sein. Die Ölnachfrage wird vermutlich noch bis 2030 relativ konstant bleiben und dann in den weiteren zwanzig Jahren stetig abnehmen.

BP: Öl und Kohle dominieren noch bis 2035

Allerdings gehen die Meinungen über die Zukunft der fossilen Brennstoffe aktuell noch weit auseinander. So vertritt die Internationale Energieagentur (IEA) die Einschätzung, dass die Nachfrage nach Erdöl ihren Höhepunkt trotz des Klimaabkommens von Paris nicht vor 2040 erreichen wird. Auch im BP Energy Outlook heißt es, die fossilen Brennstoffe werden bis zum Jahr 2035 weiterhin den Markt dominieren.

So soll die Nachfrage nach Öl weiter ansteigen, was vor allem dem wachsenden Verkehrssektor, aber auch der Industrie geschuldet sei. Zusätzlich geht BP davon aus, dass der Verbrauch von Erdgas sehr schnell wachsen und bis 2035 die Kohle als zweitwichtigsten Energieträger ablösen wird. Da inzwischen selbst Länder wie China den Einsatz von Kohle immer mehr reduzieren, soll der Kohleverbrauch um 2025 herum seinen Höhepunkt erreichen. jk

   

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