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400 Millionen für Forschungsinitiative zur Energiewende

Innerhalb von zehn Jahren sollen 400 Millionen Euro in die Forschungsinitiative zur Energiewende fließen. (Foto: FVEE/ Fraunhofer ISE)
Innerhalb von zehn Jahren sollen 400 Millionen Euro in die Forschungsinitiative zur Energiewende fließen. (Foto: FVEE/ Fraunhofer ISE)

Mit 400 Millionen Euro ist die größte Forschungsinitiative des Bundesforschungsministeriums zur Energiewende gestartet. In den „Kopernikus-Projekten“ sollen Wissenschaft, Industrie und Anwender gemeinsam neue Energiesysteme und -konzepte entwickeln.

21.09.2015 – Im Rahmen der „Kopernikus-Projekte für die Energiewende“ sollen besonders vier Bereiche stärker erforscht werden: Der Zusammenspiel von erneuerbarer und konventioneller Energie, die Entwicklung von angepassten Stromnetzen, die Speicherung überschüssiger Ökostrommengen durch die Umwandlung in anderen Energieträger wie z.B. Wasserstoff und die Neuausrichtung und Flexibilisierung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung. Zu jedem der vier Bereiche soll ein Konsortium von Forschungspartnern arbeiten. Die Kopernikus-Projekte sind Teil des Energieforschungsprogramms „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ der Bundesregierung.

Die Forschungsthemen wurden in einem Beteiligungsprozess von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im sogenannten „Forschungsforum Energiewende“ erarbeitet. Über 90 Organisationen und Institutionen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu den zentralen Forschungsthemen für den Erfolg der Energiewende befragt. „Mit dem neuen Förderkonzept stellen wir heute die Weichen dafür, damit wir 2025 ein technologisch exzellentes und wirtschaftlich wettbewerbsfähiges Energiesystem haben, das von der Gesellschaft mitgetragen wird“, erklärte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Akzeptanz der Bevölkerung als wichtiges Kriterium

In den Kopernikus-Projekten sollen die „hervorragenden Kapazitäten, die wir in Deutschland haben“ zusammengebracht und gebündelt werden. Die Projekte sind auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt. Dadurch und durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie sollen Ergebnisse aus der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung geführt werden. Praxisnähe ist hierfür ein wichtiges Stichwort. Ebenso wichtig scheint dem Ministerium die Akzeptanz zu sein.

Vertreter der Zivilgesellschaft und Sozialwissenschaftler sollen in besonderem Maße eingebunden werden, „um Konzepte zu entwickeln, die mit den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Energiewende vereinbar sind“, heißt es aus dem Ministerium. Die erste Förderphase für die Forschungsinitiative läuft bis 2018 mit einem Budget von bis zu 120 Millionen Euro. Bis 2025 sollen weitere 280 Millionen Euro folgen. Ab sofort können Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sowie Unternehmen ihre Vorschläge einreichen. cw


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