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Abholzung schreitet weniger schnell voran

Feuchtgebiet im Sommerwald. (Bild: © Bo & Lill  / pixelio.de )
Feuchtgebiet im Sommerwald. (Bild: © Bo & Lill / pixelio.de )

Wälder sind wichtige Ökosysteme und für den Klimaschutz unerlässlich. Leider fallen Jahr für Jahr noch immer erhebliche Flächen der Motorsäge zum Opfer. Das Gute allerdings ist: In den letzten Jahren schreitet die Abholzung weniger schnell voran.

 

16.09.2015 – Die schlechte Nachricht lautet: Die Wälder schrumpfen weiterhin. Immerhin, das Gute daran: Die Abholzung hat sich in den vergangenen 25 Jahren um mehr als 50 Prozent verlangsamt. Das geht aus dem aktuellen Waldbericht der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hervor. In den vergangenen fünf Jahren verschwanden 3,2 Millionen Hektar Wald – das entspricht 0,08 Prozent pro Jahr. In den 90er-Jahren waren es noch 7,4 Millionen Hektar beziehungsweise jährlich 0,18 Prozent gewesen.

Insgesamt gingen seit 1990 etwa 129 Millionen Hektar Wald verloren – das entspricht etwa der Größe Südafrikas. In jenem Jahr bedeckten Wälder 31,6 Prozent der weltweiten Landfläche, 2015 sind es nur noch 30,6 Prozent. Die größten jährlichen Verluste verzeichneten in den letzten fünf Jahren Afrika und Südamerika mit 2,8 beziehungsweise 2,0 Millionen Hektar abgeholzter Fläche. Der Report sagt aber auch, dass auch hier die Abholzung deutlich langsamer vorangeht als die Jahre zuvor.

In Deutschland bleibt die Waldfläche in etwa gleich groß, ohne erhebliche Verluste oder Zugewinne innerhalb der letzten Jahre. Den meisten Wald gibt es mit knapp 815 Millionen Hektar in Russland. Den zweiten Platz belegt Brasilien mit knapp 494 Millionen Hektar. Das Land hat sehr viel Regenwald, allerdings verschwinden hier auch die größten Flächen, jährlich etwa 984.000 Hektar im Zeitraum der vergangenen fünf Jahre. Andererseits hat es den Fortschritt der Zerstörung wie kein anderes Land begrenzt: Der Kahlschlag beträgt jetzt nur noch ein Drittel der Verluste aus den 1990er-Jahren. Zudem verfügt Brasilien über die größten Schutzgebiete der Erde. Überraschend ist auch: Das sonst von Umweltproblemen so geplagte China ist weltweit der fleißigste Aufforster, gefolgt von Australien und Chile auf dem zweiten und dritten Platz. rr

Hier geht es zu dem aktuellen Waldbericht der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO). 


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