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Größter Batteriespeicher Deutschlands am Netz

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Steag, Joachim Rumstadt, zeigt NRW-Wirtschaftsminister Garret Duin (SPD) das innere eines Batterie-Containers. (Foto: Steag)
Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Steag, Joachim Rumstadt, zeigt NRW-Wirtschaftsminister Garret Duin (SPD) das innere eines Batterie-Containers. (Foto: © Steag GmbH)

Der Energiekonzern Steag hat Speichersysteme mit einer Gesamtleistung von 90 Megawatt im Saarland und Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen. Die Batteriespeicher sollen Schwankungen durch Erneuerbare ausgleichen und Regelenergie bereitstellen.

22.11.2016 –Innerhalb von nur zwölf Monaten hat die Steag an Standorten in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sechs Großspeichersysteme mit Lithium-Ionen-Batterien an das Netz angebunden. Die in Containern untergebrachten Energiespeicher sind in Sekunden aktiviert und können so zuverlässig Frequenzschwankungen abfangen. 15 Megawatt (MW) Leistung besitzt jedes Einzelne der Module und kann damit jedes vergleichbare System in Deutschland überbieten. Insgesamt 90 Megawatt Speicherleistung bringt die Steag so ans Netz und kann so am Regelenergiemarkt die Investitionssumme von rund 100 Millionen Euro wieder einspielen.

Ersatz für den Regelleistungsmarkt

Der größte Batteriespeicher Deutschlands stand bisher im Brandenburgischen Treuenbrietzen-Feldheim. Die Batterien verfügen dort über eine Leistung von 10 MW, die Speichermodule kommen wie auch bei den neuen Steag-Speichern vom südkoreanischen Konzern LG Chem. Die Container für die Großspeicher in Nordrhein-Westfalen und im Saarland stammen dagegen vom französischen Spezialunternehmen Nidec.

Am Primärregelleistungsmarkt sollen die neuen Batteriespeicher konventionelle Kraftwerke ersetzen und deutlich flexibler Regelenergie liefern. Denn im Gegensatz zu schwerfälligen Steinkohlekraftwerken können die Stromspeicher in Sekundenschnelle Frequenz- sowie Spannungsschwankungen im Netz ausgleichen. Um jederzeit reagieren zu können, sind die Großspeicher jeweils zur Hälfte geladen. So sind sie in der Lage, eine halbe Stunde lang Strom aus dem Netz einzuspeichern oder in das Netz einzuspeisen, also negative oder positive Regelenergie bereitzustellen.

Preisgekrönte Batterien

Die Jury der NRW Klima-Expo sieht das Projekt zudem als innovativ und verlieh der Steag dafür die Auszeichnung „qualifiziertes Projekt“ in der landesweiten Leistungsschau. Diese soll das Land Nordrhein-Westfalen als Industriestandort mit Zukunftspotenzial für den Klimaschutz im Energiesektor präsentieren. bm


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