Ozonschicht: Ozonloch über der Antarktis erholt sich

Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie selten seit den frühen 1990ern. Die Weltwetterorganisation wertet die Erholung als Erfolg der Verbote von ozonzerstörenden Stoffen wie FCKW.
23.09.2026 – Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Um genau zu sein war es das viert- bis fünftkleinste seit 1992. Bereits zum zweiten Jahr in Folge lagen sowohl Tiefe als auch Ausdehnung des Ozonlochs deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990–2010, berichtet die Weltwetterorganisation (WMO).
Die Ozonschicht ist eine zusammengepresste, wenige Millimeter dicke Gasschicht, die sich in der Stratosphäre 15 bis 30 Kilometer über dem Boden befindet. Sie filtert einen Großteil der schädlichen UV-Strahlen der Sonne, bevor sie auf die Erde treffen und schützt so Menschen, Tiere und Pflanzen. Ungefiltert schädigt UV-Strahlung Zellen und Gewebe.
FCKW-Verbot wirkt
Bestimmte Chemikalien wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zerstören Ozon und können die Schicht ausdünnen, was auch als Ozonloch bezeichnet wird. FCKW wurden ab den 1930er-Jahren industriell genutzt und in den 1970er und 80er Jahren häufig als Kühlmittel eingesetzt. Mit dem Montrealer Protokoll wurden FCKW und andere ozonschädigende Stoffe ab 1995 schrittweise verboten.
Die WMO sieht in der Erholung der Ozonschicht einen Erfolg des Abkommens. „Dies ist eine Erfolgsgeschichte für die Umwelt“, sagte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. „Seit dem Jahr 2000 erholt sich die Ozonschicht, und wir können innerhalb weniger Jahrzehnte mit einer vollständigen Erholung rechnen.“ Die jährlichen Schwankungen werden durch großräumige meteorologische Transportbedingungen beeinflusst.
UV-Strahlung in Europa
In Europa hat die UV-Strahlung hingegen seit Mitte der 1990er-Jahren um bis zu 20 Prozent zugenommen. Grund sind vor allem weniger Wolken und mehr Sonnenschein – die Ozonschicht ist dafür nicht verantwortlich.
Ozon in der Stratosphäre schützt, am Boden schädigt es
Schützend wirkt zudem nur die Ozonschicht in der Stratosphäre. Bodennahes Ozon, das etwa aus Abgasen und Überdüngung entsteht, ist ein Luftschadstoff. Es handelt sich zwar chemisch um dasselbe Molekül, dieses wirkt hier jedoch gesundheitsschädigend. jb



















































