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Projekt will Anbau von Hanf in Deutschland stärken

In Deutschland werden beim Anbau von Nutzhanf vor allem die Hanffasern geerntet, die Samen bleiben oft auf dem Feld zurück. (Foto: Aleks, wikimedia.commons, CC BY-SA 3.0)
In Deutschland werden beim Anbau von Nutzhanf vor allem die Hanffasern geerntet, die Samen bleiben oft auf dem Feld zurück. (Foto: Aleks, wikimedia.commons, CC BY-SA 3.0)

Ein Projekt will den Anbau von Nutzhanf in Deutschland wirtschaftlich attraktiver machen und die Ernte von Fasern und Samen ermöglichen. Denn Hanfsamen werden oft teurer importiert, obwohl Hanf eine heimische und ökologisch wertvolle Pflanze ist.

13.06.2015 – Hanf ist einer der ältesten Nutzpflanzen der Welt und bei vielen Menschen als Öl-, Faser- und Heilpflanze beliebt. Zudem ist Nutzhanf eine vielseitige und ökologisch wertvolle Pflanze, die die Ressourcen schont und keinen Dünger und kaum Pflege benötigt. Doch in Deutschland wird die Pflanze kaum angebaut, obwohl sie ursprünglich hierzulande heimisch ist. Der Anbau von Nutzhanf ist zwar meldepflichtig aber erlaubt und für Landwirte möglich und einfach. Die Nachfrage nach Hanf und vor allem Hanfsamen wächst stetig – und muss teuer und ökologisch wenig sinnvoll importiert werden.

Einige Landwirte bauen zwar Hanf an, das Ernten sowohl der Hanffasern als auch der Samen ist aufgrund der unterschiedlichen Reifezeit allerdings schwierig. Meist bleiben die Samen ungenutzt auf den Feldern zurück und vertrocknen. Ein neues Projekt will das nun ändern und die Verwertung der gesamten Hanfplanze wirtschaftlich attraktiver machen. Damit soll die wertvolle Nutzpflanze wieder verstärkt nach Deutschland gebracht werden.

Crowdfunding-Kampagne für bessere Hanfernte

Kern des Projekts ist die Entwicklung einer sogenannten Hanfsamen-Ernte-Maschine, die auch die Ernte der Hanfsamen ermöglichen soll. In einem nächsten Schritt könnten Landwirte beim ökologischen und regionalen Hanfanbau unterstützt und beraten werden, u.a. in Bezug auf Sortenwahl, Saatgutbestellung, Meldeverfahren und Ernte inklusive Verkauf. Um ihre Vision umzusetzen, haben die Initiatoren eine Crowdfunding-Kampagne unter dem Namen H.E.M.P. – Das Hanfsamen Ernte Maschine Projekt gestartet und sucht Unterstützer.

Hauptverantwortlich ist dabei der Biologe Marijn Roersch van der Hoogte aus Berlin. Unterstützt wird er u.a. von der Genossenschaft Hanffaser Uckermark, die in der Nähe des Brandenburgischen Prenzlau Hanffasern auf einer Fläche von ca. 400 Hektar anbaut und verarbeitet. Auch das Hanf Museum Berlin und die Berliner Manufakturbetrieb Hempwood GmbH sind Förderer. cw


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Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Aurora 13.06.2015, 08:39:51

+409 Gut Antworten

Inwiefern wird "naturstrom" dieses Projekt unterstützen ?

Als "naturstrom"-Kundin und DHV-Sponsorin würde ich dies sehr begrüßen.

 

Beste Grüße

 

Aurora

Sören 13.06.2015, 15:38:56

+389 Gut Antworten

Danke für den Hinweis, das ist wirklich ein schönes Projekt. Ich habe es gleich bei Startnext unterstüzt - engagiert sich die Naturstrom AG auch dafür?

Clemens Weiß 15.06.2015, 11:35:18

+395 Gut Antworten

Lieber Sören und liebe Aurora,

 

Sie haben Recht, das ist ein schönes Projekt! Leider ist es so, dass NATURSTROM grundsätzlich nur sehr begrenztes Sponsoring betreibt und auf große Imagekampagnen verzichtet. Wir verwenden unser Geld – im Endeffekt das Geld unserer Kunden – dafür, neue Ökokraftwerke zu bauen und dezentrale Bürgerenergieprojekte umzusetzen, ob Mieterstromprojekte mit Solaranlagen auf dem Hausdach oder Windkraftanlagen gemeinsam mit Bürgerenergiegenossenschaften. Deshalb haben sich unsere Kunden aktiv für uns entschieden. Dennoch wollen wir unterstützenwerte Projekte wie dieses gerne verbreiten und durch die Berichterstattung in der energiezukunft oder auf energiezukunft.eu einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. So können wir auf tolle Vorhaben Aufmerksam machen und helfen, die Idee umzusetzen!

 

Viele Grüße,

Clemens Weiß / Redaktion


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