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Umweltbilanz-Ranking: Deutschland nur auf Platz 30

Deutschland liegt beim Umweltbilanz-Ranking nur auf Platz 30. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)
Deutschland liegt beim Umweltbilanz-Ranking nur auf Platz 30. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)

Die Yale University hat den Enviromental Performance Index von 2016 zur Messung der Umweltbilanz veröffentlicht. Während die skandinavischen Länder das Ranking anführen, offenbaren sich erneut Deutschlands Schwachstellen beim Umwelt- und Klimaschutz.

29.01.2016 – Zum Messen und Vergleichen der Wirtschaftsleistungen von Ländern gibt es bereits seit vielen Jahrzehnten eine Vielzahl von unterschiedlichen Indikatoren. Der Enviromental Performance Index (EPI) entstand vor 15 Jahren und ermöglicht eine globale Betrachtung der nationalen Entwicklungen unterschiedlicher Umwelt- und Klimaschutzaspekte. Entwickelt wurde der EPI von der Yale University in Zusammenarbeit mit der Columbia University sowie dem Weltwirtschaftsforum.

Deutschland schneidet beim aktuellen Ranking vom Jahr 2016 nur unbedeutend besser ab als noch vor 10 Jahren. Der Score stieg zwar um 8,43 Prozentpunkte, jedoch konnten Länder wie die USA oder Spanien Deutschland überholen. Die Bundesrepublik wurde damit um acht Plätze nach hinten auf den 30. Rang verdrängt.

Deutschlands „Problemzonen“: Die Landwirtschaft und Luftqualität

Es gibt unterschiedliche Bereiche, in denen Deutschland im weltweiten Vergleich richtig gut abschneidet. So werden die Indikatoren Biodiversität und Habitat sowie Wasserressourcen von den Forschern als besonders positiv bewertet. Auch der Bereich Wasser und Kanalisation schneidet recht passabel ab. Als besonders schlecht wird hingegen die Fischerei, die Landwirtschaft und die Luftqualität eingestuft. Insbesondere die Luftverschmutzung durch Stickstoffdioxide ist besorgniserregend. Deutschland belegt hier im internationalen Vergleich einen der letzten Plätze. Zu Recht, denn erst vor kurzem löste Stuttgart einen Feinstaubalarm aus.

Die vorderen Plätze des EPI werden von skandinavischen Ländern belegt. So erreichen Finnland, Island und Schweden die ersten drei Plätze, Dänemark folgt auf Rang vier. Sehr arme Länder, wie Somalia, Eritrea oder Niger befinden sich dagegen ganz am Ende des Rankings. Der Reichtum eines Landes beeinflusst damit immer noch maßgeblich die Bemühungen, die es in die Verbesserung der Umweltbedingungen steckt.

Die erfreuliche Botschaft der Studie ist jedoch, dass die allermeisten Länder ihren Score steigern konnten. Weltweit scheint daher das Thema des Umwelt- und Klimaschutzes an Wichtigkeit hinzuzugewinnen. Das zeigten schon zuletzt die Nachrichten, die nach der Klimakonferenz in Paris um die Welt gingen. Die Forscher des EPI hoffen mit ihrem Index einen Weckruf gesendet zu haben, der die Politik zu weiteren längst überfälligen Maßnahmen motiviert. jk


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