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Windkraft ist günstigste Art der Stromerzeugung

Mit 80 US-Dollar pro MWh liegen die Kosten der Windkraft an Land in Deutschland deutlich vor Kohle und Gas mit 106 bzw. 118 Dollar pro MWh. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)
Mit 80 US-Dollar pro MWh liegen die Kosten der Windkraft an Land in Deutschland deutlich vor Kohle und Gas mit 106 bzw. 118 Dollar pro MWh. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)

Erstmals sind Windkraftanlagen an Land die günstigste Art der Stromerzeugung in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Finanzexperten von Bloomberg New Energy Finance. Im vergangenen Jahr war dies bereits in Dänemark der Fall.

16.10.2015 – Bei ihren Berechnungen rechneten die Analysten Subventionen für einzelne Stromerzeugungsarten heraus und betrachteten die tatsächlichen Kosten. Enthalten waren auch die Kosten für CO2-Kompensationen bei fossilen Brennstoffen. Die Einberechnung der massiven Allgemeinkosten für Umwelt und Gesundheit durch die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle müssen nicht einmal mit eingerechnet werden, damit Erneuerbare Energien günstiger sind. Laut Bloomberg liegt Windkraft an Land mit einem Preis von 80 US-Dollar pro Megawattstunde (MWh) deutlich vor Kohle mit 106 und Gas mit 118 Dollar pro MWh.

Bloomberg New Energy Finance (BNEF) berücksichtigte bei der Analyse nicht nur die Erzeugungskosten, sondern über 1.000 verschiedene Kennziffern darunter Kosten für Entwicklung, Finanzierung und Betrieb. Wind- und Solarenergie werden weltweit rasant billiger, während die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen, vor allem Kohle, immer teurer wird. Offshore-Windkraft auf dem Meer schneidet allerdings schlechter ab als Anlagen an Land. Der Grund sind besonders die hohen Investitions- und Entwicklungskosten.

Großbritannien und Deutschland folgen Dänemark

Dass Windkraftanlagen in Deutschland die günstigste Form der Stromerzeugung sind, war vor zehn Jahren kaum vorstellbar. „Unser Report zeigt, dass Wind- und Solarenergie weiterhin günstiger werden. Dabei helfen preiswertere Technologien, aber auch geringere Finanzierungskosten. Währenddessen wurden Kohle und Gas durch die geringere Auslastung teurer“, so BNEF- Analyst Seb Henbest, Chef für Europa, Afrika und den Nahen Osten.

Während im vergangenen Jahr die Windkraft bereits in Dänemark die günstigste Stromerzeugungsart war, schließen nun Deutschland und Großbritannien auf. Weitere Länder besonders in Europa werden in den kommenden Jahren folgen. cw

   

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