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Klimaklage





Kosten der Erneuerbaren weiter auf Sinkflug

Die Windenergie an Land wird bis 2040 um weitere 47 Prozent günstiger, Photovoltaik sogar um 66 Prozent, zeigt der „New Energy Outlook 2017“ von Bloomberg New Energy Finance. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/sonnenkollektoren-installation-17944
Die Windenergie an Land wird bis 2040 um weitere 47 Prozent günstiger, Photovoltaik sogar um 66 Prozent, zeigt der „New Energy Outlook 2017“ von Bloomberg New Energy Finance. (Foto: skeeze / pixabay.com, CC0 Public Domain)

Die Windenergie an Land wird bis 2040 um weitere 47 Prozent günstiger, Photovoltaik sogar um 66 Prozent, zeigt der diesjährige Bericht von Bloomberg New Energy Finance. In puncto Kosten sollen die Erneuerbaren fossile Anlagen bereits 2030 schlagen.

19.06.2017 – Rund dreiviertel der bis 2040 weltweit getätigten Investitionen im Bereich der Stromerzeugung werden in unterschiedliche Erneuerbare-Energien-Technologien fließen. Das geht aus dem „New Energy Outlook 2017“ hervor, den Bloomberg New Energy Finance (BNEF) am vergangenen Donnerstag veröffentlicht hat. Die Analysten führen den enormen Investitionsanstieg auf drastische Kosteneinsparungen zurück, die sich in den nächsten Jahren weiter verselbstständigen werden.

Deshalb gehen die BNEF-Experten davon aus, dass die globalen Emissionen bereits im Jahr 2026 ihren maximalen Wert erreichen werden und danach beginnen abzusinken. Aufgrund aktueller Entwicklung in China und Indien werden die Analysen der vergangenen Jahre dahingehend sogar noch weiter nach unten korrigiert. So sollen die globalen CO2-Emissionen bereits 2040 um rund vier Prozent niedriger sein als im Jahr 2016.

Globaler Energiemarkt wird grüner

Quelle: Bloomberg New Energy Finance, New Energy Outlook 2017

Der diesjährige Bericht deute darauf hin, dass der weltweite Energiemarkt immer grüner werde, sagt Seb Henbest, Leitautor der Analyse. Geschuldet sei dies den schnell sinkenden Kosten für Solar- und Windenergie sowie einer wachsenden Rolle von Batterien – auch in Elektrofahrzeugen – beim Ausgleich von Angebot und Nachfrage.

Die Kosten für Photovoltaik-Anlagen betragen heutzutage inzwischen nur noch rund ein Viertel derer vom Jahr 2009. Bis 2040 sei jedoch mit einem weiteren Rückgang von etwa 66 Prozent zu rechnen. Die Kosten der Windenergie an Land fallen bis dahin um etwa 47 Prozent, die der Offshore-Windanlagen sogar um 71 Prozent.

Kapazität der Erneuerbaren steigt erheblich

Die BNEF-Analysten gehen deshalb davon aus, dass die weltweit installierte Solarkapazität bis 2040 um das 14-fache steigen wird. Die Kapazität der Windkraft könne sich immerhin vervierfachen. Damit würden die beiden Formen der Erneuerbaren dann einen Anteil von rund 34 Prozent der gesamten Stromerzeugung abdecken.

Rund 40 Prozent aller Investitionen in neue Anlagen werden dabei in China und Indien getätigt. Somit ist die Asien-Pazifik-Region definitiv der größte Markt für Erneuerbare Energien in den nächsten Jahrzehnten. jk

Kommentare

Eitel Heck am 19.06.2017

+158 Gut Antworten

Hauptaussagen dieses Artikel sind:

1. 75% der weltweit bis 2040 getätigten Investitionen zur Stromerzeugung gehen in die erneuerbare Stromerzeugung.

2. 2040 wird die die globale Kohlendioxidemission um 4% niedriger als 2016 sein.

Zu 1.

Während Deutschland bis 2040 zur Stromversorgung unter Beachtung des Ausstiegs aus den Kernkraftwerken und der Abschaltung von Kohlekraftwerken vorrangig auf den Ausbau von Windkraftanlagen orientiert mit einer wetterabhängigen, flukturierenden Stromerzeugung ohne verfügbarer und für absehbare Zeit erkennbarer, bezahlbarer Groß- und Langzeitspeicher für überschüssigen Windstom und noch nicht gesicherter Entsorgung der Rotorblätter nach dem Abbau von Windkraftanlagen nach 20 Jahren, gehen andere Industrieländer bei der erneuerbaren Stromerzeugung auch andere Wege:

-General Electric, USA plant den Bau von 5 Wasserstoffkraftwerke mit je 500 MW mit einer CO2-Einsparung, als wenn 615.000 Bezin/ Dieseautos von der Straße verschwinden.

Auch Japan plant den Bau von Wasserstoffkraftwerken, um 10% fossile Brennstoffe einzusparen.

-Großbritannien baut ein Gezeitenkraftwerk von 400 MW.

China plant ein noch größeres Gezeitenkraftwerk, dass so viel Strom wie 2 Kernkraftwerke erzeugen soll.

Auch die USA planen ein Gezeitenkraftwerk in Kalifornien.

-Länder im weltweiten Sonnengürtel bauen Solarthermikraftwerke mit einer kontinuierlichen Stromerzeugung( China, Marokko, USA),die wesentlich leistungsfähiger und kostengünstiger sind als Photovoltaik in Deutschland..

zu2.

Bei der weltweiten Reduzierung der CO2-Emission um 4% 2040 gegenüber 2016 ist zu beachten, dass viele Länder auch weiterhin Kernkraftwerke ohne CO2-Emission betreiben.

Meine Prognose:

Viele Länder werden die Klimaziele de Pariser Vereinbarung erfüllen.

Bei Deutschland bin ich mir nicht sicher, ob mit der gegenwärtigen grünen Orientierung die Klimaziele erfüllt werden.

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