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EEG-Konto über 4,4 Milliarden Euro im Plus

Der Überschuss auf dem EEG-Konto ist im Januar erneut kräftig angestiegen und könnte in den nächsten Monaten  sogar ein Rekordhoch erreichen. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/industrie-technologie-stahl-3112436/" target="_blank">jplenio / pixabay.com</a>, CC0 Creative Commons)
Der Überschuss auf dem EEG-Konto ist im Januar erneut kräftig angestiegen und könnte in den nächsten Monaten sogar ein Rekordhoch erreichen. (Foto: jplenio / pixabay.com, CC0 Creative Commons)

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben erneut einen gewaltigen Überschuss auf dem EEG-Umlagekonto vermeldet. Inzwischen ist das Finanzpolster auf mehr als 4,4 Milliarden Euro angestiegen – knapp 500 Millionen mehr als noch im Dezember.

12.02.2018 – Der Überschuss auf dem nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geführten Umlagekonto ist im Januar erneut kräftig angestiegen. Das geht aus aktuell veröffentlichten Daten der Übertragungsnetzbetreiber hervor. Während der Kontostand zum Jahreswechsel noch knapp 3,92 Milliarden Euro betrug, kletterte er Ende Januar bereits auf über 4,413 Milliarden. Damit summierte sich der Zuwachs innerhalb eines Monats auf über 493 Millionen Euro. Da in den nächsten Monaten mit weiteren Überschüssen zu rechnen ist, könnte das Plus in diesem Jahr sogar einen neuen Rekordwert erreichen.

Mit dem EEG-Konto werden die Vergütungen und Verkaufserlöse von erneuerbaren Strom verrechnet. Damit verbuchen die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber Tennet, 50Hertz, Amprion und TransnetBW die Ein- und Auszahlungen aus dem EEG. So fließen nicht nur Erlöse aus Stromverkäufen an der Börse auf das Konto, es werden auch die Vergütungen für die Betreiber von Windenergie-, PV- sowie allen weiteren EEG-Anlagen vom Überschuss gezahlt. Ende September wird das Umlagekonto dann jedes Jahr ausgeglichen und der Saldo für die Berechnung der EEG-Umlage des Folgejahres berücksichtigt.

Negative Strompreise vergrößerten Überschuss

Der Grund für diesen relativ hohen Anstieg des Überschusses auf dem EEG-Konto liegt vermutlich auch an den Strompreisen im Januar. Sobald nämlich sechs Stunden hintereinander negative Preise an der Strombörse vorliegen, erhalten die Betreiber von EEG-Anlagen keine Vergütung für ihren eingespeisten Strom. Im Januar gab es diese Situation ungewöhnlich oft, wodurch das Plus auf dem Umlagekonto in diesen Zeiträumen besonders kräftig angestiegen ist. jk


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