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EnergiewenderechnerEnergiewende nach Plan: Neues Tool vernetzt Regionen

Zwei Mitarbeiter stehen auf einer grünen Wiese in einem Windpark und blicken nach oben zu einer großen Windenergieanlage. Einer der Männer trägt dunkle Kleidung, der andere eine leuchtend gelbe Warnjacke und zeigt mit ausgestrecktem Arm auf die Anlage. Rechts im Vordergrund ist ein Ausschnitt des massiven weißen Turms einer Windenergieanlage zu sehen. Zwei weitere Windräder stehen auf den Feldern im Hintergrund. Die ländliche Landschaft ist von Wiesen, Äckern und Baumgruppen geprägt; darüber erstreckt sich ein heller, leicht bewölkter Himmel.
Windparkbetreiber in Bayern (Bild: naturstrom AG/m.Schlüter)

Wo braucht es neue Wind- und Solaranlagen, wie können sich Nachbarregionen ergänzen und die Kosten der Energiewende senken? Ein neuer Energiewenderechner soll solche Fragen anhand umfangreicher regionaler Daten beantworten.

16.09.2026 – Das Bündnis und die Zusammenarbeit im Projekt des Energiewenderechners seien einmalig und zeigten die Bedeutung dieses Projekts für die Energiewende, so der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V., am gestrigen Dienstag zur Vorstellung des neuen Tools. Federführend entwickelt hat den Energiewenderechner der BEE gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE). Insgesamt beteiligt aber waren über 300 Unternehmen, Verbände, Institutionen und öffentliche Akteure, die das Programm zum zentralen Mittel für eine regional besser abgestimmte Planung der Energiewende machen sollen und dafür alle nötigen Daten bereithält.

„Die Energiewende ist eine Maschine mit zehntausenden regionalen Zahnrädern. Der Energiewenderechner soll sicherstellen, dass diese regionalen Zahnräder zusammenpassen und die Maschine auch funktioniert“, sagte Matthias Stark, Abteilungsleiter Erneuerbare Energiesysteme im BEE, der das Tool gestern vorstellte. Für eine Region in Sachsen stellte er beispielhaft vor, wie aus Daten zu Energieanlagen vor Ort, dem Potenzial für den weiteren Ausbau sowie dem Energiebedarf detaillierte Analysen für künftige Szenarien erstellt werden können.

Zentrale Datengrundlage ist das komplette Markstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das alle Energieanlagen in Deutschland aufführt. Ergänzt wird dieses u. a. durch langfristige Wettermodelle, die das Potenzial von Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft lokal abbilden. „Nicht jeder Landkreis kann sich allein versorgen“, so Stark. Über Kreise hinweg entstehe ein belastbares Gesamtbild. Der Austausch von Energie schaffe Versorgungssicherheit und Wertschöpfung für alle.

Ziel sei es, durch sogenannte Bottom-Up-Prozesse, also von unten nach oben, die Erzeugung stärker regional am Verbrauch auszurichten. Benachbarte Landkreise sollen so besser gemeinsame Synergien zum Ausbau und Verbrauch von Energien heben – im Sinne des BEE vorrangig Erneuerbare Energien. Das sorge am Ende für weniger Redispatch und somit geringere Systemkosten.

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Christine Falken-Großer, Hauptgeschäftsführerin des BEE, verwies darauf, dass es nicht mehr allein um CO2-Einsparungen gehe, sondern in dieser zweiten Phase der Energiewende auch um Kosteneinsparungen. Die Erneuerbaren Erzeugung sei bereits günstiger, die Umsetzung – also der Ausbau – aber noch mit großen Ineffizienzen verbunden. Dieser Mangel könne mit dem Energiewenderechner behoben werden. Sicherheitsbedenken aufgrund sensibler Daten gebe es übrigens keine, so der BEE. Man verwende ausschließlich Daten, die auch woanders öffentlich zugänglich sind, nur eben nicht in dieser gebündelten Form.

Zunächst sollen rund 1.000 Accounts den Zugang zu dem Tool erhalten. Ziel sei es aber, möglichst vielen Menschen und Gruppierungen den Zugang zu ermöglichen. Dafür aber braucht es zusätzliche Serverkapazitäten, die Geld kosten. Der BEE hofft hier auf die Unterstützung von Ministerien und weiteren staatlichen Behörden. mg

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