Nachhaltigkeitsberichterstattung: ESG-Berichtspflicht zwischen Wirksamkeit, Bürokratie und Greenwashing

Eine multimediale Themenplattform bündelt zentrale Forschungserkenntnisse zu Wirksamkeit, Umsetzung und Risiken von ESG-Berichtspflichten und will damit eine Grundlage für Entscheidungen in Politik, Regulierung und Unternehmen bieten.
24.04.2026 – Nachhaltigkeit gehört zu den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Wie sie wirksam gefördert werden kann, wird intensiv diskutiert. Ein verbreiteter Ansatz: Transparenz durch verbindliche Berichtspflichten. Die ESG-Berichterstattung soll sichtbar machen, wie ernst Unternehmen ihre ökologische und soziale Verantwortung nehmen. Sie soll für und in Unternehmen Anreize setzen, nachhaltiger zu wirtschaften. Zugleich liefert sie verlässliche Nachhaltigkeitsinformationen, damit politische Steuerungsinstrumente wie Grenzwerte oder steuerliche Anreize passgenau gestaltet werden können und zielgenau wirken.
Nachhaltigkeitsberichterstattung: Stolperstein oder Notbremse?
Während die EU mit dem Omnibus-Paket ihre Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung neu justiert, rücken ESG-Berichtspflichten (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) erneut in den Fokus: Wie müssen sie aussehen, damit sie echte Veränderungen anstoßen und die Wirtschaft nachhaltig und zukunftsfähig machen – ohne zur bürokratischen Last zu werden, Wachstum zu bremsen oder Greenwashing zu begünstigen?
Eine multimediale Themenplattform des Sonderforschungsbereichs TRR 266 „Accounting for Transparency“ – ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderter überregionaler Sonderforschungsbereich – bündelt zentrale Forschungserkenntnisse zu Wirksamkeit, Umsetzung und Risiken von ESG-Berichtspflichten. Für Entscheidungen in Politik und Unternehmen soll damit eine Grundlage geschaffen werden. Die Seite wird fortlaufend um neue Forschungsergebnisse und aktuelle Erkenntnisse ergänzt.
Was die Themenplattform besonders macht
Die neue ESG-Themenplattform bündelt die wichtigsten Forschungsergebnisse des TRR 266 zur Wirksamkeit, Ausgestaltung und zu möglichen Nebenwirkungen von ESG-Berichtspflichten – in mehreren, thematisch fokussierten Unterseiten. Wer tiefer einsteigen möchte, findet Verlinkungen zu weiterführenden Beiträgen, Websites, Presseinformationen und wissenschaftlichen Publikationen. Für den Einstieg ohne Vorwissen ist ein Erklärvideo eingebettet. Das formulierte Ziel der Macher: Orientierung in einer Debatte, die gleichzeitig an Tempo, Detailtiefe und politischer Bedeutung gewinnt – für Journalisten, Regulierung, politische Entscheidungsträger, Entscheider in Unternehmen und die interessierte Öffentlichkeit.
Zentrale Fragen, die die neue ESG-Themenplattform beantwortet
„Transparenz kann ein wirksames Instrument der Transformation sein – aber nur, wenn wir die richtige Balance finden“, sagt Prof. Caren Sureth-Sloane, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs und Professorin an der Universität Paderborn. „ESG-Berichtspflichten müssen zielgenau wirken, praktikabel bleiben und Vertrauen stärken, sonst entstehen Kosten ohne Nutzen – und Räume für Greenwashing.“ Genau hier setze die Forschung des TRR 266 an. Die neue Plattform liefere evidenzbasierte Antworten zu zentralen Fragen, die für Regulierung, Politik und Wirtschaft aktuell relevant wären – zum Beispiel:
- Wie ESG-Berichtspflichten wirken – und unter welchen Bedingungen sie Veränderungen anstoßen.
- Wo Berichtspflichten heute überfordern – und wie sie schlanker und wirksamer werden können.
- Wo Raum für Greenwashing entsteht – und welche Maßnahmen dem wirksam vorbeugen.
Link zur ESG-Themenplattform:
https://www.accounting-for-transparency.de/de/nachhaltigkeitsberichterstattung-stolperstein-oder-notbremse/






















































