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Start-up-StudieNeue Technologien im Energiesektor sind kein Selbstläufer

symbolische Grafik mit pinkfarbenem Hintergrund, Glühlampe schematisch aus Zahnrädern dargestellt
Innovationen im Energiesektor erfolgreich am Markt zu platzieren, ist mit erheblichen technischen und betrieblichen Herausforderungen verbunden, wie eine Studie darstellt. (Foto: Getty Images für Unsplash+ / Unsplash+-Lizenz)

Start-ups sind wichtig für die Energiewende: Allein 2024 flossen 1,2 Milliarden Euro Risikokapital in deutsche Energie-Start-ups und damit mehr als in jedes andere Technologiefeld. Eine Studie untersucht die Erfolgsfaktoren.

29.07.2026 – Start-ups im Bereich erneuerbarer Energien gelten als wichtiger Motor der Energiewende. Im Jahr 2024 flossen 1,2 Milliarden Euro Risikokapital in deutsche Energie-Start-ups und damit mehr als in jedes andere Technologiefeld. Ein Forschungsteam der Fraunhofer FFB und der Universität Münster hat untersucht, welche Faktoren den Erfolg unternehmerischer Initiativen in diesem Bereich bestimmen, auf welche Hürden sie stoßen und wie sich Investitionen gezielt in messbare Klimawirkung übersetzen lassen.

Für die Studie, die in der Fachzeitschrift Renewable and Sustainable Energy Reviews veröffentlicht wurde, analysierten die Forschenden über 2.600 wissenschaftliche Publikationen und verdichteten 142 davon zu einer systematischen Übersicht über unternehmerisches Handeln im Energiesektor.

Drei Gründungstypen im Fokus

Die Studie identifiziert drei wesentliche Formen von Unternehmertum: technologieorientierte, gemeinschaftsbasierte und ländlich geprägte Gründungen. Dabei spielen Technologie-Start-ups eine Schlüsselrolle für die Entwicklung und Umsetzung von innovativen Energielösungen wie Batterierecycling oder KI-gestützter Netzsteuerung. Gemeinschaftsinitiativen wiederum fördern die lokale Energiewende, während ländliche geprägte Start-ups den Zugang zu bezahlbarer Energie insbesondere in strukturschwachen Regionen verbessern. 

Markteintrittsbarrieren hemmen Innovationskraft

Gerade im dynamischen Umfeld der Energiewende können Start-ups zum Beispiel durch intelligentere Solarsysteme, neue Batterietechnologien oder die Organisation lokaler Energiegenossenschaften wichtige Impulse liefern.  Doch Im Vergleich zu anderen Branchen ist die Einführung und Skalierung neuer Technologien im Energiesektor „mit erheblichen technischen und betrieblichen Herausforderungen verbunden“, wie Linda Brüss erklärt. Sie ist Co-Autorin der Studie und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Entrepreneurship der Universität Münster. Besonders die Integration in bestehende Infrastrukturen oder deren Ersatz stellt junge Unternehmen demnach vor große Aufgaben. Hinzu kommt eine komplexe und sich häufig ändernde Regulierungslandschaft.

Politische Unterstützung und strategische Netzwerke als Erfolgsfaktoren

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Start-ups im Bereich der erneuerbaren Energien können entscheidend zur Energiewende beitragen, wenn die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Unternehmerische Innovationskraft allein reicht jedoch nicht aus: Gefragt sind eine gezielte politische Unterstützung, stabile rechtliche Rahmenbedingungen und der Zugang zu geeigneten Ressourcen. Um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, sollten Start-ups den Autoren zufolge regulatorische Entwicklungen aktiv verfolgen und sich in politische Prozesse einbringen. Auch strategische Partnerschaften, etwa mit etablierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder anderen Start-ups, sowie die Anpassung von Geschäftsmodellen an lokale Gegebenheiten seien wichtige Hebel.

Ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor: die Ökonomie der verschiedenen regionalen Märkte angemessen zu berücksichtigen. Jede Region und jedes Land hat unterschiedliche regulatorische Anforderungen, die zu berücksichtigen sind. Diese Unterschiede erfordern häufig Änderungen an Geschäftsmodellen, die im Optimalfall als flexible und dynamische Einheiten zugeschnitten sind. pf

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