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Skandinavische EnergiewendeSchweden erreicht Erneuerbaren-Ausbauziel früher als geplant

Bis 2040 will Schweden seine Stromerzeugung auf 100 Prozent Erneuerbare umstellen. (Foto: pixabay.com, CC0 Creative Commons)

In Schweden wird voraussichtlich schon in diesem Jahr so viel Strom aus Erneuerbaren Energien produziert, wie ursprünglich für 2030 geplant. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung vor allem auf den starken Ausbau der Windenergie.

24.07.2018 – Derzeit befindet sich Schweden auf dem besten Weg, um sein Ausbauziel für Erneuerbare Energien deutlich früher als geplant zu erreichen. Zusammen mit Norwegen hatte sich das skandinavische Land 2012 darauf verständigt, bis 2020 die regenerative Stromerzeugung um 28,4 Terawattstunden (TWh) zu erhöhen. Vor etwa einem Jahr beschloss das schwedische Parlament dann einen weiteren Ausbau der Erneuerbaren um 18 TWh bis 2030.

Berücksichtigt man nun die bereits gebauten Windkraftanlagen sowie die geplanten Investitionen, liegt Schweden gut im Rennen: Möglicherweise kann das für 2030 gesteckte Ziel sogar schon zum Ende dieses Jahres erreicht werden. Das geht aus einem Bericht des Weltwirtschaftsforums hervor. Demnach könnten Ende Dezember bereits 3.681 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von über 7.500 Megawatt sowie einer geschätzten jährlichen Produktion von rund 19,8 TWh installiert werden.

100 Prozent Erneuerbare bis 2040

Zuletzt seien viele Investitionsentscheidungen getroffen worden, die wohl auf die gesteigerten Energiewende-Ambitionen des skandinavischen Landes zurückgeführt werden können, sagt Markus Selin, Analyst bei der schwedischen Energieagentur, gegenüber dem Weltwirtschaftsforum. Aktuell befänden sich erneuerbare Energieprojekte mit einer Kapazität von 15,2 TWh im Bau, davon 11,6 TWh Windkraft, so Selin.

Insgesamt sind die Ziele für eine schnelle Energiewende und Anpassung an den Klimawandel in Schweden äußerst ambitioniert. So soll bis 2030 nicht nur der Energieverbrauch um 50 Prozent effizienter werden, sondern auch die Energieproduktion bis 2040 zu 100 Prozent auf Erneuerbaren beruhen. Die Netto-Treibhausgasemissionen sollen außerdem bis 2045 auf null gesenkt werden. jk


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