StromtarifSicherer Stromvertrag bis Ende 2030

Modernes Bürogebäude mit Glasfassade, verziert mit weißen Vogelmotiven. Vor dem Eingang steht ein Schild mit der Aufschrift „naturstrom – Energie mit Zukunft“. Im Vordergrund sind Rasen, Pflanzen und ein gepflasterter Weg zu sehen.

Die erneute Energiekrise verunsichert die Menschen im Land. Sie fürchten sich vor steigenden Preisen. Mit einem neuen Stromtarif will der Ökoenergieversorger naturstrom dem entgegenwirken: Ein Energiepreis, der bis Ende 2030 fix ist.

22.04.2026 – Es ist ein bislang selten gesehener Vorgang in der deutschen Energielandschaft: Ein Stromvertrag mit einer fixen Garantie des Energiepreises über mehrere Jahre – in diesem Fall bis Ende 2030. Der Ökoenergieversorger naturstrom erweitert damit sein Angebot von einem fixen Energiepreis bei der Strombeschaffung bis Ende 2030. „Mit dem Tarif naturstrom fix 2030 bieten wir all jenen ein attraktives Angebot, die sich mehr Planbarkeit und Sicherheit wünschen“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Ökostromanbieters, Oliver Hummel.

Konkret werden die Strombeschaffungskosten – etwa ein Drittel des Arbeitspreises – für die Vertragslaufzeit festgelegt. Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte können sich weiterhin ändern. Die Mindestvertragslaufzeit erstreckt sich bis Ende 2027. Das galt bislang und weiterhin auch für den Tarif naturstrom fix, der eine Energiepreisgarantie bis Ende 2027 bietet.

Die Sorge vor steigenden Preisen im Land

„Die aktuelle Energiekrise ist die zweite innerhalb weniger Jahre. Das verunsichert viele Verbraucher:innen“, so Hummel, mit dem neuen Tarif wolle man den Kund:innen langfristige Sicherheit geben. Damit trifft der Ökoenergieversorger offensichtlich einen Nerv. Einer repräsentativen Umfrage der Verbraucherzentrale Bundesverband zufolge, fürchtet eine Mehrheit von 58 Prozent der Menschen im Land, dass die Preise durch den Krieg in Nahost so stark steigen, dass sie sich im Alltag finanziell einschränken müssen.

Durch den Angriff der USA und Israel auf den Iran und deren darauffolgende Schließung der Straße von Hormus, ist eine der wichtigsten Exportrouten von Öl und Gas, insbesondere in asiatische Länder dicht. Das hat Auswirkungen auf die weltweiten Energie- und infolge auch weiteren Preise. In Deutschland führte die Bundesregierung in der letzten Woche einen Tankrabatt ein, der Benzin und Diesel billiger machen soll.

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Nahaufnahme eines Autos an einer Tankstelle, in dessen Tankstutzen eine Zapfpistole steckt. Im Hintergrund zeigt eine beleuchtete Preistafel bei Sonnenuntergang die Kraftstoffpreise: Super E10 2,162 €, Super 2,168 € und Diesel 2,149 €.
Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung

Ein Tankrabatt der schon einmal nicht die erhoffte Wirkung zeigte

Und wieder hat eine Bundesregierung einen Tankrabatt beschlossen. Ein solcher zeigte schon 2022 nur begrenzte Wirkung. Weitere Maßnahmen gegen die Energiekrise werden debattiert, fehlen bislang jedoch.

Die Bundesregierung müsse Verbraucher:innen schnell und wirksam entlasten, fordert die Verbraucherzentrale Bundesverband. Ein gutes Mittel dafür sei die Senkung der Stromsteuer für private Haushalte. „Die Senkung der Stromsteuer liegt als Wahlversprechen seit Monaten auf dem Tisch und muss jetzt endlich kommen. Das entastet die Menschen direkt“, so Ramona Pop. „Mehr Transparenz bei der Preisbildung von Lebensmitteln würde zudem dafür sorgen, dass ungerechtfertigte Preiserhöhungen aufgedeckt werden und Verbraucherinnen und Verbraucher faire Preise zahlen.“

Grundsätzlich mache die aktuelle Krise und dritte innerhalb weniger Jahre einmal mehr deutlich, wie wichtig es sei, Wirtschaft und Gesellschaft langfristig krisenfest zu machen. Die Bundesregierung müss die Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen reduzieren und erneuerbare Energien schneller ausbauen, fordert die Verbraucherzentrale. „Solar- und Windkraft, E-Mobilität, ein attraktiver ÖPNV und resiliente Lieferketten machen Deutschland krisenfester und schützen die Menschen am nachhaltigsten vor Preisschocks,“ sagt Ramona Pop.

Der naturstrom AG kommen bei der Kalkulation der Strombeschaffung über mehr als vier Jahre hinweg, die eigenen Ökostromanlagen zugute. Zuletzt brachte die naturstrom-Tochter NaturEnergy den 18 Megawatt starken Windpark Bühnerbach im niedersächsischen Neuenkirchen ans Netz. Insgesamt verfügen naturstrom und NaturEnergy aktuell über ein Portfolio von Wind- und Solarparks mit einer Leistung von aktuell 325 Megawatt. Zunehmend werden auch Batteriespeicher für das Lastenmanagement an die Erneuerbaren Anlagen angeschlossen. Anfang des Jahres gründete naturstrom mit weiteren Ökoenergieversorgern zudem eine Handelsplattform für die Direktvermarktung Erneuerbarer Energien. mg

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