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Tesla will Solarfirma SolarCity kaufen

Tech-Milliardär Elon Musk ist nicht nur größer Aktionär von Tesla sondern auch von SolarCity. (Foto: Steve Jurvetson, flickr.com, CC BY-2.0, https://www.flickr.com/photos/jurvetson/14338311681)
Tech-Milliardär Elon Musk ist nicht nur größer Aktionär von Tesla sondern auch von SolarCity. (Foto: Steve Jurvetson, flickr.com, CC BY-2.0, https://www.flickr.com/photos/jurvetson/14338311681)

Das kalifornische Elektroauto- und Batterie-Unternehmen Tesla will sein Geschäft auch auf die Solarenergie ausweiten und einen der größten US-Anbieter für Solarstromanlagen kaufen. Firmengründer Elon Musk ist bereits an beiden Unternehmen beteiligt.

26.06.2016 – Zwischen 26,50 und 28,50 US-Dollar soll Tesla pro SolarCity-Aktie geboten haben, insgesamt bis zu 2,8 Milliarden Euro. Das macht einen Aufschlag auf den Aktienwert vom Montag von bis zu 30 Prozent. Kein schlechtes Angebot, wenn man bedenkt, dass Tesla-Eigner und Tech-Milliardär Elon Musk größter Aktionär beider Firmen ist. Nicht nur der E-Autobauer gehört ihm, auch bei SolarCity sitzt Musk im Aufsichtsrat. Zudem wurde der Solaranlagen-Spezialist 2006 von seinem Cousin Lyndon Rive gegründet. Die Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit scheinen also gegeben zu sein.

Mit dem Zukauf will Tesla sich breiter aufstellen und den Markt mit Elektroautos weiter revolutionieren. Schon heute ist das laut Forbes innovativste Unternehmen weltweit kein reiner Autobauer sondern setzt auf die Vision weg von einer Verbrennungswirtschaft und hin zu einer Solar-Elektrowirtschaft. Tesla baut dafür neben den eigenen, revolutionären E-Autos weltweit Gleichstrom-Schnellladestationen und bis 2020 gemeinsam mit Panasonic die „Gigafactory“, eine riesige Batteriefabrik in der Wüste Nevadas, die die Akkupreise für Elektroautos um bis zu 30 Prozent senken soll.

Ein „Erneuerbare-Energien-Gigant“ könnte entstehen

Mit dem Zukauf von SolcarCity – falls die Aktionäre das Angebot annehmen – könnte Tesla auch zum großen Verkäufer von Solarstromanlagen und Ökostrom aufsteigen. Das Geschäft mit der sauberen Stromerzeugung könnte direkt den eigenen Elektroauto-Käufern angeboten werden. „Gemeinsam wären wir in der Lage, die Kernkompetenzen beider Firmen zu maximieren und auszubauen“, schreibt Tesla im eigenen Unternehmens-Blog zur geplanten Übernahme.

Mit den Tesla-Elektroautos, den Solaranlagen von SolarCity und dem Tesla-Stromspeicher Powerwall wären Kunden in der Lage, ihre eigene saubere Energie „so effizient und nachhaltig wie möglich einzusetzen und zu konsumieren“. Ein „Erneuerbare-Energien-Gigant“ könnte entstehen, so wünscht es sich Elon Musk. Die Integration der Angebote beider Firmen mache nur Sinn, sagte er am vergangen Dienstag.

Eine der Herausforderungen der Übernahme könnten die Finanzen der beiden Firmen aus dem Silicon Valley sein. Denn SolarCity hat laut Angaben der New York Times im vergangenen Jahr 2,6 Milliarden US-Dollar Schulden angehäuft, auch Tesla gab 2015 etwa 2,2 Milliarden US-Dollar mehr aus als es einnahm. Zwar gehört das Schuldenmachen in den Gründungsjahren zum üblichen Geschäftsmodell im Silicon Valley, dennoch wird nun im Zusammenhang mit der Übernahme über die Attraktivität von Tesla für neue Investoren spekuliert. cw


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