Deutsche Post wird bis 2050 emissionsfrei

it dem „Streetscooter“ baut der Post-Konzern bereits eigene elektrisch betriebene Transportwagen. (Foto: Deutsche Post AG)
it dem „Streetscooter“ baut der Post-Konzern bereits eigene elektrisch betriebene Transportwagen. (Foto: Deutsche Post AG)

Zukünftig möchte die Deutsche Post DHL Group alle logistikbezogenen Emissionen auf null reduzieren. Dafür plant das Unternehmen seinen Ressourcenverbrauch zu minimieren und ausschließlich umweltfreundliche Energiequellen und Kraftstoffe zu verwenden.

15.03.2017 – Die Deutsche Post DHL Group möchte sich aktiv an der Zielerreichung des Pariser Klimaabkommens beteiligen und seinen Teil dazu beitragen, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken. Dafür hat das Unternehmen in der vergangenen Woche ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm vorgelegt. Bis zum Jahr 2050 sollen alle logistikbezogenen Emissionen komplett eingedämmt werden. Zudem kündigte der weltweit größte Post- und Logistikdienstleister an, im Bereich der „grünen Logistik“ die Marktführerschaft zu übernehmen.

„Wir entscheiden heute, in welcher Welt wir und unsere Kinder in 30 Jahren leben werden“, so der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Post DHL Group Frank Appel. Daher soll das übergeordnete Null-Emissions-Ziel im Rahmen des konzernübergreifenden Umweltschutzprogramms „GoGreen“ durch vier unterschiedliche Teilziele erreicht werden.

Gegenüber dem Basisjahr 2007 soll die CO2-Effizienz bis zum Jahr 2025 um 50 Prozent verbessert und die lokale Abholung und Zustellung der Pakete zu 70 Prozent auf saubere Lösungen umgestellt werden. Dafür plant die DHL zukünftig deutlich mehr umweltschonende Transportmöglichkeiten wie Räder oder Elektrofahrzeuge einzusetzen. Außerdem soll der „grüne“ Anteil vom Konzernumsatz auf über 50 Prozent steigen. Bis 2025 möchte das Unternehmen zudem 80 Prozent seiner Mitarbeiter zu Experten der „grünen Logistik“ zertifizieren und an Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten beteiligen.

DHL unterstützt Agenda 2030

Durch das „GoGreen“-Programm unterstützt die Deutsche Post auch die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, woran auch die kürzlich von der Bundesregierung verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie anknüpft. Dabei soll der im Zuge der Globalisierung beschleunigte weltweite wirtschaftliche Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und den ökologischen Grenzen unserer Erde in Einklang gebracht werden.

Die Klimaschutzmaßnahmen der DHL sollen dabei vor allem zwei der insgesamt siebzehn globalen Ziele der Vereinten Nationen unterstützen. So möchte das Unternehmen die Nachhaltigkeit von Städten und Gemeinden verbessern und konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz verabschieden.

Bisherige Klimaziele wurden vorzeitig erreicht

Durch die Optimierung der Fahrzeugflotte, Gebäude und der Gestaltung logistischer Netzwerke konnte die Deutsche Post DHL Group vier Jahre früher als geplant sein bisheriges Umweltziel erreichen. Gegenüber dem Basisjahr 2007 wollte das Unternehmen bis 2020 seine CO2-Effizienz um 30 Prozent verbessern.

Im Rahmen des Umweltschutzprogramms „GoGreen“ werden dabei zwei unterschiedliche Aspekte optimiert. So wird nicht nur der Ressourcenverbrauch reduziert, indem beispielsweise die Auslastung verbessert wird, sondern auch zunehmend umweltfreundliche Energiequellen und Kraftstoffe verwendet. Daher produziert der Post-Konzern seit einigen Jahren mit dem „Streetscooter“ einen eigenen elektrisch betriebener Transportwagen für seine Zustellflotte. jk

   

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