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Energiewende – #kannstduauchInfluencer zeigen die dezentrale Energiewende auf Instagram

Julia, Yannick und Oliver sind drei junge Influencer, die bei #kannstduauch auf Instagram zeigen wollen, wie jeder bei der dezentralen Energiewende mitmachen kann. (Foto: © 100 prozent erneuerbar stiftung / #kannstduauch)
Julia, Yannick und Oliver sind drei junge Influencer, die bei #kannstduauch auf Instagram zeigen wollen, wie jeder bei der dezentralen Energiewende mitmachen kann. (Foto: © 100 prozent erneuerbar stiftung / #kannstduauch)

Vom Protest in die Praxis: Innerhalb der neu gestarteten Instagram-Kampagne #kannstduauch zeigen drei Influencer in Rheinland-Pfalz, dass jeder und jede die Energiewende mitgestalten kann und wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch Spaß bedeuten.

18.11.2019 – Die Fridays for Future Bewegung bringt den Klimaschutz in die Köpfe von Politikern und Bürgern. Wie aber lässt sich Klimaschutz in den eigenen Alltag integrieren und praktizieren? Kann man auch mehr machen als auf Coffee-to-go-Becher zu verzichten oder vegan zu essen?

Drei junge Influencer – Julia, Yannick und Oliver – zeigen nun gemeinsam mit der 100 prozent erneuerbar stiftung auf Instagram alltagsnahe Möglichkeiten, die dezentrale Energiewende mitzugestalten und die Bereicherung, die ein nachhaltiger Lebensstil mit sich bringt. Ziel der Kampagne ist es, jungen Menschen die unterschiedlichen Facetten der Energiewende zu vermitteln und zum Umsetzen zu motivieren. Vier Monate wird die Kampagne erstmal laufen. Das Umweltministerium Rheinland Pfalz unterstützt das Projekt .

„Mit #kannstduauch möchten wir fernab der klassischen Informationsangebote neue Zielgruppen erreichen, die bisher noch keinen Zugang zur dezentralen Energiewende hatten“, erklärt Friederike Skorning, Projektmanagerin der 100 prozent erneuerbar stiftung, das Projekt. „Wir holen sie dort ab, wo sie sich jeden Tag aufhalten: auf Instagram. Und wir lassen Menschen gleichen Alters mit ihnen sprechen.”

Der user- und nutzenzentrierte Fokus der Kommunikationsoffensive liegt im Perspektivwechsel und macht an dieser Stelle einen Unterschied zum herkömmlichen Kommunikationsangebot.

Die Influencer testen Tools wie Balkonmodule, informieren über Mieterstrommodelle und besuchen Energiewende-Pioniere aus Rheinland-Pfalz. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in den Sozialen Medien immer mehr Zulauf. Bewusste Lebensweise, kritischer Konsum, Verzicht auf klimaschädliches Verhalten spielen eine große Rolle, auch bei Influencern. Da­gegen sind die Themen Energie und Energiewende weniger populär, obgleich sie für diese Bereiche eine große Hebelwirkung haben.

#kannstduauch ist Teil von Neue Kraft mit der Nachbarschaft. Wir machen die dezentrale Energiewende, eine Kampagne, die von der 100 prozent erneuerbar stiftung zusammen mit dem Bündnis Bürgerenergie e.V. durchgeführt wird.


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Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Denkender Bürger 18.11.2019, 09:01:28

Man sollte jetzt nicht den Fehler machen, die dezentrale Energiewende hoch zu jubeln und darüber die Energiewende in der zentralen Energieversorgung zu vernachlässigen. Es gibt nun mal bei der Energieversorgung einige technische Begebenheiten und Anforderungen, die nur oder zumindest effektiver über eine zentrale Energieversorgung lösbar sind.

Wenn die Energiewende ein Erfolg werden soll, dann funktioniert das daher nur im Zusammenwirken von zentraler und dezentraler Energieversorung.

Denkender Bürger 18.11.2019, 21:57:42

Trotzdem zur Kampagne eine Frage:

Wie hoch ist eigentlich der Energiebedarf dieser Kampagne und wie sieht es mit deren Umwelt-Billanz aus?

(Man wird ja mal fragen dürfen ...)

sonnenseite.com 19.11.2019, 19:00:51

Dunkelflauten sind beherrschbar

 

Zu wenig Wind- und Solarstrom im Netz könne zu Versorgungslücken führen, schüren Kritiker Ängste. Doch ist dies wirklich eine Gefahr in Deutschland? Nein, sagt eine Expertin, die dazu an der RWTH Aachen geforscht hat.

 

„Wir brauchen keine Angst vor Dunkelflauten zu haben“, betont Julia Badeda, die mehrere Jahre zu energiewirtschaftlichen Fragen an der RWTH Aachen geforscht und sich intensiv mit Studien zu Dunkelflauten beschäftigt hat. Haute arbeitet Badeda beim Projektierer Abo Wind. „Sonnen- und windarme Zeiten sind berechenbar und unsere Stromversorgung kann heute und in Zukunft sichergestellt werden.“ Allerdings sie dafür ein adäquates Stromsystem-Design nötig, das konsequent auf den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie setzt und dementsprechend konzipiert werde.

 

Auf der Fachkonferenz Forum Neue Energiewelt am 21./22. November 2019 in Berlin wird Julia Badeda, einen Impulsvortrag zum Thema Dunkelflaute halten, der unter anderem auf der Arbeit des Wissenschaftlers Robin Beer am Forschungszentrum Jülich basiert.

 

Definition der Dunkelflaute

 

Badeda plädiert dafür, zunächst einmal eine Begriffsklärung vorzunehmen. Eine Dunkelflaute wird häufig als eine Zeitspanne beschrieben, in der es gleichzeitig wenig Sonnenlicht und wenig Wind gibt. Die „kalte Dunkelflaute“ bezeichnet hingegen das längerfristig geringe Angebot an Solar- und Windstrom bei niedrigen Außentemperaturen und gleichzeitig hoher Nachfrage nach Elektrizität, die zusätzlich zum Heizen benötigt wird. „Wir müssen zunächst klären, von welchen Zeitspannen wir sprechen und ob diese schon systemkritisch sind, es also überhaupt eine problematische Untererzeugung gibt“, führt Badeda aus.

sonnenseite.com 19.11.2019, 19:01:12

Bei dem derzeitigen Ausbau der Photovoltaik und Windenergie in Deutschland könnten Dunkelflauten problemlos mit der existierenden Kraftwerksleistung beherrscht werden, sagt die Expertin. Für die zukünftige Auslegung sollte die Systemgrenze aus ökonomischen Gründen immer im europäischen Verbund gedacht werden.

 

Überproduktion von Ökostrom erforderlich

 

In einem zukünftigen Energiesystem mit 70 Prozent fluktuierenden Ökoenergien im Stromnetz müssten die Zeiträume für mögliche Dunkelflauten bewertet werden, indem der dann bestehende Windturbinen- und Solarstrommix in die Überlegungen einfließt. Dieser müsste aus verschiedenen Anlagentypen bestehen, zu denen auch hochflexible Gaskraftwerke zählen. „Und wir brauchen einen deutlich höheren Zubau an Wind- und Photovoltaikanlagen“, fordert Badeda. „In der Summe werden wir eine Überproduktion benötigen, und diese für die saisonale Speicherung nutzen.“ Darüber hinaus plädiert die Energie-Expertin, im europäischen Kontext zu denken.

Denkender Bürger 24.11.2019, 11:44:59

+16 Gut

Dann soll mir die Frau "Exertin" das mal vorrechnen.

Wäre mir neu, daß man das Wetter berechnen kann - aber ich lasse mich da gern eines Besseren belehren.

Denkender Bürger 24.11.2019, 11:50:12

+15 Gut

Im Übrigen relativiert die Frau "Expertin" schon selbst ihre eigenen Aussagen und Thesen - ein deutiches Zeichen, daß sie sich bewußt ist, auf welch dünnem Eis sie mit ihren Thesen steht ...

Denkender Bürger 24.11.2019, 12:17:45

+17 Gut

Und weil wir nun schon mal bei Thema sind, zu Wissenschaftlern mal eine ganz allgemeine Feststellung - aus egener schmerzlicher Erfahrung:

Viele Wissenschaftler sind zwar brilliante Theoretiker, in der Praxis aber unfähig, einen Sack Wasser in der Kurve umzuwerfen. Ich habe als Technologe mal die Einrichtung eines wissenschaftlichen Labors betreut, durfe also das, was sich die Damen und Herren Wissenschaftler in der Theorie ausgedacht hatten in die Praxis umsetzen.

Eher gehe ich barfuß nach Canossa, als das ich so einen Auftrag noch mal annehme!

Und die eingebauten Geräte mußten wegen grober Bedienfehler fast allesamt innerhalb des ersten Jahres zur reparatur - einige davon sogar mehrfach!

Man sollte irgendwelche Thesen irgendwelcher Wisenschaftler daher keinstenfalls vorbehaltslos für bare Münze nehmen, sondern mit gesundem Menschenverstand erst mal nach der Praxis, dem praktischen Wert und der praktischen Umsetzbarkeit dieser Theorien fragen.

Denkender Bürger 24.11.2019, 21:54:24

+19 Gut

Und wenn man die Ausführungen der Frau Wissenschaftlerin genau liest, wird klar, worauf diese hinauslaufen:

Wir brauchen Energiespeicher, um Dunkelflauten übrbrücken zu können.

Ist zwar so direkt nicht gesagt,aber man kommt drauf, wenn man die Texte genauer ließt.

Nur liegt genau a das Kernproblenm einer Umstellu der Stromversorgung auf Windkarft und Sonne:

Akkus sind wegen des Platz- und Rohstoffbedarfs keine Alternative.

Die Brennstoffzellen-Technologie ist zwar eine Alternative - aber noch nicht so weit, das sie für Speicher im erforderlichen Umfang einsetzbar ist. Und Progonen, wann diese so weit sein wird, sind ein Blick in die Glaskugel.

Und Pumpspeicherwerke als heute schon umsetzbare Möglichkeit will wegen der mit dem Bau unweigerlich einhergehenden Umwelteingriffe keiner - insbesondre nicht die Öko-Lobby (an den Streit um den Bau das Pumpspeicherwerk Goldisthal sei stellvertretend verwiesen).

Und nun stellt sich die Farge:

Woher die Speicher nehmen und nicht stehlen?

Solange das Speicherproblem zu Überbrückung von Dunkelflauten nicht gelöst ist, ist die vollständige Umstellung der Energieversorgung auf Wind und Sonne schlicht nicht möglich.

sonnenseite.com 19.11.2019, 19:23:48

Die Zukunft wird sch...... Es steht zur Wahl:

 

1. Ganz schlimm, weil es mit den fossile Energien gerade so weiter geht

 

2. Ein klein weniger schlimm, durch erneuerbare Energien

 

 

 

Was ist Ihre Wahl "denkender Bürger"?

Denkender Bürger 24.11.2019, 11:47:59

+15 Gut

Ich habe es schon mal gesagt:

Weder das Maximum noch das Minimum ist die Lösung, sondern das Optimum.

Und das erreicht man nicht mit irendwelchen kurzsichtigen Schnellschüssen, sondern nur mit durchdachten und technisch umsetzbaren Konzepten, welche möglichst viele und im Idealfall alle Faktoren berücksichtigen.


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