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VersorgungssicherheitIn Ostdeutschland ist schon heute Ökostrom-Zukunft

Windpark in Mecklenburg-Vorpommern.
Windpark in Mecklenburg-Vorpommern. (Foto: (Foto: pixabay, CC0 1.0)

Über 50 Prozent Ökostrom im Stromnetz? Unmöglich! Blackout! Energiewende-Kritiker verweisen seit Jahrzehnten auf Gefahren für die Versorgungssicherheit. Der erneute Gegenbeweis: 2018 bezog Ostdeutschland 56 Prozent Ökostrom. Netzeingriffe nahmen ab.

04.03.2019 – „Der Nordosten Deutschlands ist weiter Vorreiter bei der Integration Erneuerbarer Energien in die Stromversorgung“, so beginnt die Pressemitteilung des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, zuständig für Ostdeutschland und Hamburg. Und deren Chef Boris Schucht ergänzt: „Wir sind stolz, mit diesem Spitzenanteil an Erneuerbaren unseren Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende leisten zu können.“

Tatsächlich ist der Stromnetzmanager so etwas wie ein Vorbild in der Branche. 50Hertz zeigt Kritikern der Energiewende, was diese für unmöglich gehalten hatten: Auch bei steigendem Ökostrom-Anteil im Netz gehen nicht die Lichter aus. Die Versorgungssicherheit sei in keiner Weise gefährdet, sagt Schucht. Und das bei 56,5 Prozent Ökostrom im Netz. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden in ganz Deutschland gut 38 Prozent Ökostrom verbraucht.

Netzeingriffe und Kosten sinken

In Ostdeutschland stammt bereits das zweite Jahr in Folge mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms aus Ökostromanlagen. Mehr noch: In zwei Jahren könnten dort bereits die von der Bundesregierung für 2030 anvisierten 65 Prozent erreicht sein. 50Hertz freut das aber eher, als dass sich Sorgen breit machen. Der Stromnetzbetreiber kommt bestens zurecht mit der schwankenden Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen.

Dank neuer Stromleitungen wie der Thüringer Strombrücke zwischen Thüringen und Bayern sanken zudem die Kosten für Eingriffe in das Stromnetz. Trotz 1,6 Gigawatt neuer Ökostromleistung im Netz nahmen die Zahlungen für das sogenannte Engpassmanagement um rund 100 Millionen auf insgesamt 105 Millionen Euro ab. Ein Jahr zuvor waren noch Kosten von 207 Millionen Euro für das Redispatch genannte Herauf- und Herunterfahren von fossilen Kraftwerken sowie das Einsenken von Erneuerbaren-Energien-Anlagen zum Zwecke der Systemstabilität entstanden. cw


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