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Stromspeicher Powerpack

Teslas erster Großbatteriespeicher in Europa am Netz

Teslas 140 Akkus im belgischen Terhills nahe der deutschen Grenze.
Teslas 140 Akkus im belgischen Terhills nahe der deutschen Grenze. (Foto: © Tesla)

Im belgischen Terhills nahe der deutschen Grenze hat Tesla seinen ersten Batteriespeicher in Europa installiert – in nur sechs Monaten. Die 140 Akkus mit einer Leistung von 18 Megawatt geben Stromnetzbetreibern mehr Spielraum für die Energiewende.

25.05.2018 – Seit der vergangenen Woche ist der Großbatteriespeicher im Einsatz, nur sechs Monate hat es von der Idee bis zur Realisierung gedauert. Damit beweist Tesla erneut wie schnell das Unternehmen auf Netzengpässe reagieren kann und sichert sich Aufmerksamkeit und kostenlose Werbung für seine leistungsstarken Stromspeicher. Die Powerpack genannten flexibel skalierbaren Akkusysteme sind für Industrie und öffentliche Einrichtungen konzipiert.

Zuvor hatte Tesla in Kalifornien und Australien die Fähigkeiten seiner Batteriespeicher unter Beweis gestellt und die Versorgungssicherheit gewährleistet. Dort dienen die Powerpacks wie in Belgien der Stabilisierung des Stromnetzes indem überschüssiger Strom zwischengespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben wird. Sind mehr solcher Speichersysteme vorhanden, bietet dies den Netzbetreibern mehr Flexibilität im Umgang mit größeren Mengen an Solar- und Windstrom.

Wichtiges Werkzeug für die Energiewende

Deshalb gelten Speicherlösungen, ob mit Batterien oder Technologien wie Power-to-Gas, als wichtiges Werkzeug für die Energiewende. Kommt es zu einem Versorgungsengpass können die 140 Tesla-Akkus mit einer Leistung von 18,2 Megawatt (MW) etwa ein Viertel der für Belgien benötigten 81 MW Reserve liefern.

Bekannt ist bisher nur ein weiteres Tesla-Projekt in Europa, in Großbritannien plant das US-Unternehmen einen Batteriespeicher ähnlich dem belgischen. Einer der größten Batteriespeicher Europas entsteht aber woanders: Im schleswig-holsteinischen Jardelund bei Flensburg bauen der niederländische Energiekonzern Eneco und Mitsubishi ein Speichersystem mit einer Leistung von 48 MW, das 5.300 Haushalte für einen ganzen Tag lang mit Strom versorgen kann.

Briten starten Großprojekt

Was in Deutschland bisher fehlt, ist ein übergreifendes Konzept. Zwar hatte der Energiekonzern Steag Ende 2016 sechs Großbatteriespeicher mit einer Gesamtleistung von 90 MW im Saarland und Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen, größere Vorhaben sind dennoch nicht bekannt.

Anders in Großbritannien: Dort hatte vor wenigen Tagen das Unternehmen Pivot Power mit dem britischen Netzbetreiber National Grid eine Kooperation vorgestellt, die es in sich hat. Ein Netz von 45 Batteriespeichern mit einer Leistung von 2 Gigawatt und bis zu 100 Schnellladesäulen für E-Autos befinden sich in Planung und könnten die Energiewende auf der Insel entscheidend voranbringen. cw


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