Menü öffnen

SolarboomChinas Photovoltaik-Zubau brummt

Photovoltaik-Anlage
Ende Dezember 2018 ist die kumuliert installierte Photovoltaik-Leistung auf knapp 175 Gigawatt gestiegen. (Foto: unsplash.com, CC0 Public Domain)

Trotz deutlicher Kürzung der Solarförderung wurde 2018 in China eine Photovoltaik-Leistung von 44,1 Gigawatt installiert. Damit stieg die insgesamt verfügbare PV-Leistung auf fast 175 Gigawatt – und noch ist kein Ende des Solarbooms in Sicht.

22.01.2019 – China, Land der Superlative. Seit Jahren überschlagen sich die Meldungen über den rasenden Ausbau der Solarenergie. Während in Deutschland 2017 eine Photovoltaikleistung von 1,7 Gigawatt (GW) installiert wurde, waren es in China knapp 53 GW. Für das vergangene Jahr hatten Experten jedoch einen deutlichen Einbruch des PV-Ausbaus in der Volksrepublik prognostiziert. Ende Mai hatte die Regierung die Solarförderung gekürzt und den weiteren Zubau damit kräftig ausgebremst.

Doch daraus wurde nichts, wie nun neue Zahlen zeigen. Der chinesische PV-Markt ist laut offiziellen Daten der Nationalen Energiebehörde NEA im Jahr 2018 weiter um stolze 44,1 GW gewachsen. Das geht aus einem Bericht von pv magazine hervor. Damit stieg die kumuliert installierte Photovoltaik-Leistung zum Ende des vergangenen Jahres auf 174,63 Gigawatt. Die installierte Windenergie-Leistung stieg bis Ende Dezember 2018 sogar auf 184,2 GW.

Solarindustrie wächst stetig

Neben dem starken PV-Zubau hat auch die Produktion in der Solarindustrie deutlich angezogen. Zahlen der Vereinigung China Photovoltaic Industry Association (CPIA) belegen einen Anstieg der Solarzellen-Produktion um über 21 Prozent, so pv magazine. Das Gesamtvolumen ist hier auf rund 87 GW angewachsen. Zugenommen hat auch das Produktionsvolumen von Solarmodulen. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Branche eine Steigerung um 14,3 Prozent auf insgesamt über 85 GW erzielen.

Auch in diesem Jahr rechnen Branchenexperten mit einem weiteren Wachstum der chinesischen Solarindustrie. Neben den stetig sinkenden Modulpreisen hat die EU ihre Mindesteinfuhrpreise für chinesische Solarzellen und -module aufgegeben. Dieser Schritt dürfte den PV-Markt weiter kräftig ankurbeln. Der Handelsstreit mit den USA habe für die Branche hingegen nur kleinere Auswirkungen, da die Vereinigten Staaten nur einen sehr geringen Teil an den gesamten Exporten ausmachen. jk


Mehr zum Thema


Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

(wird nicht veröffentlicht)
max 2.000 Zeichen



energiezukunft