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2018 wird Rekordjahr

Schon jetzt so viel Solarstrom wie in ganz 2017 erzeugt

Der lange Sommer 2018 bescherte viel Solarstrom
Der Rekordsommer von 2018 bescherte neue Solarstromrekorde. (Foto: pixabay, CC0 1.0)

Der lange Sommer zeigt seine Vorzüge: In den ersten neun Monaten wurde bereits so viel Solarstrom erzeugt wie im gesamten letzten Jahr. Bis Ende September erwartet die Solarbranche 40 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom, ein Plus von 11 Prozent.

27.09.2018 – Zwar sind die ersten neun Monate des Jahres erst in einigen Tagen vorbei, dennoch ist sich der Bundesverband Solarwirtschaft sicher: 2018 wird ein Rekordjahr für die Solarenergie in Deutschland. Im ersten Dreivierteljahr werden die 1,7 Millionen Solaranlagen zusammengerechnet mehr als 40 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugen, das ist etwa so viel wie 2017 insgesamt erzeugt wurde. Bereits zur Jahresmitte hatte der für Ostdeutschland zuständige Netzbetreiber 50 Hertz einen neuen Solarstromrekord gemeldet.

Trotz der guten Zahlen ärgert sich die Solarbranche über die Fesseln der Politik. Und das zu recht: Die Preise für kleine Solaranlagen und große Solarparks sind in den vergangenen Jahren in den Keller gerauscht. Heute lässt sich Solarstrom so günstig erzeugen wie noch nie und der Trend geht immer weiter. Nach der Aufhebung von Strafzöllen auf chinesische Solarmodule dürften die Kosten weiter sinken.

Die Bremsen lösen

Zwar sei die Freude über die neuesten Rekordzahlen groß, gleichzeitig herrsche aber großes Unverständnis, warum der Ausbau der Solarenergie in Deutschland noch immer so erschwert werde, fasste Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft, die Stimmung in der Branche zusammen. „Nach sensationellen Erfolgen bei der Kostensenkung ist jetzt der Zeitpunkt für eine politische Neubewertung und eine deutliche Beschleunigung des Solartechnikausbaus gekommen.“ Die Bremsen müssten gelöst werden.

Konkret fordert der Verband angesichts der verfehlten Klimaschutzziele und des zu erwartenden Anstiegs des Stromverbrauchs durch mehr Elektroautos, die Ausbauzahlen für Solarparks zu erhöhen. Die Bundesregierung hat den Ausbau von Solaranlagen ab einer Leistung von 750 Kilowatt gedeckelt, in diesem Jahr werden wie schon 2017 in drei Ausschreibungen nur 600 Megawatt neue Kapazitäten ausgeschrieben.

Zu wenig für eigene Ökostrom-Ziele

Viel zu wenig, um das eigene Ziel von 65 Prozent Erneuerbare Energien am Stromverbrauch bis 2030 zu erreichen. Im vergangenen Jahr stieg die Photovoltaik-Leistung inklusiver kleinerer Solarparks und privater Anlagen um nur 1,75 Gigawatt an. In den Jahren 2010 bis 2012 waren es jeweils über 7 Gigawatt, seitdem ist der Ausbau durch die Regierung stark gebremst worden. Besserung ist trotz geringerer Kosten kaum in Sicht. cw


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