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USA offiziell aus Pariser Klimaabkommen ausgetreten

Bereits im Juni kündigte US-Präsident Trump an, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/trump-pr%C3%A4sident-usa-amerika-flagge-2546104/" target="_blank">geralt / pixabay.com</a>, CC0 Public Domain)
Bereits im Juni kündigte US-Präsident Trump an, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten. (Foto: geralt / pixabay.com, CC0 Public Domain)

Die USA haben offiziell ihren Austritt aus dem Weltklimaabkommen bei den Vereinten Nationen eingereicht – wenn auch unter Vorbehalt. Denn mitreden will Washington trotzdem noch. Eine Rückkehr zum Pariser Abkommen ist damit aber nicht ausgeschlossen.

08.08.2017 – Anfang Juni hatte US-Präsident Donald Trump in einem lange inszenierten Auftritt angekündigt, dass sich die USA allen Appellen zum Trotz aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen und damit auch dem globalen Klimaschutz den Rücken kehren werden. Mit dem Einreichen einer schriftlichen Austrittserklärung wurde dieser Schritt vor wenigen Tagen durch das Außenministerium in die Tat umgesetzt. Allerdings wird es wohl noch mindestens drei Jahre dauern, bis die USA tatsächlich aus dem Abkommen raus sind.

Diese Zeit will Washington nutzen, um auch weiterhin an den UN-Klimagesprächen teilzunehmen. So schließt das Außenministerium einen erneuten Beitritt zum Pariser Abkommen nicht aus. Falls günstigere Bedingungen für die Vereinigten Staaten nachverhandelt werden könnten, sei Präsident Trump diesem Schritt gegenüber durchaus aufgeschlossen. Dabei ist es aber mehr als fraglich, ob andere Staaten zu derartigen Zugeständnissen überhaupt bereit wären.

Abkommen schadet US-amerikanischer Wirtschaft

Seinen Austritt begründete Trump im Juni damit, dass das Abkommen wirtschaftlich schlecht für die USA sei und viele Arbeitsplätze gefährde. Außerdem enge es den Handlungsspielraum der Regierung zu sehr ein.

Im Juni wurde nach der Austrittsankündigung noch befürchtet, dass Trump einen Dominoeffekt auslösen könnte. Jedoch ist bisher keines der 195 Länder, die das in Paris beschlossene Klimaabkommen unterzeichnet haben, dem Beispiel der USA gefolgt. Außerdem erteilten die Staaten der Forderung für Neuverhandlungen zu den Beschlüssen eine klare Absage. So scheint die USA mit ihrer aktuellen klimapolitischen Ausrichtung stärker isoliert zu sein denn je. jk

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