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Zivilgesellschaft will beim G20-Treffen mitreden

Bundeskanzlerin Angela Merkel diskutiert beim Civil20-Gipfel mit Bernd Bornhorst (VENRO), Winnie Byanyima (Oxfam International), Lori Wallach (Citizen Watch) und Ernst-Christoph Stolper (Forum Umwelt & Entwicklung) (von links nach rechts). (Foto: <a href=
Bundeskanzlerin Angela Merkel diskutiert beim Civil20-Gipfel mit Bernd Bornhorst (VENRO), Winnie Byanyima (Oxfam International), Lori Wallach (Citizen Watch) und Ernst-Christoph Stolper (Forum Umwelt & Entwicklung) (von links nach rechts). (Foto: © Stephanie von Becker, Civil20)

Das zivilgesellschaftliche Bündnis Civil20 hat in Hinblick auf das bevorstehende G20-Treffen einen umfangreichen Forderungskatalog in Hamburg an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Thematisiert wird darin unter anderem der globale Klimaschutz.

22.06.2017 – Bereits 2009 hat sich mit der Civil20 (C20) ein Zusammenschluss von nationalen und internationalen Organisationen formiert, der die Arbeit der G20-Staaten inhaltlich reflektiert und kritisch begleitet. Ziel ist es, der internationalen Zivilgesellschaft bei global relevanten Themen eine gemeinsame Stimme zu verschaffen. Das ist nun kürzlich beim Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Hamburg erneut gelungen. Das C20-Bündnis gab ihr einen umfangreichen Forderungskatalog mit auf den Weg für den bevorstehenden G20-Gipfel, der zuvor von unterschiedlichen Arbeitsgruppen erarbeitet wurde.

Bei der abschließenden C20-Tagung trafen sich am Sonntag und Montag in der Hamburger Hafen City Universität Vertreter von mehr als 300 Organisationen aus aller Welt. Neben unterschiedlichen Workshops gab es auch viele Gesprächsrunden zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz, Landwirtschaft, Gesundheit sowie Ungleichheit.

Das gesamte Treffen war von einer Offenheit geprägt, die es schon bald beim G20-Treffen Anfang Juli in Hamburg nicht mehr geben wird. Dann wird hinter verschlossenen Türen verhandelt und in weiten Teilen der Stadt das Recht auf Versammlungsfreiheit aufgehoben. Für ein riesiges Areal gilt damit ein Demoverbot – unabhängig davon ob diese friedlich ablaufen, oder nicht.

Nachhaltigkeit im Fokus

Der Fokus lag beim diesjährigen C20-Treffen auf Themen wie einer Reform des internationalen Finanzsystems, dem globalen Gesundheitswesen, Ungleichheit und Wasser- sowie Lebensmittelsicherheit. Beim Thema der Nachhaltigkeit fokussierte sich die Arbeitsgruppe auf die globalen Klimaveränderungen, den Energiemarkt und die damit verbundene Umweltpolitik.

Ziel sei eine „schnelle und gleichzeitig strategisch-langfristige Umsetzung des Pariser Klimaabkommens“. Insbesondere die G20-Staaten müssten eine Schlüsselrolle bei der Implementierung des Abkommens einnehmen – auch ohne die USA. Sie seien nicht nur für rund 80 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich, auch hätten sie die Möglichkeiten, um mit gutem Beispiel für andere Länder voranzugehen.

Die zivilgesellschaftlichen Vertreter hoffen nun, dass möglichst viele ihrer Forderungen in die Abschlusserklärung des G20-Gipfels gelangen. Nur so hätte die zivilgesellschaftliche Beteiligung, die für Kanzlerin Merkel ausdrücklich erwünscht ist wie sie am Montag in Hamburg noch einmal betonte, auch tatsächlich Erfolg gehabt. jk

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