Menü öffnen

Institut für Energieforschung

Forscher speisen ungenutzte Bremsenergie ins Netz ein

Nach zwei Jahren soll sich der Einbau eines speziellen Schalters zur Gewinnung von Bremsenergie in Fahrstühlen bereits rechnen. (Foto: pixabay, CC0 1.0)

Bremsenergie von Fahrstühlen und anderen System nutzen statt verpuffen lassen, das ist die Idee eines Teams des Instituts für Energieforschung an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Eine Schaltung soll Bremsenergie zurück ins Stromnetz speisen.

19.04.2018 – Die klimafreundlichste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Und die zweitfreundlichste? Es könnte Energie sein, die bislang ungenutzt als Wärme in die Umgebung entweicht und jetzt aufgefangen wird. Bestes Beispiel sind Aufzüge, die von hohen Stockwerken ins Erdgeschoss fahren. Beim Bremsen wird Energie frei, die bisher vor allem als Wärme in die Umgebung abgegeben wird. Gleiches gilt für jegliche bewegten Massen.

Für alle Systeme und Anwendungen, die ans Stromnetz angeschlossen ist, haben Wissenschaftler des Instituts für Energieforschung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (HS OWL) eine Lösung entwickelt. Eine Schaltung an der Stelle des Bremswiderstands speist die Bremsenergie zurück ins Stromnetz. „Da sich die Schaltung ähnlich wie die bisher eingesetzten Bremswiderstände verhält, können problemlos auch bestehende Antriebssysteme damit nachgerüstet werden“, erklärte Johann Austermann, der am Institut für Energieforschung arbeitet und über die Entwicklung der Schaltung seine Doktorarbeit verfasst hat.

Zwar war die Rückgewinnung von Bremsenergie technisch bereits möglich, bei Kleinantrieben aber wirtschaftlich uninteressant. Die neue Schaltung soll das ändern. Innerhalb von zwei Jahren rechnet sich der Umbau durch die eingesparten Energiekosten, schätzen die Wissenschaftler. Bis zur Anwendung hat es die Erfindung bereits geschafft. Aktuell bieten zwei Firmen Produkte an, in der die neue Technik vorkommt. cw


Mehr zum Thema


Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

(wird nicht veröffentlicht)
max 2.000 Zeichen



energiezukunft