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BMWs E-Mini-Produktion könnte in Deutschland starten

Ein Blick in einer Fertigungsstraße von BMW im englischen Oxford. Hier werden derzeit verschiedene Modelle der Marke Mini gebaut. (Foto: <a href="https://flic.kr/p/9YfSbP" target="_blank"> Department for Business, Innovation and Skills / flickr.com</a>,
Ein Blick in einer Fertigungsstraße von BMW im englischen Oxford. Hier werden derzeit verschiedene Modelle der Marke Mini gebaut. (Foto: Department for Business, Innovation and Skills / flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Nach Angaben des Handelsblatt zieht BMW in Erwägung, die Produktion des angekündigten E-Minis von Oxford nach Deutschland zu verlegen. Der Konzern befürchtet sonst wirtschaftliche Nachteile und Umsatzeinbußen durch den harten Brexit Großbritanniens.

28.02.2017 – BMWs Stammwerk im englischen Oxford sei für die Produktion der elektrischen Mini-Variante, die ab 2019 kommen soll, nicht mehr gesetzt; stattdessen werde geprüft, ob das traditionsreiche Gefährt im nachhaltigeren Gewand in Leipzig oder Regensburg gefertigt werden könne, berichtete gestern das „Handelsblatt“ und bezieht sich dabei auf konzerninterne Quellen. Mit dem kommenden Austritts Großbritanniens aus der EU und dem Schengener Wirtschaftsraum befürchtet der Autobauer Exportzölle, die auch die Fortbeschäftigung der mehr als 24.000 Mitarbeiter des deutschen Konzerns auf der britischen Insel negativ beeinflussen könnten.

Großbritannien ist ein wichtiger Markt für BMW

Die Münchner produzieren mehr als 200.000 Autos jährlich in England und verkaufen rund zehn Prozent ihrer Fahrzeuge im Vereinigten Königreich. Die Entscheidung, den E-Mini nicht in Oxford fertigen zu lassen, dürfte BMW nicht leicht gefallen sein, der Konzern hat in der Vergangenheit mehr als zwei Milliarden Euro in seine britischen Standorte investiert. Seit dem Referendum zum Verbleib Großbritanniens in der EU im Juni letzten Jahres haben die Aktienkurse der deutschen Autobauer gelitten, weitere Investitionen BMWs in die englischen Fabriken seien daher nicht zu erwarten.

Deutsche Industrie in Bedrängnis

Neben den möglichen deutschen Standorten scheint auch der niederländische Auftragsbauer Nedcar im Gespräch für die Linienfertigung des E-Minis zu sein, Firmenvertreter wollten dies allerdings nicht kommentieren. Außer dem Bankensektor sind besonders deutsche Industrieunternehmen von einem möglichen Brexit betroffen. Neben dem ebenfalls in München ansässigen Technologieunternehmen Linde ist auch der Flugzeugbauer Airbus in Bedrängnis. Airbus fertigt Flügelteile für seine zivilen Modelle im walisischen Broughton und beschäftigt dort mehr als 4.000 Mitarbeiter. bm

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