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Ladepunktenetz für Elektroautos wird dichter

Besonders umweltfreundlich ist Elektromobilität, wenn das Fahrzeug wie hier mit reinem Ökostrom geladen wird. (Bild: Naturstrom AG)
Besonders umweltfreundlich ist Elektromobilität, wenn das Fahrzeug wie hier mit reinem Ökostrom geladen wird. (Bild: Naturstrom AG)

Insgesamt 5.500 Stromtankstellen stehen inzwischen bundesweit zur Verfügung, um die gut 26.000 in Deutschland angemeldeten Elektrofahrzeuge aufzuladen. Seit Mitte 2014 sind über 800 neue Ladepunkte hinzugekommen. NRW hat die meisten Ladestationen.

14.04.2015 – In Deutschland gibt es immer mehr Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Im letzten Jahr standen insgesamt 5.500 öffentlich zugängliche Stromtankstellen zur Verfügung. Seit Mitte 2014 sind damit über 800 neue Ladepunkte hinzugekommen, das entspricht einer Steigerung von 18 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Demnach sind mittlerweile 839 Städte und Gemeinden mit mindestens einer öffentlichen Ladestation ausgestattet (Dezember 2013: 652). Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit den insgesamt meisten öffentlichen Ladepunkten (1.321), unmittelbar gefolgt von Baden-Württemberg (1.115) und Bayern (756). Unter den deutschen Städten sind Stuttgart (384), Berlin (247) und Hamburg (236) mit den meisten öffentlichen Ladestationen ausgestattet. Auf den Straßen fuhren im Dezember 2014 insgesamt 26.006 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Ein Jahr zuvor waren es  13.548.

„Der Zuwachs an Ladepunkten zeigt, dass die Energiebranche den Ausbau der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge vorantreibt", sagte Roger Kohlmann, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Es werde aber auch deutlich: Allein kann die Energiebranche den Aufbau der Infrastruktur nicht schultern. Kohlmann schlägt hierfür partnerschaftliche Konzepte zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft vor und will ein Konzept für die Stärkung des Marktes voraussichtlich im Sommer dieses Jahres vorstellen.

Für die Akzeptanz der Autofahrer ist vor allem wichtig, dass sie ihr Fahrzeug ohne Probleme an jeder Säule unabhängig von ihrem Anbieter laden können. Dafür sind in erster Linie einheitliche Bezahl- und Zugangssysteme notwendig. „Die Energiewirtschaft hat sich deshalb darauf verständigt, ab Mitte 2015 nur noch solche Ladesäulen aufzubauen, an denen jeder Kunde den Ladevorgang mit Hilfe eines Mobiltelefons spontan starten kann“, erläutert Kohlmann. Darüber hinaus sei es wichtig, die Vernetzung der im Hintergrund laufenden Prozesse weiter auszubauen: Betreiber von Ladeinfrastrukturen werden über IT-Plattformen mit Fahrstromanbietern und dem Fahrzeug vernetzt. Das anbieter- und grenzüberschreitende Laden auf Basis von Roaming-Verträgen sei ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Akzeptanz der Elektromobilität. rr

Starkstrompilot am 15.04.2015

+220 Gut Antworten

erst wenn das Laden genau so einfach ist wie das Tanken, man keine Ladekarte, Freischaltungen über Mobiltelefone oder ähnliche Hürdenquatsch mehr braucht, wird sich die Elektromobilität durchsetzen. Die Stromerzeuger behindern sich selbst und eigentlich sollten sie ja ein Interesse daran haben.

 

Zur Meinung der Woche aus der Lobbyecke: Ein Stoff wie Biogas, der 25mal so klimaaktiv wie CO2 ist, sollte schon am Entstehungsort in einem Kraftwerk in Strom verwandelt werden. Beim Tanken entstehen jedenfalls immer Verluste und Undichtigkeiten und bereits ab 4% ist jegliche Einsparung zunichte gemacht. Hat also im Auto nichts verloren. Die Idee, überschüssigen grünen Strom in Biogas zu speichern, ist noch durchgeknallter. Nur weil Bio draufsteht...

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