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Wenig Klimaschutz im neuen britischen Energieministerium

Nach dem Brexit: Klimaschutzziele erst mal zurückgestellt. (Foto:  Pixabay / CCO Public Domain)
Nach dem Brexit: Klimaschutzziele erst mal zurückgestellt. (Foto: Pixabay / CCO Public Domain)

Großbritannien wird seine Klimaschutzziele voraussichtlich verfehlen, der Anteil Erneuerbarer Energien liegt im Empire bei gerade mal vier Prozent. Wirtschafts- und Energieministerium werden zusammengelegt, das Wort Klimaschutz verschwindet dabei.

19.07.2016 – Der neu ernannte Energie- und Wirtschaftsminister Greg Clark hat zwar offiziell angekündigt den Ausbau von Erneuerbaren Energien unterstützen zu wollen, doch von der Agenda drängender Probleme ist der Klimaschutz erstmal abgerutscht. Nach der Brexit-Entscheidung hatte die neu amtierende britische Premierministerin das Energie- und Wirtschaftsministerium zusammengelegt, für Umweltschützer ein falsches Signal, denn der Klimaschutz (vorher Ministerium für Energie und Klimaschutz) taucht hier nicht mehr auf.

Großbritannien hat sich selbst das Ziel gesetzt, seinen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2025 um 50 Prozent zu senken. Nach dem Brexit steht der Bau des geplanten neuen Kernkraftreaktors Hinkley Point besonders in Frage, der sollte rund acht Prozent zum Strommix auf der Insel beitragen als „CO2-neutraler“ Energieerzeuger. Dass ein schneller Ausbau Erneuerbarer Energien sehr viel kostengünstiger wäre als der Fertigbau des Milliardendesasters Hinkley Point hat auch eine Studie des britischen Think Tanks The Intergenerational Foundation bereits im April dieses errechnet und vorgestellt. Erneuerbare Energien tragen nur rund vier Prozent zur Stromerzeugung bei.

Bleibt die Kohle. Doch im letzten Jahr hatte die bis zur Brexit-Entscheidung amtierende Energieministerin Amber Rudd den Kohleausstieg bis zum Jahr 2025 angesagt. Doch statt den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fördern wird die Öl- und Gasindustrie mit Steuererleichterungen subventioniert, zu Lasten der britischen Steuerzahler, kritisieren Klimaschützer. na

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