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Green OfficeNeues Arbeiten in grüner Umgebung

Die offene Box von Outside Society.
Die offene Box von Outside Society ist ein Coworking-Space der anderen Art. (Foto: Urszula Papajak)

In der Corona-Krise müssen sich viele mit den Herausforderungen guter Arbeitsbedingungen außerhalb des Büros auseinandersetzen. Ortsunabhängiges Arbeiten wird wichtiger. Das Berliner Start-up Outside Society hat eine innovative Lösung entwickelt.

05.08.2020 – Dass die Art, wie wir arbeiten, sich nicht nur kurzfristig, sondern nachhaltig ändern muss, ist spätestens seit COVID-19 jetzt allen klar geworden. Die Erfahrung der letzten Monate hat aber auch gezeigt, dass das Homeoffice nicht für alle als dauerhafte Lösung dient. Nur wenige Angestellte verfügen über genügend Raum, Ruhe und eine angemessene Infrastruktur zu Hause. Die Abgeschiedenheit von persönlichen Kontakten scheint zudem bei manch einem die Kreativität und den Teamgeist zu schwächen. Dringend notwendig sind deswegen neue Arbeitsmodelle, die innovative Impulse setzen.

Die Lichterfelder Weidelandschaft – das mobile Raumkonzept

Das Berliner Start-up Outside Society hat im Rahmen eines Crowdfunding-Projektes einen mobilen und transparenten Raum entwickelt, in dem Workshops, Strategiemeetings und andere Arbeitstreffen mitten in der Natur stattfinden können.

Einen Monat lang wird das mobile Raumsystem nun auf der Lichterfelder Weidelandschaft in Berlins Süden stehen und die Besucher mit Solarenergie versorgen, WLAN zur Verfügung stellen und wenn nötig erweitern lassen, so dass sich kleine Gruppen von Menschen bequem und sicher darin aufhalten können. Die Box ist ein verglaster und offener Raum und bietet dadurch die Möglichkeit, trotz der aktuellen Krise, einen Ort der Kommunikation und des Austausches zu schaffen, der vielen Firmen und Unternehmen momentan fehlt.

Im Einklang mit der Natur

Was Outside Society von anderen Coworking-Spaces unterscheidet ist die Nähe zur Natur. Es ist kein Zufall, dass das Berliner Start-up sich für die Lichterfelder Weidelandschaft entschieden hat. Hier gibt es eine einmalige Flora und Fauna mit rund 500 Pflanzen- und 60 Brutvogelarten, zahlreichen Reptilienarten wie die geschützte Zauneidechse sowie knapp 300 Schmetterlings- und ebenso vielen Wildbienen- und Wespenarten.

Bäume statt Beton

Wer also zwischendurch den Blick vom Monitor abwenden will, kann ihn frei über die Wiesen schweifen lassen. Im Gegensatz zum Beton-Panorama können solche Ausblicke für einen schnellen Perspektivwechsel und dadurch eine nachhaltige Stressbefreiung sorgen. Vorteile, die nicht nur die Besucher von Outside Society genießen können, sondern auch zukünftig die Bewohner des Wohnungsquartiers Neulichterfelde, da die wertvollen Biotopstrukturen der Lichterfelder Weidelandschaft erhalten bleiben.

Sommer der frischen Impulse

Wer also andere Arbeitsmodelle ausprobieren will, eine neue Quelle der Kreativität sucht oder einfach einen Eindruck davon bekommen möchte, wie man synergetisch und ökologisch mit Energie und Neubau umgehen kann, hat jetzt bis Ende August die Chance, diesen offenen Raum zu besuchen.  Nach vier Wochen im Grünen soll die Box Ende August etwas zugänglicher am Straßenrand platziert werden, um dort Raum für eine öffentliche Infoveranstaltung an der frischen Luft zu schaffen – damit das Bebauungsplanverfahren von Neulichterfelde wieder ins Rollen kommt. Urszula Papajak


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Kommentare

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Benjamin Dinkel 05.08.2020, 09:19:46

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

bitte korrigieren Sie "zahlreichen Amphibienarten wie die geschützte Zauneidechse". Eidechsen sind keine Amphibien sondern Reptilien. Amphibien haben keine Schuppen und leben teilweise im Wasser. Das trifft auf Eidechsen nicht zu.

 

Vielen Dank und schöne Grüße

 

Benjamin Dinkel

Petra Franke / Redaktion 05.08.2020, 09:44:36

+12 Gut

Hallo Herr Dinkel,

 

vielen Dank für den Hinweis, wir haben's korrigiert.

 

Beste Grüße

Petra Franke


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